Oktober 2026: Was sich für Autofahrer, Gartenbesitzer und Bahnreisende ändert
Der Oktober 2026 bringt für Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und den Alltag rund um Bahnhöfe einige Änderungen. Für Reisende, Autofahrer, Familien und Hausbesitzer ist einiges dabei – vom Tankrabatt bis zum Heckenschnitt. Und wer am Monatsende morgens verschlafen aus dem Fenster schaut, bekommt wieder mehr Helligkeit ab.
Heute, am 28. September 2026, lohnt sich deshalb ein Blick auf die kommenden Wochen. In der Region treffen Herbstferien, Volksfeste, digitale Neuerungen und neue Regeln aufeinander. Manches ist längst bekannt, anderes dürfte im täglichen Betrieb doch auffallen.
Neue Regeln für Verkehr, Tanken und Bahnhöfe
Vom 1. Oktober bis zum Jahresende soll die Steuer auf Benzin und Diesel insgesamt um rund 17 Cent je Liter sinken. Dafür wird die Energiesteuer auf Kraftstoffe gesenkt; einschließlich Mehrwertsteuer ergibt sich die staatliche Entlastung von etwa 17 Cent pro Liter. Die Maßnahme kostet voraussichtlich 2,5 Milliarden Euro, die Hälfte davon tragen die Bundesländer. Ein zusätzlich beschlossener Spritpreisdeckel soll voraussichtlich zum 1. Januar eingeführt werden.
Ganz neu ist der Tankrabatt nicht: Bereits im Mai und Juni waren die Preise dadurch niedriger. Laut Bundeskartellamt gaben Mineralölkonzerne die Steuerentlastung allerdings nicht vollständig weiter. Verbraucherschützer und Sozialverbände kritisierten außerdem, dass die Maßnahme nicht zielgerichtet sei und auch Menschen ohne Unterstützungsbedarf entlaste. Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm bemängelte die Subventionierung von Verbrennerfahrzeugen zulasten der jüngeren Generation. Unterstützung kam dagegen vom Bauernverband.
Ab 15. Oktober gilt deutschlandweit ein generelles Alkoholverbot an Bahnhöfen. Die Deutsche Bahn weitet die Regel auf alle Bahnhöfe in Deutschland aus. Zuvor galt sie unter anderem am Berliner Hauptbahnhof, am Bahnhof Gesundbrunnen, in Kiel und Braunschweig; einige Bahnhöfe in Köln, München und Hamburg waren schon länger alkoholfrei.
Ausgenommen bleiben gastronomische Bereiche, in denen weiterhin Alkohol ausgeschenkt werden darf. In Fernzügen bleibt der Alkoholkonsum erlaubt, im Regionalverkehr gelten weiterhin regional unterschiedliche Regelungen. Wer sich an einem Bahnhof nicht daran hält, muss mit einem Platzverweis rechnen; Wiederholungstäter können ein Hausverbot erhalten.
Uhren zurück, Hecken vor
In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober werden die Uhren um 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt. Die Sommerzeit endet damit, morgens wird es wieder früher hell, nachmittags beziehungsweise abends früher dunkel. Für manche ist das eine willkommene Stunde, andere brauchen ein paar Tage, bis der Biorhythmus wieder rundläuft.
Gegner der Zeitumstellung verweisen auf mögliche Auswirkungen auf den Biorhythmus und bezweifeln, dass dadurch tatsächlich Energie eingespart wird. Das EU-Parlament stimmte 2019 für eine Abschaffung, ein einheitlicher Beschluss der EU-Mitgliedstaaten ist aber bisher nicht zustande gekommen. Die EU-Kommission lässt derzeit eine Studie zu den Entscheidungsgrundlagen erstellen, die voraussichtlich Ende des Jahres fertig wird.
Für Gartenbesitzer endet am 1. Oktober die vom 1. März bis Ende September geltende Schonzeit für nistende Vögel. Bäume, Hecken und Büsche dürfen wieder weitgehend zurückgeschnitten oder entfernt werden. Während der Schonzeit waren nur schonende Form- und Pflegeschnitte erlaubt. Ab Ende Februar gilt zum Schutz brütender Vögel erneut ein Verbot für radikale Rückschnitte.
Ferien, Feste und Kastanienküche
In Rheinland-Pfalz sind vom 5. bis 16. Oktober Herbstferien, in Baden-Württemberg vom 26. bis 30. Oktober. Dazwischen liegen mehrere Veranstaltungen, bei denen es vermutlich nicht ganz leise zugehen wird.
Das Deutsche Weinlesefest in Neustadt läuft bis 12. Oktober. Die Wahl der Pfälzischen Weinhoheiten findet am 2. Oktober statt, der Winzerfestumzug folgt am 11. Oktober. In Stuttgart dauert das Cannstatter Volksfest ebenfalls bis 11. Oktober; zum Abschluss des 179. Volksfests gibt es ein Musik-Feuerwerk.
In der Pfalz stehen vom 1. Oktober bis 15. November die Keschdewochen auf dem Programm. Gastronomiebetriebe servieren Spezialitäten mit Esskastanien – nussig, deftig, manchmal süß, und der Geruch bleibt gern noch eine Weile an der Jacke hängen.
In Münstertal werden am 3. Oktober die Rinder traditionell von der Sommerweide ins Tal gebracht. Zum Viehabtrieb gehören ein Umzug mit geschmückten Kühen und ein Volksfest. Ebenfalls am 3. Oktober wird der Tag der Deutschen Einheit begangen. 2026 fällt der Feiertag auf einen Samstag, die Geschäfte bleiben geschlossen.
Am 2. Oktober findet in Baden-Württemberg außerdem die Lange Nacht der Demokratie statt. In fast 90 Städten und Gemeinden sind mehr als 196 Veranstaltungen geplant, erwartet werden rund 20.000 Besucher.
Digitales im Alltag
Vom 10. bis 25. Oktober lädt die Code Week Baden-Württemberg zu Workshops und Mitmachangeboten rund um Programmieren, Spieleentwicklung und digitale Kunst ein. Die Eröffnung findet in der experimenta in Heilbronn statt. Viele Angebote sind kostenlos – ein guter Anlass, selbst einmal an Code, Pixeln oder einem kleinen Spiel herumzuprobieren.
Für persönliche Vorsorge ändert sich ab dem 1. Oktober ebenfalls etwas: Im Zentralen Vorsorgeregister können elektronische Volltexte von Vorsorgevollmachten, Betreuungsverfügungen und Patientenverfügungen hinterlegt werden. Zugriff haben im Notfall behandelnde Ärzte und Betreuungsgerichte. Privatpersonen müssen dafür Notare oder Anwälte beauftragen. Bisher waren dort lediglich Angaben zum Inhalt der Dokumente gespeichert, nicht die Dokumente selbst.
Auch Führungszeugnisse können ab dem 1. Oktober digital ausgestellt werden. Die Zustellung erfolgt über das BundID-Konto als PDF, ein QR-Code ermöglicht die Echtheitsprüfung. Die Beantragung war bereits zuvor digital möglich, das Dokument kam anschließend jedoch per Post in Papierform. Die klassische Papiervariante bleibt weiterhin verfügbar.
Am 14. Oktober beendet Microsoft den kostenlosen Support und die Sicherheitsupdates für Windows 10. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, sich über Windows 11 oder Alternativen zu informieren. Für ältere Rechner kann das eine lästige Frage werden: weiterarbeiten, aufrüsten oder doch umsteigen?
