Auf der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Neumünster läuft derzeit vieles nicht nach Plan. Eine technische Störung sorgt für Verspätungen und Zugausfälle. Auslöser ist ein defektes Stellwerk in Wrist, das den Bahnverkehr zwischen Wrist und Elmshorn im Kreis Pinneberg beeinträchtigt.

Für Pendlerinnen, Pendler und Reisende heißt das: deutlich mehr Zeit einplanen. Die Deutsche Bahn rechnet mit mindestens 45 Minuten zusätzlicher Fahrzeit. Im Fernverkehr liegen die Verspätungen laut Bahn derzeit bei etwa 50 Minuten. Das ist lang genug, um am Bahnsteig langsam ungeduldig zu werden.

RE 7 und RE 70 fahren nur eingeschränkt

Betroffen sind vor allem die Regionalverkehrslinien RE 7 und RE 70 auf den Verbindungen zwischen Flensburg beziehungsweise Kiel und Hamburg. Die Züge verkehren derzeit nur zwischen Neumünster und Flensburg sowie zwischen Neumünster und Kiel. Zwischen Elmshorn und Neumünster hat die Bahn einen Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Feste Abfahrtszeiten gibt es für diese Busse nicht. Sie pendeln zwischen den Bahnhöfen. Reisende sollten deshalb vor Ort etwas Geduld mitbringen und mit längeren Wartezeiten rechnen.

Beim RE 70 zwischen Kiel Hbf und Hamburg Hbf kommt es zusätzlich zu Verspätungen. Teilweise halten die Züge außerdem in Horst und Dauenhof. Auch beim RE 7 und RE 70 kommt es zu Teilausfällen auf den Verbindungen zwischen Hamburg, Kiel und Flensburg.

Auch Fernverkehr zwischen Hamburg und Kopenhagen betroffen

Nicht nur der Regionalverkehr ist aus dem Takt geraten. Im Fernverkehr gibt es Probleme auf den Strecken zwischen Kiel und Hamburg sowie zwischen Kopenhagen und Hamburg. Nach Angaben der Deutschen Bahn verspäten sich die Fernverkehrszüge derzeit um etwa 50 Minuten.

Die Störung folgt auf massive Probleme, die bereits seit Dienstagabend den Bahnverkehr zwischen Hamburg und Kiel belasteten. Nach Angaben des NDR hatte ein durchtrenntes Kabel den Verkehr zwischen Hamburg und Kiel sowie Flensburg unterbrochen. Nun sorgt das defekte Stellwerk in Wrist für die nächsten Verzögerungen.

Die Bahn empfiehlt, die Verbindung vor Fahrtantritt online auf ihrer Website oder in der DB-App zu prüfen und mehr Zeit einzuplanen. Gerade bei Anschlusszügen kann sich die Lage schnell verschieben.

Wo Reisende aktuelle Informationen finden

Eine zentrale Anlaufstelle der Deutschen Bahn für Verkehrsinformationen ist „bahn.de aktuell“. Dort finden sich Meldungen zu Verspätungen, Zugausfällen, Baustellen und Umleitungen. Die Plattform bietet Echtzeitinformationen zu Störungen, Umleitungen und Streckensperrungen im DB-Netz.

Hilfreich sind unter anderem die interaktive Störungskarte mit aktuellen Zugausfällen und Streckenunterbrechungen, ein Zugradar mit Echtzeit-Positionen der Züge sowie Abfahrtstafeln für einzelne Bahnhöfe. Über den Verspätungsalarm können sich Reisende automatisch per E-Mail oder App über ihre Verbindung benachrichtigen lassen.

Für die Planung stehen außerdem eine digitale Reiseauskunft, aktuelle Streckeninformationen, die Baustellenübersicht der Deutschen Bahn und regionale Meldungen der DB Regio zur Verfügung. Die letzte Aktualisierung der Störungsmeldungen auf der genannten Übersicht ist mit dem 19. Mai 2025 angegeben. Wer heute, am 10.10.2026, zwischen Hamburg, Neumünster, Kiel, Flensburg oder Kopenhagen unterwegs ist, sollte die konkrete Verbindung trotzdem unmittelbar vor der Abfahrt noch einmal kontrollieren.