Notarzteinsatz legt Stuttgarts S-Bahn-Stammstrecke lahm
Am Samstagnachmittag, 3. Oktober 2026, kam der S-Bahn-Verkehr in Stuttgart auf der Stammstrecke zwischen Stuttgart-Hauptbahnhof und Stuttgart-Vaihingen vorübergehend zum Erliegen. Rund eine Stunde lang war die Verbindung eingeschränkt – ausgerechnet an einem Tag, an dem in der Stadt ohnehin viel los war.
Grund war ein Notarzteinsatz im Hauptbahnhof. Nach ersten Erkenntnissen stürzte dort ein Mensch und wurde von einer einfahrenden S-Bahn erfasst. Die Person wurde zwischen Zug und Bahnsteigkante eingeklemmt. Zum Gesundheitszustand lagen zunächst keine Informationen vor. Die Bundespolizei ging beziehungsweise ging vermutlich von einem Unfall aus.
Gleis 102 gesperrt, Linien betroffen
Im Tiefbahnhof wurde Gleis 102 gesperrt. Von den Einschränkungen waren alle S-Bahn-Linien auf dem betroffenen Abschnitt zwischen Hauptbahnhof und Vaihingen betroffen. Zeitweise fielen Züge aus oder wurden umgeleitet.
Der Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) meldete um 15.20 Uhr das Ende des Einsatzes. Anschließend wurde der S-Bahn-Verkehr schrittweise wieder aufgenommen. Ganz rund lief es aber zunächst nicht: Wegen vorheriger Umleitungen und veränderter Fahrzeugumläufe mussten Reisende weiterhin mit Verspätungen, einzelnen Zugausfällen und kurzfristigen Fahrplanänderungen rechnen.
Viel Betrieb wegen Wasen und Demonstration
Die Lage war zusätzlich angespannt, weil wegen eines Volksfestes auf dem Cannstatter Wasen und einer Großdemonstration besonders viele Menschen mit Bus und Bahn unterwegs waren. Entsprechend stark war der öffentliche Nahverkehr ausgelastet. Für Fahrgäste hieß es daher: vor der Fahrt nochmals die Verbindung prüfen und etwas mehr Zeit einplanen – selbst nachdem die Strecke wieder freigegeben worden war.
