Rheinbahn-Warnstreik legt Düsseldorfs Nahverkehr am 10. März lahm
Für Dienstag, 10. März 2026, hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten der Rheinbahn in Düsseldorf zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Los geht es um 3 Uhr. Der reguläre Betrieb soll am Mittwoch, 11. März, gegen 4 Uhr wieder anlaufen – bis in die Morgenstunden hinein sind allerdings einzelne Ausfälle möglich.
Für Fahrgäste bedeutet das: Fast alle U-Bahn-, Straßenbahn- und Buslinien stehen still. Betroffen ist das gesamte Rheinbahn-Netz in Düsseldorf, im Kreis Mettmann und in Meerbusch, außerdem Verbindungen nach Duisburg, Krefeld, Neuss und Ratingen. Die Rheinbahn-KundenCenter bleiben am Streiktag geschlossen.
Diese Busse sollen voraussichtlich fahren
Einige Linien sollen nach Fahrplan unterwegs sein, überwiegend mit Fahrzeugen von Fremd- oder Tochterunternehmen. Eine Garantie gibt es ausdrücklich nicht. Änderungen sind möglich; welche Fahrten tatsächlich durchgeführt werden, zeigen die Rheinbahn-App, die App „redy“ und die Rheinbahn-Website.
- O5: Erkrath S – Erkrath-Hochdahl S – Trills – Hochdahler Markt – Sandheide – Willbeck – Erkrath-Millrath S
- O6: Erkrath Haus Brück – Erkrath S – Unterfeldhaus – Kempen – Hochdahler Markt – Erkrath-Millrath S
- O13: Mettmann Schellenberg – Jubiläumsplatz – Dresdner Straße – Champagne – Mettmann-Zentrum S – Mettmann-Stadtwald S
- O14: Ratingen-Breitscheid Am Kessel – Mintarder Weg – An der Pönt – Krummenweg – Ratingen-Hösel S; TaxiBus mit Anmeldung
- O19: Ratingen Fliedner Krankenhaus – Lintorf Rathaus – Ratingen-Lintorf Mörikestraße; TaxiBus mit Anmeldung
- SB50: Rheinterrasse – Heinrich-Heine-Allee – Haan Kellertor – Haan Markt – Haan Nachbarsberg
- SB52: Flughafen Bahnhof – Freiligrathplatz – Meerbusch Schillerstraße – Meerbusch Osterath Bf
- 722: Stadthalle – Messe – Nordfriedhof – Düsseldorf Hbf – Schlesische Straße – Vennhauser Allee
- 730: Freiligrathplatz U – Unterrath – Gerresheim – Eller – Reisholz – Benrath – Josef-Kürten-Platz
- 746: Velbert ZOB – Wülfrath – Mettmann Jubiläumsplatz – Mettmann-Stadtwald S
- 751: Ratingen-Hösel S – Ratingen-Lintorf – Angermund S – Kaiserswerth Klemensplatz
- 770: Velbert ZOB – Heiligenhaus – Ratingen-Hösel S
- 771: Velbert ZOB – Heiligenhaus – Ratingen Ost S – Ratingen Mitte
- 782: Heinrich-Heine-Allee – Uni-Kliniken – Hilden Gabelung – Hilden Süd S – Solingen Hbf
- 785: Heinrich-Heine-Allee – Reisholz S – Hilden Mitte – Hilden Süd S – Langenfeld-Richrath – Langenfeld S
- 831: Krefeld HPZ Uerdingen – Krefeld Uerdingen Bf – Meerbusch Lank-Latum – Meerbusch Haus Meer
- 834: Theodor-Heuss-Brücke – Derendorf S – Engerstraße – Düsseldorf Hbf
- 835: Comeniusplatz – Kirchplatz – Universität Mitte – Holthausen – In der Steele
- 836: Am Seestern – Belsenplatz – Bilk S – Universität Süd
Die Rheinbahn übernimmt für die Fahrten von Fremd- und Tochterunternehmen keine Gewähr. Wer nicht umsonst an der Haltestelle stehen möchte, sollte kurz vor der Abfahrt nachsehen. Informationen gibt es außerdem über soziale Medien und unter der kostenlosen Servicenummer 0800 6504030.
Deutsche Bahn fährt – flexy bleibt buchbar
Nicht vom Streik betroffen sind die Deutsche Bahn und andere Eisenbahnverkehrsunternehmen. RE-, RB- und S-Bahn-Züge sollen planmäßig fahren und können teilweise als Ausweichmöglichkeit genutzt werden. Rheinbahn-Tickets bleiben innerhalb ihres jeweiligen Geltungsbereichs auch in diesen Verkehrsmitteln gültig.
Regulär unterwegs ist zudem der kostenpflichtige On-Demand-Service „flexy“. Bediengebiet und Fahrzeiten bleiben unverändert, gebucht wird über die Rheinbahn-App. Die App „redy“ zeigt darüber hinaus weitere Mobilitätsangebote an, darunter E-Scooter, Roller und Leihfahrräder.
Tarifrunde ohne Ergebnis
Hinter dem Warnstreik steht die Tarifrunde für rund 30.000 Beschäftigte in etwa 30 kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen. Die zweite Verhandlungsrunde mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband NRW endete am 3. März in Bochum ohne Ergebnis.
Nach Angaben von Ver.di legte die Arbeitgeberseite kein verhandlungsfähiges Angebot vor und schlug Verschlechterungen bei der Krankengeldregelung sowie bei den Nachtzuschlägen vor. Ver.di fordert unter anderem, die Wochenarbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich zu verkürzen, die Ruhezeit zwischen zwei Schichten von 10 auf 11 Stunden zu verlängern und die Zuschläge für Sonn-, Nacht- und Wochenendarbeit zu erhöhen.
Auch bessere Arbeitsbedingungen gehören zu den Forderungen. Damit soll der Beruf attraktiver werden und der Fachkräftemangel bekämpft werden. Ver.di wirft der Arbeitgeberseite vor, die Verhandlungen zu verzögern. Diese wiederum hält die Forderungen angesichts der angespannten Finanzlage vieler Verkehrsbetriebe für zu weitgehend.
Die nächste Verhandlungsrunde ist ab dem 24. März 2026 geplant. Am Mittwoch, 11. März, soll die ÖPNV-Streikwelle zunächst mit Streiks bei mehreren Betrieben am Niederrhein fortgesetzt werden.
