Heute, am 20. Oktober 2026, gibt es in Rheinfelden-Warmbach aufregende Neuigkeiten. Die Deutsche Bahn hat den ersten Spatenstich für einen brandneuen Haltepunkt an der Hochrheinbahn vollzogen. Das Ganze wurde mit einem feierlichen Event gefeiert, bei dem Vertreter des Landkreises Lörrach, der Stadt Rheinfelden und der DB InfraGO zusammenkamen. Das klingt ja schon mal nach einem Schritt in die richtige Richtung!

Dieser Haltepunkt wird künftig eine Anbindung für Regionalbahnverbindungen nach Basel und entlang des Hochrheins bieten. Das ist nicht nur für die Pendler wichtig, sondern auch für alle, die die Region besser erkunden möchten. Ein zusätzlicher Pluspunkt: Rheinfelden-Warmbach ist Teil eines umfassenden Ausbaus und der Elektrifizierung der Hochrheinbahn, die sich zwischen dem Badischen Bahnhof in Basel und Erzingen erstreckt.

Herausforderungen beim Bau

Die Gegebenheiten vor Ort sind allerdings eine echte Herausforderung. Zwischen dem Bahnübergang an der Hertener Straße und dem Autobahnzubringer sind die verfügbaren Flächen so beengt, dass sie nicht ausreichen, um die geplanten 155 Meter langen Bahnsteige unterzubringen. Daher wird eine kreative Lösung gesucht: Die westlichen Enden der Bahnsteige sollen auf Brückenbauwerken über dem Autobahnzubringer errichtet werden. Zunächst werden Bohrpfähle gesetzt, bevor ein Querbalken und ein modularer Bahnsteigkörper mit einem Kran eingebaut werden. Richtig spannend, was die Bauingenieure hier ausgeklügelt haben!

Die Hauptarbeiten an der Hochrheinbahn laufen seit April. Seit dem 10. Oktober ist der Abschnitt zwischen Basel Badischer Bahnhof und Rheinfelden für die Bauarbeiten gesperrt. Diese Sperrung ist notwendig, um die Baufreiheit für den Stationsbau in Warmbach zu gewährleisten. Die Pläne sehen vor, dass Regionalbahnen künftig dort halten werden, und es wird eine Einbindung in das Netz der trinationalen S-Bahn Basel angestrebt. Das soll ab dem Fahrplanwechsel im Dezember Realität werden, mit nahezu halbstündlichen Regionalbahnverbindungen.

Elektrifizierung und Umweltschutz

Die Elektrifizierung der Strecke ist ein zentrales Element dieses Projekts. Zwischen Basel Badischer Bahnhof und Erzingen sollen bis Dezember rund 130 Kilometer Oberleitung errichtet werden. Dafür sind etwa 1.600 neue Oberleitungsmasten vorgesehen. Die Strecke wird nicht nur durch die elektrischen Züge künftig leiser, auch die Umweltschutzmaßnahmen sind ein wichtiger Bestandteil. Dazu gehören die Schaffung von Ausgleichsflächen und Ersatzhabitaten, die gesetzlich vorgeschrieben sind.

Die gesamte Hochrheinbahn ist mit einer Länge von rund 75 Kilometern eine bedeutende Verbindung, die nicht nur durch Deutschland, sondern auch durch den Schweizer Kanton Basel-Stadt führt. Die Elektrifizierung wird an bestehende Anlagen von Deutschen Bahn und Schweizerischen Bundesbahnen angeschlossen, was die Reiseerfahrung für die Fahrgäste erheblich verbessern wird. Und wer weiß, vielleicht wird die Fahrt mit dem Zug bald ein ganz neues Erlebnis, wenn die Züge elektrisch durch die Landschaft gleiten.

Künftige Entwicklungen

Die Planungen für die deutschen Abschnitte sind größtenteils abgeschlossen, und die Genehmigungsunterlagen für die Schweizer Streckenabschnitte sollen Ende 2021 erstellt worden sein. Das Projekt umfasst nicht nur die Elektrifizierung, sondern auch viele Infrastrukturmaßnahmen, die notwendig sind, um die Strecke für die Zukunft fit zu machen. Dazu gehören Anpassungen an der eingleisigen Strecke, der Ausbau der Bahnhöfe Lauchringen und Tiengen sowie die Schaffung von barrierefreien Zugängen.

Der gesamte Ausbau, einschließlich der Elektrifizierung, wurde ursprünglich auf 160 Millionen Euro veranschlagt, aber aufgrund der zusätzlichen Maßnahmen hat sich dieser Betrag auf etwa 290 Millionen Euro erhöht. Und die Finanzierung? Die soll zum größten Teil über das Bundes-Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz laufen, mit einer Beteiligung von bis zu 90 Prozent für die Elektrifizierungsmaßnahmen. Einfach faszinierend, was hier alles zusammenkommt!

Insgesamt wird dieser Ausbau der Hochrheinbahn nicht nur die Mobilität in der Region verbessern, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum umweltfreundlichen Verkehr leisten. Man darf gespannt sein, wie sich die Dinge weiterentwickeln und wie die neue Infrastruktur das Reisen in der Region verändern wird. Die Vorfreude auf die ersten Fahrten ab Dezember ist auf jeden Fall groß!