Ab Montag, 5. Oktober 2026, wird es auf mehreren Bahnstrecken in der Wetterau unruhig. Die Deutsche Bahn modernisiert Gleise, Kabel und Bahnübergänge. Für Fahrgäste heißt das: Busse statt Züge, Umstiege, längere Fahrzeiten und geänderte Verbindungen – und das über mehrere Wochen.

Betroffen sind vor allem die Regionalbahnlinien RB 46, RB 47 und RB 48. Je nach Abschnitt dauern die Arbeiten bis Samstag, 12. Dezember. Die HLB richtet für ausfallende Züge einen Bus-Ersatzverkehr ein. Wer morgens pünktlich zur Arbeit oder abends nach Hause muss, sollte also etwas Luft einplanen.

Welche Linien ausfallen

Auf der RB 46 entfallen zwischen Nidda und Gelnhausen vom 5. bis 18. Oktober die Züge. Ersatzbusse übernehmen die Verbindung.

Bei der RB 47 fahren zwischen Friedberg und Wölfersheim-Södel vom 5. Oktober bis 8. November keine Züge. Die RB 48 ist zwischen Friedberg und Nidda sogar vom 5. Oktober bis 12. Dezember betroffen.

Zusätzliche Ausfälle gibt es außerdem bei Verbindungen von und nach Frankfurt am Main Hauptbahnhof. Diese Einschränkungen gelten vom 5. bis 16. Oktober. Der bereits bestehende Schienenersatzverkehr zwischen Gießen und Nidda läuft ebenfalls bis 12. Dezember weiter.

Gleisbau, Kabel und Bahnübergänge

Auf der Strecke Ober-Widdersheim–Glauburg-Stockheim werden vom 5. bis 18. Oktober Gleise erneuert, unter anderem im Bereich des Bahnhofs Nidda. Dort rücken Zweiwegebagger, ein Schwellenwechselgerät und Arbeitszüge an. Das klingt nach schwerem Gerät – und dürfte vor Ort auch so aussehen und zu hören sein.

Gearbeitet wird zudem auf der Strecke Friedberg–Wölfersheim-Södel, und zwar vom 5. Oktober bis 8. November. Auf der Strecke Beienheim–Nidda laufen die Arbeiten vom 5. Oktober bis 12. Dezember.

Entlang der Strecken Friedberg–Wölfersheim-Södel und Beienheim–Nidda verlegt die Bahn neue Kabel und trifft Vorbereitungen für digitalen Zugfunk. Zusätzlich werden drei Bahnübergänge modernisiert: Zwei liegen im Bereich der Station Häuserhof nahe Ober-Widdersheim, einer in Geiß-Nidda.

Fahrplan vor der Fahrt prüfen

Die Bahn bündelt die Arbeiten, um die Auswirkungen auf den Zugverkehr zu begrenzen. Ganz ohne Umstände geht es trotzdem nicht: Fahrgäste müssen mit Busfahrten, Umstiegen, längeren Fahrzeiten und veränderten Verbindungen rechnen. Gerade bei knappen Anschlüssen kann das schnell lästig werden.

Die Deutsche Bahn empfiehlt deshalb, die Verbindung vor Fahrtantritt zu prüfen. Dafür stehen rmv.de, bahn.de, der DB Navigator und RMVgo zur Verfügung. Wer in den nächsten Wochen in der Wetterau mit der Regionalbahn unterwegs ist, sollte nicht einfach vom gewohnten Fahrplan ausgehen – der kann schon am Montag anders aussehen.