Deutsche Bahn öffnet Stellwerke und Karrierewege bei vier Praxistagen in Ulm, Stuttgart und Karlsruhe
Wer im Bahnbau beruflich Fuß fassen möchte, bekommt im Oktober mehrere Gelegenheiten, die Deutsche Bahn von innen kennenzulernen. In Ulm, Stuttgart und Karlsruhe veranstaltet der Konzern Karrieretage zu Ausbildung, Direkt- und Quereinstieg sowie dualem Studium. Gespräche mit dem Recruiting-Team, praktische Einblicke und teilweise sogar Bewerbungen direkt vor Ort gehören dazu.
Die Deutsche Bahn beschäftigt mehr als 200.000 Menschen in rund 500 Berufen. Die Tätigkeiten reichen von der Steuerung des Schienenverkehrs und der Instandhaltung von Strecken über Technik und Service bis zur Sicherheit an Bahnhöfen. Wer sich anmeldet, soll einen Lebenslauf oder eine Kurzbewerbung hochladen. Das Recruiting-Team prüft die Teilnehmer vorab: Eine bestätigte Einladung bedeutet, dass die jeweilige Person grundsätzlich für die angebotenen Berufe geeignet ist.
Vier Termine in Ulm, Stuttgart und Karlsruhe
Den Auftakt macht der Praxistag Ausbildung@DB am 7. Oktober in Ulm, ab 9 Uhr. Die Anmeldung ist bis 4. Oktober möglich. Am 12. Oktober folgt in Stuttgart DB Jobs@Stuttgart von 10 bis 14 Uhr; dafür kann man sich bis 7. Oktober anmelden.
In Karlsruhe stehen am 13. Oktober gleich zwei Veranstaltungen auf dem Programm. Der Praxistag Ausbildung@DB – Fokus Zugverkehrssteuerung läuft von 9 bis 12:30 Uhr, die Anmeldung endet am 8. Oktober. Am selben Tag folgt von 15 bis 18 Uhr die Duales Studium@DB – Pitch Show, ebenfalls mit Anmeldeschluss am 8. Oktober.
Bei den Karrieretagen gibt es praktische Einblicke, etwa bei Stellwerksbesichtigungen. Dazu kommen Informationen über den Berufsalltag bei der Deutschen Bahn und Bewerbungsgespräche vor Ort. Je nach Veranstaltung können Interessierte ihre Bewerbung also nicht nur abgeben, sondern gleich persönlich besprechen.
Was Bewerber mitbringen sollten
Als Grundvoraussetzungen nennt die Bahn Deutschkenntnisse mindestens auf B2-Niveau, einen bereits erworbenen oder künftig erreichbaren Hauptschulabschluss oder einen höheren Abschluss, eine zuverlässige und sorgfältige Arbeitsweise sowie die Bereitschaft zur Teamarbeit.
Für den Direkt- oder Quereinstieg sind ein passender Berufsabschluss oder eine vergleichbare Qualifikation von Vorteil. Bei Berufen wie Zugverkehrssteuerer, Gleisbauer und Elektriker kann Schichtdienst dazugehören – der Wecker klingelt dann eben nicht immer dann, wenn es einem lieb ist.
Wer sich für ein duales Studium interessiert, sollte offen für innovative Projekte sein und Interesse an Technik und Bahnwesen mitbringen. Erwartet werden außerdem Fachhochschulreife oder Abitur sowie Deutschkenntnisse auf C1-Niveau.
Im Stellwerk: Weichen, Signale und freie Gleise
Zugverkehrssteuerer (w/m/d) arbeiten in einem Stellwerk oder einer Betriebszentrale. Von dort überwachen sie die Bahnanlagen, stellen Weichen, schalten Signale und halten Gleise frei. Sie leiten Züge durch das Gleisnetz und greifen ein, wenn Störungen oder andere Ereignisse den Betrieb durcheinanderbringen.
Weitere Informationen und häufig gestellte Fragen gibt es auf der entsprechenden Jobseite. In den Stellenangeboten werden außerdem nur Standorte angezeigt, an denen aktuell gesucht wird. Sobald die Suche an einem Standort abgeschlossen ist, verschwindet er aus der Übersicht.
Auch Ingenieurstellen gehören zum Bahnbau
Wie breit das Berufsfeld ist, zeigt eine weitere Ausschreibung der Deutschen Bahn: Gesucht wird eine:n Inbetriebnahmeverantwortliche:n für IOH (w/m/d) bei der DB InfraGO AG. Mögliche Dienstorte sind Frankfurt am Main oder Kassel, besetzt werden soll die Position zum nächstmöglichen Zeitpunkt.
Die Deutsche Bahn beschreibt sich dabei als Mobilitätsdienstleister und großes Ingenieurbüro. Laut Artikel arbeiten mehr als 10.000 Ingenieur:innen an der Planung, dem Management, der Überwachung und der Instandhaltung von Brücken, Tunneln, Bahnhöfen, Gleisen und Signalanlagen.
Für die Stelle ist eine 6- bis 12-monatige Einarbeitung vorgesehen. Genannt werden außerdem 16 Freifahrten innerhalb Deutschlands pro Jahr, eine flexible Gestaltung von Arbeitszeit und Arbeitsort, ein mobiles Endgerät und ein DB-Job-Ticket. Der Abschnitt zu den konkreten Aufgaben bricht allerdings nach dem Satz „Ohne dich geht keine unserer neuen Anlagen in Betrieb: Du …“ ab.
Wer sich zunächst selbst ein Bild machen will, kann also im Oktober in Ulm, Stuttgart oder Karlsruhe vorbeischauen – mit Lebenslauf im Gepäck und vielleicht ein wenig Nervosität im Bauch. Anmeldungen sind jeweils bis zu den genannten Fristen möglich.
