Heute ist der 22.10.2026, und man könnte sagen, die ÖBB stehen kurz davor, das Eisenbahnnetz in Österreich und darüber hinaus auf den Kopf zu stellen. Am 14. Oktober wurde in Wien der neue Fahrplan für 2027 vorgestellt, der ab dem 13. Dezember 2026 in Kraft tritt. Es ist nicht nur ein simpler Fahrplanwechsel, oh nein! Es ist eine richtige Aufwertung für Reisende, mit neuen Direktverbindungen und modernen Zügen, die jetzt schon für die kommenden Reisen gebucht werden können.

Das Angebot der ÖBB wird vor allem durch die Koralmbahn ergänzt. Diese wichtige Verbindung sorgt dafür, dass die Reisenden künftig noch besser von Graz nach Villach kommen. Wer von Graz nach Maribor möchte, hat jetzt auch die Möglichkeit, direkt am Flughafen Graz auszusteigen. Und für alle Frühaufsteher gibt’s eine neue Verbindung, die um 04:48 Uhr von Graz nach Klagenfurt startet – perfekt für einen frühen Start in den Tag oder einen spontanen Ausflug. Die Ostregion wird ebenfalls aufgewertet, mit schnelleren Verbindungen zwischen Wolfsthal und Wien und zusätzlichen Zügen, die Wien mit Wiener Neustadt, Eisenstadt und Wulkaprodersdorf verbinden.

Internationale Verbindungen und neue Fahrzeuge

Ein weiteres Highlight sind die internationalen Verbindungen. Nach der Generalsanierung der Strecke Passau–Nürnberg kehren die ICE-Züge endlich zurück nach Nürnberg, Frankfurt, Dortmund und Berlin. Das bedeutet, dass es ab Dezember gleich zehn ICE-Verbindungen täglich von Wien nach Nürnberg geben wird. Auch die Nacht-ICE-Verbindung nach Stuttgart sorgt für neuen Schwung im Nachtverkehr. Wer nach Italien möchte, kann sich ab Sommer 2027 auf den Hochgeschwindigkeitszug Frecciarossa freuen, der von München über Innsbruck nach Mailand und Rom fährt. Ein echter Leckerbissen für alle Reisenden!

Und die neuen Fahrzeuge? Die ÖBB haben ordentlich in die Hand genommen. 27 Cityjet-Doppelstockzüge kommen in den Nahverkehr, während für den grenzüberschreitenden Nahverkehr zwischen Tirol und Südtirol gleich sechs neue Coradia-Stream-Züge bereitstehen. Im Fernverkehr werden zehn neue Railjets der neuesten Generation und 14 neue Railjet-Doppelstockzüge eingesetzt. Insgesamt investieren die ÖBB bis 2030 stolze 6,1 Milliarden Euro in 330 neue und moderne Züge. Das ist doch mal ein Wort!

Bauarbeiten und Einschränkungen

Natürlich gibt es immer auch ein paar Herausforderungen. Vom 8. Februar bis 9. Juli 2027 wird das Deutsche Eck zwischen Freilassing und Rosenheim wegen Bauarbeiten am deutschen Schienennetz gesperrt. Gleichzeitig wird die Tauernstrecke zwischen Schwarzach-St. Veit und Mallnitz-Obervellach für die zweite Etappe der Tunnel- und Streckensanierung vollständig gesperrt. Aber keine Sorge, die ÖBB und die Deutsche Bahn haben sich Ersatz- und Umleitungskonzepte überlegt. Für Reisen nach Tirol, Vorarlberg und Zürich gibt es je nach Ziel durchgehende Züge mit etwas längerer Fahrzeit oder Reiseketten mit Schienenersatzverkehr.

Die Fahrplandaten für 2027 sind noch nicht vollständig, und Änderungen sind jederzeit möglich. Daher empfiehlt es sich, den aktuellen Fahrplan vor der Reise erneut zu prüfen. Das ÖBB-Kund:innenservice ist unter 05-1717 erreichbar – ein kleiner Tipp am Rande!

Investitionen in die Zukunft

Abgerundet wird das Ganze durch den Rahmenplan 2027–2032, der mit einer Investitionssumme von 19,5 Milliarden Euro für das ÖBB-Bahnnetz aufwartet. Diese Mittel sind wichtig, um die Infrastruktur zu stabilisieren und die Netzkapazität zu erhöhen. Auch die Dekarbonisierung des Bahnverkehrs und die Digitalisierung stehen ganz oben auf der Agenda. Für die Instandhaltung des bestehenden Netzes sind zusätzlich rund 5 Milliarden Euro vorgesehen. Da wird also kräftig angepackt, um den Bahnverkehr in Österreich noch effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten.

Insgesamt zeigt sich, dass die ÖBB mit einem klaren Plan in die Zukunft gehen und sowohl die Infrastruktur als auch das Reiseangebot erheblich verbessern wollen. Ein Grund mehr, sich auf die kommenden Fahrten zu freuen!