Wer in Deutschland einen Hund hält, muss nicht nur Futter, Leine und Tierarzt einplanen. Auch die Hundesteuer gehört regelmäßig zum Haushaltsbudget. Städte und Gemeinden nahmen 2024 rund 430 Millionen Euro ein – ein neuer Rekordwert. Gegenüber 2023 mit rund 421 Millionen Euro stiegen die Einnahmen um 2,2 Prozent.

Für das vergangene Jahr werden zugleich 429,7 Millionen Euro ausgewiesen. Das war der historisch zweithöchste Betrag und rund 200.000 Euro weniger als 2024. Ob dieser leichte Rückgang mit einer geringeren Zahl gehaltener Hunde zusammenhing, konnte das Statistische Bundesamt nicht feststellen.

Die Kommune entscheidet über die Hundesteuer

Die Hundesteuer ist eine Gemeindesteuer. Höhe und Ausgestaltung legt also die jeweilige Kommune fest. Entsprechend unterschiedlich fallen die Beträge aus: eine Rolle spielen die kommunalen Steuersätze, die Anzahl der Hunde im Haushalt und teilweise auch die jeweilige Hunderasse.

Mehr Einnahmen bedeuten deshalb nicht automatisch, dass es mehr Hunde gibt. Schon ein anderer Steuersatz oder eine veränderte Zahl von Tieren pro Haushalt kann die Kasse der Kommune spürbar bewegen. 2015 lagen die Hundesteuereinnahmen der Kommunen bei 322,0 Millionen Euro. Im Zehnjahresvergleich von 2014 bis 2024 stiegen sie um 39,3 Prozent – von rund 309 Millionen auf rund 430 Millionen Euro.

Auch das Futter kostet mehr

Beim täglichen Einkauf macht sich die Preisentwicklung ebenfalls bemerkbar. Hunde- und Katzenfutter verteuerte sich 2024 im Jahresdurchschnitt um 2,3 Prozent gegenüber 2023. Die Gesamtteuerung lag im selben Zeitraum bei 2,2 Prozent.

Für das vergangene Jahr wird gegenüber dem Vorjahr außerdem ein Anstieg der Futterpreise um 0,4 Prozent genannt. Damit verteuerte sich Tierfutter deutlich langsamer als die allgemeinen Verbraucherpreise, die um 2,2 Prozent zulegten. Die unterschiedlichen Angaben beziehen sich auf die jeweiligen statistischen Betrachtungen.

Seit 2020 summiert sich der Aufschlag deutlich: Hunde- und Katzenfutter war 2024 durchschnittlich 35,3 Prozent teurer. Für das vergangene Jahr wird gegenüber 2020 ein Plus von 35,8 Prozent ausgewiesen. Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen in diesem Zeitraum um 19,3 beziehungsweise 21,9 Prozent.

Ein kleiner Posten mit Wirkung

Im Verbraucherpreisindex fließt Hunde- und Katzenfutter mit einem Gewicht von 4,20 Promille ein. Das klingt nach wenig, betrifft aber Ausgaben, die bei Tierhaltern Monat für Monat anfallen – Sack für Sack, Dose für Dose. Die Daten stammen aus dem Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes und sind unter anderem in der Datenbank GENESIS-Online sowie im Preismonitor verfügbar.

Für den Blick aufs Haushaltsbudget heißt das: Die Hundesteuer hängt stark vom Wohnort und vom gehaltenen Tier ab, während beim Futter die allgemeine Preisentwicklung durchschlägt. Wer in einer Gemeinde mit hohen Sätzen lebt und zugleich regelmäßig Futter einkauft, merkt beide Posten ziemlich nüchtern auf dem Kontoauszug – auch wenn der Hund beim Rascheln der Tüte natürlich weiterhin sofort bester Laune ist.