Radlader stürzt kopfüber in vier Meter tiefe Baugrube auf Bochumer Baustelle
Am Dienstag, 6. Oktober 2026, gegen 13 Uhr wurde die Feuerwehr Bochum zur Charlottenstraße gerufen. Auf einem Baufeld war ein Radlader aus zunächst ungeklärten Gründen in eine Baugrube gestürzt. Der mehr als vier Tonnen schwere Koloss fiel etwa vier Meter tief und kam kopfüber zum Stillstand.
Beim Unfall befand sich der Fahrer noch in der Kabine. Ersthelfer hatten ihn beim Eintreffen der Feuerwehr jedoch bereits befreit. Die ersten Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Weitmar und Stadtmitte bestätigten die Lage und schufen einen gesicherten Zugang zur Baugrube.
Rettung aus der Baugrube
Der verletzte Fahrer wurde zunächst notärztlich versorgt. Gleichzeitig sicherten die Einsatzkräfte den Radlader zusätzlich. Auslaufende Betriebsstoffe wurden aufgefangen, außerdem kamen unter anderem Stützen an den Seiten der Baumaschine zum Einsatz. Bei einem kopfüber liegenden, rund 4,4 Tonnen schweren Gerät ist da wenig Spielraum für Fehler.
In Abstimmung mit dem Rettungsdienst und den Höhenrettern wurde die Bergung vorbereitet. Mit Korbtrage und Drehleiter brachten die Einsatzkräfte den Fahrer zügig aus der rund vier Meter tiefen Baugrube. Begleitet von Rettungsdienst und Höhenrettung kam er anschließend in ein Bochumer Krankenhaus.
Rund 40 Kräfte im Einsatz
An dem Einsatz waren rund 40 Kräfte beteiligt. Dazu gehörten die Feuer- und Rettungswachen Weitmar, Stadtmitte und Werne, die Höhenretter der Feuerwehr Bochum aus Wattenscheid sowie der Rettungsdienst. Polizei und Amt für Arbeitsschutz beziehungsweise Arbeitsschutz nahmen Ermittlungen zur Unfallursache auf.
Warum der Radlader bei den Tiefbauarbeiten von der Baustelle in die Grube stürzte, war zunächst offen. Die Ermittlungen sollen klären, wie es zu dem Unfall kam.
Baustellen bleiben ein riskantes Arbeitsfeld
Ein Blick auf die Zahlen der BG BAU zeigt, in welchem Umfeld sich solche Einsätze bewegen: 2024 gingen die Arbeitsunfälle in der Baubranche und bei baunahen Dienstleistungen um 4,5 Prozent zurück. Trotzdem wurden 91.813 Arbeitsunfälle registriert. Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle stieg sogar um zwei auf 78.
Unfalluntersuchungen und die Analyse von Unfalldaten helfen dabei, besondere Risikofaktoren zu erkennen. Auf dieser Grundlage entwickelt die BG BAU gezielte Schulungs- und Informationsangebote – damit aus dem nächsten Arbeitstag nicht wieder ein Einsatz für Feuerwehr, Höhenretter und Rettungsdienst wird.
Quelle 1: Fireworld
Quelle 2: Westdeutsche Zeitung
Quelle 3: BG BAU
