In Steinberg-Deckenhardt rollten am 28. September 2026 wieder Züge durch den Garten: Beim zweiten LGB-Fahrtag von Modellbahner Matthias Hartmann schauten rund 100 Besucher vorbei, möglicherweise waren es sogar etwas mehr. Geöffnet war die Anlage eigentlich von 14 bis 17 Uhr. Vor Ort nahm man es mit dem Ende allerdings großzügig – wer noch schauen, staunen oder eine Runde fahren wollte, musste nicht gleich den Heimweg antreten.

Die Gartenbahn steht im Maßstab 1:22,5 und füllt eine Fläche von 14 × 3,5 Metern. Zwischen Westernstadt und ländlichem europäischem Bahnhof bewegten sich die Züge über insgesamt rund 70 Meter Gleis. Es ratterte, pfiff und kreiste: Auf zwei unabhängig betriebenen Ovalen konnten im Automatikbetrieb zwei Züge gleichzeitig im Gegenverkehr fahren. Wer lieber selbst Hand anlegte, durfte die Bahn auch per Handsteuerung bedienen.

Vom „Deutschen Krokodil“ bis zum Mauszug

Auf den Gleisen war einiges unterwegs. Zu sehen waren eine Straßenbahn, ein Nahverkehrszug mit dem „Deutschen Krokodil“ der Baureihe 194, ein Westernzug unter Dampf, der Mauszug mit einer Lokomotive der Baureihe 260, dem sogenannten „Dreibein“, und ein kleiner Bauzug. Gerade der dampfende Westernzug passte natürlich bestens zwischen die Szenerie – ein bisschen Wildwest, ein bisschen Bahnhof, dazu jede Menge Bewegung.

Für Kinder stand eine separate Lego-Bahn bereit. Dort konnten sie die Züge selbst steuern, statt nur über die Schulter der Erwachsenen hinwegzuschauen. Das wurde genutzt, und zwar mit sichtlichem Eifer: Regler in der Hand, Augen auf der Strecke, bloß keinen Halt verpassen.

Unterstützung kam von sechs Mitgliedern der „Mini Truck Freunde Saar“ aus Neunkirchen. Die Modelltrucker brachten ferngesteuerte Lastwagen, Gabelstapler und Verladegeräte im Maßstab 1:14 mit. Auf ihrer kleinen Baustelle wurden Paletten und Holz verladen, außerdem zeigten sie den Güterumschlag zwischen Straße und Bahn. Da war ordentlich Betrieb – nur ohne hupende Lastwagenkolonne vor dem Baumarkt.

Neue Details für den Fahrtag

Matthias Hartmann hatte seine Anlage für die Veranstaltung erweitert. Bei der Ritterburg und auf dem Friedhof kamen zusätzliche Figuren hinzu, außerdem ein Haus im Rohbau und ein weiteres Gebäude. Der Bahnsteig wurde um 60 Zentimeter verlängert, im Westerndorf entstand ein zusätzlicher Bahnsteig.

Auch in den kleineren Szenen tat sich etwas: In der Schafherde standen weitere Tiere, ein Lanz-Bulldog-Traktor kam dazu, und zahlreiche neue Figuren bevölkerten die Anlage. Solche Veränderungen sind leicht zu übersehen, wenn gerade ein Zug vorbeifährt. Wer aber stehen blieb und genauer hinschaute, entdeckte an jeder Ecke neue Geschichten – auf dem Friedhof ebenso wie an der Ritterburg oder beim Güterumschlag.

Pläne für 2027

Für 2027 hat Hartmann bereits weitere Arbeiten an der Gartenbahnanlage vorgesehen. Geplant sind eine Straße mit Fahrzeugen, zusätzliche Figuren im Westernbereich und natürliche Vegetation. Dann dürfte es zwischen den Schienen nicht nur auf den Gleisen, sondern auch am Straßenrand wieder ein Stück lebendiger werden.