Holzmodule sind längst mehr als eine schnelle Antwort auf knappe Raumprogramme. In der Bauwirtschaft reichen die Anwendungen inzwischen vom viergeschossigen Lehrgebäude bis zur kleinen Mensa, die sich an ein bestehendes Schulhaus anfügt. Gerade bei Bildungsbauten zeigt sich, wie unterschiedlich modulare Konzepte ausfallen können.

Ein Beispiel ist das etwa 130 Meter lange Lehrgebäude der Zollhochschule in Rostock. Der Bau wird als „Groundscraper“ beschrieben: Er wächst stärker in die Länge als in die Höhe. Im Erdgeschoss liegen Mensa, Audimax, großer Lehrsaal und Bibliothek. Darüber und entlang einer viergeschossigen inneren Magistrale reihen sich Lehrsäle, Gruppenarbeitsräume, Büros und Servicebereiche.

Eine Magistrale mit zehn Fingern

Von dieser Magistrale zweigen laut FNR zehn seitliche „Finger“ ab. Das Gebäude folgt damit nicht dem Muster der Wohnhäuser, die aus gleichförmigen Zimmermodulen bestehen. Unterschiedliche Raumgrößen und technische Anforderungen verlangten eine Mischkonstruktion.

Zum Einsatz kommen eine elementierte Holzbauweise mit vorgefertigten Wand- und Deckenteilen sowie eine modulare Holzbauweise mit vollständig vorgefertigten Räumen. Untergeschoss, Erdgeschoss und zentrale Erschließungsbereiche wurden aus statischen und brandschutztechnischen Gründen in Stahlbeton ausgeführt. In den Obergeschossen verbinden sich vorgefertigte Holzbauelemente mit Raummodulen.

Das ist weniger ein starres Baukastenspiel als ein Zusammensetzen verschiedener Systeme. Wo ein kompletter Raum sinnvoll ist, kommt das Raummodul zum Zug; wo Grundrisse, Installationen oder Spannweiten mehr Spielraum brauchen, werden Wand- und Deckenelemente eingesetzt. Auf der Baustelle zählt dann nicht nur Tempo, sondern auch, dass die Teile genau dort landen, wo sie gebraucht werden.

Schulen aus dem Holzbaukasten

Blumer Lehmann bietet speziell für Bildungseinrichtungen entwickelte Schulen in Holzmodulbauweise an. Das Konzept basiert auf zwei Basismodellen: «klein» und «gross». Beide lassen sich an individuelle Bedürfnisse und an die verfügbare Grundstücksfläche anpassen. Standardisierte, seriell gefertigte Holzmodule sollen in kurzer Zeit flexible Schulräume bereitstellen.

Fix definierte Funktionsräume bilden die Grundlage für die Planung. Das Konzept richtet sich nicht nur an Schulhäuser, sondern auch an Kindergärten, Kindertagesstätten und Gymnasien. Je nach Bedarf können solche Bauten als Temporärbauten bei kurzfristig steigenden Schülerzahlen oder Raumproblemen dienen – oder als langfristige Ersatzbauten.

Der Anbieter führt als Vorteile eine schnelle Planung sowie optimierte Zeit- und Fertigungskosten an. Gesetzliche Normen und energie- sowie bauphysikalische Anforderungen werden laut Blumer Lehmann erfüllt. Vom Raumklima in den Holzmodulbauten sollen Kinder, Jugendliche und Lehrpersonen profitieren. Bauherren erhalten durch standardisierte und geprüfte Holzmodule Kosten-, Termin- und Qualitätssicherheit. Blumer Lehmann übernimmt Planung, Produktion und Montage der Bauten.

Wenn die Mensa nicht warten kann

Für kleinere und kurzfristigere Aufgaben beschreibt Mobispace® flexible, nachhaltige Schulbauten in Holzmodulbauweise. Die Gebäude sind kurzfristig und wirtschaftlich realisierbar, ab fünf Jahren mietbar oder käuflich erwerbbar. Mensa- und Aufenthaltsbereiche können an bestehende Schulgebäude angebaut werden; dank der modularen Bauweise lassen sich Mensas auch auf kleinen Flächen umsetzen.

Standardmäßig bieten diese Mensas Platz für 80 bis 200 Sitzplätze. Eine schlüsselfertige Bereitstellung ist innerhalb von zwölf Monaten möglich. Die Räume sollen für die Schulverpflegung genutzt werden können, ohne den laufenden Schulbetrieb zu stören. Zum Angebot gehören Lösungen für Ganztagsbetreuung, Mensa und Küche.

Mobispace® verwendet ausschließlich Holzbauweise und ökologische Baustoffe. Akustik-, Brand- und Wärmeschutz erfüllen laut Anbieter die Anforderungen an moderne Schulbauten. Gedacht sind die Gebäude als Lern- und Lebensräume für Unterricht, Betreuung, Spiel, Essen und gemeinschaftliches Lernen.

Grundlage sind standardisierte Raumeinheiten, die horizontal und vertikal erweitert oder verkleinert werden können. Standardisierung und ein hoher Vorfertigungsgrad sollen Bauzeit und Kosten reduzieren, individuelle Anpassungen bleiben möglich. Planung, Produktion und Montage greifen laut Anbieter effizient ineinander – auf dem Papier klingt das glatt, in der Praxis entscheidet freilich jedes Grundstück mit.

Mieten, kaufen oder später weiterverwenden

Beim Mietmodell plant, baut und betreibt Mobispace® die Gebäude. Kommunen oder Bildungseinrichtungen mieten sie zu einem Festpreis. Als Vorteile nennt der Anbieter keine Investition, kein Baurisiko, kein Zinsrisiko, keine Kapitalbindung, hohe Flexibilität, keinen dauerhaften Flächenverbrauch, keinen eigenen Instandhaltungsaufwand und hohe Planungssicherheit.

Mobispace® unterstützt nach eigenen Angaben bei Bedarfsermittlung, Bauantrag und Leistungsbeschreibung und vermittelt dafür Partner. In Workshops geht es unter anderem um die Entscheidung zwischen Mieten und Kaufen sowie um das Holzmodulbausystem. Mietverträge sind ab fünf Jahren möglich; bei längeren Laufzeiten können Sonderkonditionen gelten. Flexible Finanzierungsoptionen reichen bis hin zum Mietkauf.

Die Raumeinheiten sind laut Anbieter nachhaltig, wiederverwendbar und recycelbar. Klassenräume beginnen ab einer Größe von 60 Quadratmetern, weitere Raumgrößen entstehen durch die Kombination zusätzlicher Module. Gebäude und pädagogisch genutzte Räume werden gemäß DIN 18040-1 barrierefrei ausgeführt; barrierefreie Sanitäranlagen sind als Standard möglich. Die Raumakustik entspricht laut Anbieter DIN 18041.

Dämmung, intelligente Technik und ökologische Baustoffe sollen ganzjährig ein angenehmes Raumklima und einen energiesparenden Betrieb ermöglichen. Ansprechpartner ist die mobispace® GmbH, Rosa-Parks-Straße 4, 64295 Darmstadt, telefonisch unter +49 6151 394240, per E-Mail an info@mobispace.de oder über www.mobispace.de.