Da Nang genehmigt 43.718 Stellen und richtet die Verwaltung auf Ergebnisse aus
Da Nang hat die Weichen für die öffentliche Verwaltung im Jahr 2026 gestellt. Der Stadtvolksrat genehmigte 43.718 Stellen im öffentlichen Dienst. Dazu kommen 178 Stellen für Mitarbeiter an der Basis in von Partei und Staat beauftragten Verbänden. 156 dieser Stellen sollen ab dem 15. Juli 2026 besetzt werden.
Die Zahlen sind Teil einer größeren Neuordnung, die auch für den Wohnungsbau und andere öffentliche Aufgaben relevant ist: Wo Personal fehlt, stocken Genehmigungen, Dienstleistungen und die Umsetzung von Projekten. Wo Strukturen zu groß bleiben, entstehen dagegen laufende Kosten. Da Nang versucht nun, beides gleichzeitig in den Griff zu bekommen.
Weniger Stellen als ursprünglich vorgesehen
Die Zentralregierung hatte Da Nang für 2026 insgesamt 43.983 Stellen zugewiesen. Der Ständige Ausschuss des Stadtparteikomitees legte anschließend 43.718 Stellen für den Regierungssektor fest. Davon entfallen 8.136 Stellen auf die Provinzebene – 983 weniger als bei der vorläufigen Zuteilung. Auf Gemeindeebene sind 35.582 Stellen vorgesehen, 207 weniger als zunächst geplant.
Gegenüber der vorläufigen Zuteilung zu Jahresbeginn mit 44.908 Stellen liegt die endgültige Zuweisung damit um 1.190 Stellen niedriger. Nach der Zusammenlegung der Verwaltungseinheiten auf Provinzebene wurden außerdem die 178 Stellen für die zugeordneten Verbände genehmigt. Die Vergabe soll nach dem Grundsatz der Zentralregierung erfolgen; bestehende Regelungen und Richtlinien sollen vorerst beibehalten werden.
Am 15. August 2026 waren laut Luong Cong Tuan, dem Vorsitzenden des Rechtsausschusses, 39.225 Beamte und Angestellte beschäftigt. Gemessen an der offiziellen Quote von 43.718 waren damit noch 4.493 Stellen unbesetzt: 406 auf Stadtebene und 4.087 auf Gemeinde- beziehungsweise Bezirksebene.
Der Stadtvolksrat forderte das Stadtvolkskomitee deshalb auf, unverzüglich Lehrkräfte zu rekrutieren. Nach der Verwaltungsumstrukturierung müsse der Bedarf der öffentlichen Bildungseinrichtungen gedeckt werden. Gleichzeitig soll die Veröffentlichung von Listen öffentlicher Dienstleistungen, wirtschaftlich-technischen Normen und Dienstleistungspreisen beschleunigt werden. Das soll öffentlichen Einrichtungen mehr Eigenständigkeit geben – gerade dort, wo Entscheidungen bisher gern in langen Abstimmungsschleifen hängen bleiben.
Personalplanung mit längerer Perspektive
Auf nationaler Ebene beriet das Politbüro Schlussfolgerung Nr. 40-KL/TW auf Grundlage von Vorschlägen der Organisationskommission des Zentralkomitees der Partei. Im Mittelpunkt standen Änderungen und Ergänzungen der Vorschriften zur Personalverwaltung im politischen System, die Personalzuweisungen für 2026 sowie Leitlinien für den Zeitraum 2027–2031. Die Vorschläge wurden grundsätzlich gebilligt. Die Organisationskommission soll Rückmeldungen einarbeiten, die Entwürfe fertigstellen und die Daten vor der Vorlage bei den zuständigen Stellen überprüfen.
Das Personal des politischen Systems soll weiter um etwa 5–10 Prozent reduziert werden. Mechanisch oder pauschal darf das nicht geschehen. Jede Behörde, Organisation, Einheit und jeder Ort muss konkrete Pläne, Zeitpläne und Verantwortlichkeiten festlegen.
Verbunden werden soll der Abbau mit Dezentralisierung und der Übertragung von Befugnissen, einer klaren Abgrenzung von Zuständigkeiten sowie dem Einsatz von Wissenschaft, Technologie und digitaler Transformation. Hinzu kommen Verwaltungsreform und vereinfachte Abläufe, der Abbau von Zwischenebenen, schlankere interne Organisationsstrukturen und eine bessere Qualität von Kadern, Beamten und öffentlichen Beschäftigten.
Auch die Personalstandards selbst sollen überprüft, geändert, ergänzt oder neu entwickelt werden. Nationale und sektorale Datenbanken sollen vom Zentralstaat bis zur Provinz- und Gemeindeebene vernetzt werden. Die Daten müssen „genau, vollständig, sauber, aktuell, einheitlich, vernetzt und gemeinsam nutzbar“ sein. Damit soll die Personalverwaltung stärker datenbasiert werden und weniger von bloßen Stellenzahlen abhängen.
Von Stellenzahlen zu konkreten Ergebnissen
Der bisherige feste, langfristige Ansatz bei der Personalplanung soll durch Managementzyklen von drei Jahren ersetzt werden. Personalstärken sollen wissenschaftlich und objektiv anhand klarer Normen, Kriterien und Standards festgelegt werden. Dahinter steht ein Wechsel von der „Personalverwaltung“ zu einer „nationalen Steuerung der Humanressourcen im Dienst der nationalen Entwicklung“.
Jede bewilligte Stelle soll wirksam verwaltet und genutzt werden. Die Personalplanung wird deshalb mit Parteiaufbau, der Entwicklung des politischen Systems, der Lohnreform, Stellen- und Aufgabenprofilen sowie den nationalen Entwicklungszielen verknüpft. Ebenfalls dazugehören: digitale Transformation und technologische Anwendung, Verwaltungsreform, Dezentralisierung und Befugnisübertragung sowie die Verbindung von Funktionen, Aufgaben, Stellen und konkreten Ergebnissen.
Verwaltungsstellen mit einfachen, digitalisierbaren, automatisierbaren oder an nichtstaatliche Anbieter übertragbaren Aufgaben sollen deutlich reduziert werden. Verstärkt werden soll das Personal stattdessen in Schwerpunktbereichen wie Wissenschaft und Technologie, digitaler Transformation, digitaler Wirtschaft und strategisch wichtigen Regionen.
Verhindert werden soll, dass Behörden oder Orte mit Personalmangel keine zusätzlichen Stellen erhalten, während ineffizient genutzte Stellen unverändert bestehen bleiben. Für staatlich finanzierte Stellen gilt künftig das Prinzip eines geregelten Ein- und Austritts. Wer die Anforderungen seiner Stelle nicht erfüllt, soll stärker ausgesiebt und ersetzt werden.
Auch das Streben nach zusätzlichen Stellenkontingenten, das Festhalten an Stellen oder die Bewahrung bestehender Strukturen aus engen institutionellen oder lokalen Interessen soll unterbunden werden. Jede Behörde, Organisation, Einheit und jeder Ort muss die interne Organisation umfassend überprüfen, Strukturen verschlanken, unnötige Zwischenebenen und Einheiten abbauen sowie nur formal bestehende oder wenig produktive Einheiten entfernen.
Für 2026 sollen Organisationen und Einheiten ihre Strukturen und Personalzahlen eigenständig an die tatsächlichen Bedingungen und Aufgaben anpassen. Öffentliche Beschäftigte dürfen nicht auf Stellen eingesetzt werden, die als Beamtenstellen ausgewiesen sind. Liegt die tatsächliche Zahl der Beamten und öffentlichen Beschäftigten über der für 2026 genehmigten Quote, müssen die betroffenen Stellen umgehend umsetzbare Pläne und Zeitpläne entwickeln. Bis Ende 2026 müssen die Personalzahlen an die genehmigten Kontingente angepasst werden.
Neue Vorgaben für 2027 bis 2031
Für 2027–2031 sollen die Parteikomitees der zentralen Parteibehörden, der Regierung, der Nationalversammlung sowie der Vaterländischen Front und der zentralen Massenorganisationen die Umsetzung der neuen Aufgaben und Leitlinien leiten. Untergeordnete Parteikomitees müssen dringend Normen, Personalstärken sowie Strukturen für Beamte und öffentliche Beschäftigte in den jeweiligen Behörden, Einheiten, Sektoren und Fachbereichen ausarbeiten.
Die Planung soll sich auf messbare Ergebnisse stützen – unter anderem bei digitaler Transformation, Verwaltungsreform, Dezentralisierung und Befugnisübertragung sowie bei der Klassifizierung von Verwaltungseinheiten. Berücksichtigt werden sollen außerdem Bevölkerungszahl, geografische Fläche, regionales Bruttoinlandsprodukt (GRDP), Funktionen und Aufgaben, Organisationsstrukturen, Arbeitsbelastung und die Besonderheiten der jeweiligen Sektoren, Fachgebiete und Orte.
Diese Arbeiten müssen bis zum 15. September 2026 abgeschlossen sein. Sie sollen als Grundlage für die Festlegung und Zuweisung der Personalstärken für 2027–2031 dienen. Die Organisationskommission des Zentralkomitees soll gemeinsam mit den zuständigen Stellen eine umfassende Reform und wissenschaftliche Planung für die Personalzuweisungen 2027–2031 erarbeiten.
Für jede Stelle soll der Plan klare Normen, Standards und Kriterien festlegen und mit verbesserten Vorschriften zur wirksamen und substantiellen Verwaltung und Nutzung der Personalzuweisungen verbunden werden. Ein Bericht soll bis Ende des vierten Quartals 2026 dem Politbüro vorgelegt werden.
Für Da Nang bedeutet das neben den bereits beschlossenen 43.718 Stellen einen engen Blick auf Aufgaben, Zuständigkeiten und tatsächliche Arbeitslast. Der Stadtvolksrat hat zugleich festgehalten, dass die Zahl der aus dem Staatshaushalt bezahlten Beamten entsprechend der Politik des Zentralkomitees schrittweise reduziert werden soll. Auf dem Papier stehen also weniger Stellen – in Schulen, Genehmigungsstellen und den Gemeinden muss die Arbeit trotzdem weiterlaufen.
Schlussfolgerung Nr. 40-KL/TW verbindet den weiteren Personalabbau mit einer datenbasierten, transparenten, flexiblen und wirksameren Personalverwaltung. Der Ansatz soll sich von der Steuerung nach eingesetzten Ressourcen und bloßen Stellenzahlen hin zu ergebnisorientierter Verwaltung und einer
