In Zwickau wird es auch künftig keine regulären Countdown-Ampeln geben. Baubürgermeisterin Silvia Queck schließt die Anlagen nach eigenen Angaben weiterhin aus; außerdem wäre ihre Installation in der Stadt technisch kaum möglich.

Das erklärte Queck im Stadtrat auf Anfrage des CDU-Stadtrats Christian Siegel. Gemeint sind Ampeln, die an Kreuzungen per Anzeige zeigen, wie viele Sekunden bis zum Ende einer Rotphase oder bis zur nächsten Grünphase verbleiben. Für Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer klingt das zunächst praktisch – in Zwickau bleibt es aber bei der herkömmlichen Anzeige.

Eine Ausnahme steht in Crossen

Ganz ohne Countdown kommt Zwickau derzeit trotzdem nicht aus. Seit dieser Woche steht vor der Grundschule in Zwickau-Crossen eine solche Ampel. Auf der Schneppendorfer Straße werden momentan Glasfaserkabel verlegt, und die Firma VT-Erz stellte die Anlage zur Sicherung der Baustelle auf.

Die verbleibende Wartezeit bis zur nächsten Grünphase wird dabei in Sekunden angezeigt. Gerade an einer Baustelle vor einer Schule kann das für Wartende eine willkommene Orientierung sein – auch wenn die Anzeige natürlich keinen Meter zusätzlicher Straßenbreite schafft.

Teurer und empfindlicher

Laut Frank Therner, einem Mitarbeiter der Firma VT-Erz, sind Countdown-Ampeln bei Baufirmen beliebt. Allerdings kosten sie mehr als herkömmliche Baustellenampeln und sind anfälliger für Vandalismus. Deshalb kommen sie nur innerhalb von Ortschaften zum Einsatz. Außerorts sei die Gefahr zu groß, dass die Anlagen beschädigt werden.

Für Zwickau bedeutet das: Die Ampel in Crossen bleibt voraussichtlich eine Ausnahme. Nach Angaben des Ordnungsamts nutzen die örtlichen Verkehrssicherungsunternehmen derzeit keine solchen Anlagen. Wer an der Schneppendorfer Straße wartet, kann also Sekunden zählen – auf eine stadtweit übliche Lösung deutet das nicht hin.