Hanoi beschleunigt sieben Brücken über den Roten Fluss für den APEC-Gipfel 2027
Hanoi macht Druck. Sieben Brücken über den Roten Fluss sollen rechtzeitig vor dem APEC-Gipfel 2027 fertig werden – nach Angaben der Stadt bis zum zweiten Quartal 2027. Für die Hong-Ha-Brücke steht die Inbetriebnahme im November 2027 im Plan, und zwar vier bis fünf Monate früher als ursprünglich vorgesehen. Der Bau als Teil des vierten Autobahnrings in der Hauptstadtregion begann am 31. Oktober 2025.
Heute, am 2.10.2026, laufen die Projekte parallel: Tu Lien, Ngoc Hoi, Tran Hung Dao, Thuong Cat, Van Phuc, Hong Ha und Me So. Sie gehören zu den wichtigsten gleichzeitig laufenden Verkehrsprojekten Hanois. Für die kommenden Monate setzt die Stadt auf öffentliche Investitionen und Bauvorhaben als zentrale Triebkräfte der Entwicklung – mit ordentlich Tempo, aber ohne die Qualität und Sicherheit aus den Augen zu verlieren.
Hong Ha und Me So liegen vorn
Der sozioökonomische Bericht Hanois für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2026 weist bei Hong Ha und Me So den größten Baufortschritt aus. Bei der Hong-Ha-Brücke wurden rund 1.862 Milliarden VND umgesetzt. Das entspricht 46,9 Prozent eines Auftragswerts von 3.975 Milliarden VND, ohne Unvorhergesehenes beziehungsweise Rückstellungskosten.
Bei der Me-So-Brücke sind es 814,8 Milliarden VND von einem Auftragswert von 1.800 Milliarden VND. Der Fortschritt liegt bei 45,2 Prozent. Auch bei den Bauteilen wird sichtbar, was auf der Baustelle passiert: Hong Ha kommt auf 798 von 941 fertigen Bohrpfählen, 28 von 70 Pfeilerköpfen, 23 von 70 Pfeilerschäften und 27 von 450 Super-T-Trägern.
Me So hat 360 von 596 Bohrpfählen abgeschlossen. Dazu kommen 15 Pfeilerköpfe, fünf Pfeilerschäfte und 13 Super-T-Träger. Bei Tran Hung Dao laufen Bohrpfahlarbeiten in mehreren Bauabschnitten. Auf der Baustelle arbeiten 28 Teams rund um die Uhr mit 700 Personen sowie mehr als 120 Maschinen und Geräten. Da wird es kaum still – selbst dann nicht, wenn anderswo längst Feierabend ist.
Sieben Baustellen, sieben Taktungen
Die Tran-Hung-Dao-Brücke erreicht 2.535 Milliarden VND und damit 34,8 Prozent des Auftragswerts. Bei Van Phuc sind 696,4 Milliarden VND umgesetzt, entsprechend 30,3 Prozent. Tu Lien liegt bei 1.922 Milliarden VND von 9.418 Milliarden VND und damit bei 20,4 Prozent, ohne Unvorhergesehenes.
Für Thuong Cat werden 864,7 Milliarden VND genannt, 16,2 Prozent eines Auftragswerts von 5.350 Milliarden VND. Der Bau dieser Brücke wird beschleunigt. Bei Ngoc Hoi wurden Arbeiten im Wert von rund 678,3 Milliarden VND abgeschlossen. Für alle sieben Projekte werden zusätzliche Ressourcen gebündelt, damit das Bauvolumen steigt und die gemeinsamen Ziele über den Roten Fluss nicht ins Rutschen kommen.
Das gesamte benötigte Land innerhalb der Projektgrenzen wurde laut den Berichten übergeben. Ganz erledigt ist die Grundstücksfrage trotzdem nicht. Bei Tu Lien und Tran Hung Dao stehen noch Abrisse bestehender Bauwerke sowie die Verlegung technischer Infrastruktur und von Versorgungsleitungen aus. Für Thuong Cat müssen nach Projektanpassungen zusätzlich etwa 1,1 Hektar Land geräumt werden.
Die Stadtverwaltung verlangt, dass diese Arbeiten zügig abgeschlossen werden, damit Auftragnehmer kontinuierlich und koordiniert bauen können. Hanoi fordert außerdem eine genaue Überwachung des Fortschritts jedes einzelnen Projekts. Das Volkskomitee beauftragte die zuständigen Stellen, die sieben Brücken entlang des kritischen Pfads zu kontrollieren und wöchentlich sowie monatlich Bericht zu erstatten.
Mehr Maschinen, engere Kontrolle
Moderne Maschinen, Ausrüstung und Technologien sollen die Bauzeit verkürzen. Gleichzeitig sollen Verzögerungsfaktoren früh erkannt und die Maßnahmen auf Aufgaben konzentriert werden, die für den Terminplan besonders wichtig sind. Der Vorsitzende des Volkskomitees von Hanoi, Vu Dai Thang, beauftragte das Bauministerium der Stadt mit dieser Überwachung.
Investoren und Auftragnehmer haben Personal, Geräte und mehrere Bauteams eingesetzt. Hanoi drängt zudem auf die rasche Lösung offener Fragen beim Landerwerb, bei Abrissen und bei der Verlegung technischer Infrastruktur. Das klingt trocken, entscheidet auf einer Baustelle aber oft darüber, ob die Kolonne weiterarbeiten kann oder plötzlich steht.
Für jedes Projekt müssen die Investoren weiterhin konkrete Auszahlungspläne vorlegen. Die Umsetzungsergebnisse werden mit der Verantwortung der jeweiligen Behördenleitung und der Führungskräfte verknüpft. Vorrangig sollen Ressourcen in wichtige Verkehrsprojekte fließen – darunter der vierte Autobahnring, die Brücken über den Roten Fluss, Stadtbahnprojekte und Hochwasserschutzprojekte.
Öffentliche Investitionen als Treibstoff
Der Druck auf die Baustellen hängt auch mit dem Tempo bei den öffentlichen Investitionen zusammen. Im August wurden aus dem von Hanoi verwalteten Staatshaushalt schätzungsweise mehr als 18 Billionen VND ausgezahlt, umgerechnet 690,7 Millionen US-Dollar. Das waren 12,8 Prozent mehr als im Vormonat und mehr als doppelt so viel wie im August des Vorjahres.
In den ersten acht Monaten summierten sich die Auszahlungen auf mehr als 89,9 Billionen VND. Das entspricht einem Anstieg von 77,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und 52,6 Prozent des Jahresplans. Für die letzten Monate des Jahres 2026 bezeichnet Hanoi öffentliche Investitionen und Bauvorhaben als zentrale Triebkräfte der Stadtentwicklung.
Wenn die sieben Brücken fertig sind, sollen sie die Verbindungen zwischen den beiden Ufern des Roten Flusses verbessern, bestehende Übergänge entlasten und den Entwicklungsraum an beiden Seiten erweitern. Auch die Verbindungen zwischen Hanoi und anderen Orten in der Hauptstadtregion sollen stärker werden. Der Anlass ist mit dem APEC-Gipfel 2027 klar gesetzt; auf den Baustellen zählen bis dahin vor allem fertige Pfeiler, geräumte Flächen und ein durchgehender Arbeitsfluss.
