Heute ist der 20.10.2026 und wir werfen einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen im Bauwesen, speziell im Bereich des digitalen Geräte-Managements. Das renommierte Bauunternehmen Leonhard Weiss aus Baden-Württemberg hat kürzlich einen wichtigen Schritt in Richtung Digitalisierung vollzogen. Jährlich verwaltet das Unternehmen rund 150.000 Maschinen, Geräte und Werkzeuge auf mehr als 6.000 Baustellen. Ein wahrhaft beeindruckender Umfang, der nicht nur Organisationstalent, sondern auch effiziente Prozesse erfordert!

Die Herausforderung war groß: Nach der Abkündigung des SAP-Moduls ETM (Equipment and Tools Management) suchte Leonhard Weiss eine neue Lösung, die mehr als nur die bisherigen Funktionen ersetzen konnte. Übliche Standardlösungen waren nicht ausreichend, denn das Unternehmen strebte ein skalierbares System für den gesamten Gerätefluss an. Gemeinsam mit dem SAP-Spezialisten cbs Consulting startete man das Projekt „smART“. Ziel war es, alle Abläufe von der Bestellung über die Bereitstellung bis zur Abrechnung durchgängig digital abzubilden. Gar nicht so einfach, wenn man bedenkt, dass alle beteiligten Bereiche – Disposition, Lager, Transport, Baustellen und Abrechnung – miteinander verknüpft werden mussten.

Innovative Ansätze im Geräte-Management

Die neue Lösung umfasste eine maßgeschneiderte Software auf der SAP Business Technology Platform (SAP BTP), die nicht nur technische, sondern auch organisatorische Anpassungen an die Baustellenabläufe ermöglichte. Apps für Stammdaten, Bewegungsaufträge, Lager, Abrechnung, Reporting und Customizing wurden entwickelt. Das klingt nach viel Arbeit – und das war es auch! Die technischen Entwicklungen wurden in Phasen und Drei-Wochen-Sprints umgesetzt, in denen bis zu 80 Stories und 200 Subtasks bearbeitet wurden.

Die Tests waren ebenso sorgfältig wie die Planung. Schritt für Schritt wurde jede Funktion, jeder Teilprozess und schließlich der gesamte Prozess auf Herz und Nieren geprüft. Nur nach Abschluss dieser Tests konnte der Go-live erfolgen. Zum Start wurden rund 55.000 Bestandszeilen sowie über 6.000 Baustellen und 24 Lager angebunden. Ein gewaltiges Unterfangen, das sich aber gelohnt hat: Die Lösung schafft nun Transparenz über Bestände, Bewegungen und Kosten der Baumaschinen. Rückgaben können digital angestoßen, Abholungen direkt geplant und Abrechnungen schneller vorbereitet werden. Das klingt nach einem echten Fortschritt!

Ein Blick über den Tellerrand

Und während Leonhard Weiss mit seinem smART-Projekt die Digitalisierung vorantreibt, macht auch die Firmengruppe Max Bögl von sich reden. Gemeinsam mit der KAMMACHI Consulting GmbH haben sie eine in SAP integrierte Lösung für das Equipment- und Tools-Management entwickelt. Unter dem Namen BAUSTEIN ETM wird eine effiziente, transparente und digitale Geräteverwaltung angestrebt. Die Lösung nutzt und erweitert bestehende SAP-Standardprozesse – das Ziel ist es, die Verwaltung und die verbundenen Prozesse im Bau- und Projektmanagement weiter zu optimieren.

Mit Funktionen wie der Echtzeit-Erstellung von Versandscheinen und der Anbindung großer Geräte über Schnittstellen wird die Effizienz weiter gesteigert. Das Pilotprojekt hat bereits Früchte getragen, und die Lösung ist seit Oktober 2025 im Einsatz. Max Bögl ist ein international tätiges Bauunternehmen mit über 7.000 Mitarbeitenden und erzielt einen Jahresumsatz von mehr als 3 Milliarden Euro. Da kann man nur staunen, was in der Branche alles möglich ist!

Die Entwicklungen bei Leonhard Weiss und Max Bögl zeigen eindrücklich, wie wichtig digitale Lösungen im Bauwesen sind. Beide Unternehmen setzen auf innovative Ansätze, um ihre Abläufe zu optimieren und den steigenden Anforderungen der Branche gerecht zu werden. Es bleibt spannend, wie sich die Digitalisierung im Bauwesen weiter entfalten wird!