Riesbahn zwischen Nördlingen und Donauwörth nach Hitzeschäden wieder schneller unterwegs
Auf der Riesbahn zwischen Nördlingen und Donauwörth sind die Langsamfahrstellen nach knapp zwei Monaten beseitigt. Deutsche Bahn und Arverio teilten das am Montag mit. Die Züge sollen dort nun wieder deutlich pünktlicher unterwegs sein – eine Nachricht, auf die Pendlerinnen und Pendler vermutlich schon ziemlich gewartet haben.
Eigentlich war die Beseitigung zunächst für November angekündigt worden. DB InfraGO konnte die notwendige Maschine jedoch bereits in der vergangenen Woche auf der Riesbahn einsetzen. Die Arbeiten begannen in den Nächten auf Donnerstag und Freitag, über das Wochenende waren noch Restarbeiten erforderlich.
Hitzeschäden hatten den Verkehr ausgebremst
Anfang August hatten sich die Schienen aufgrund starker Hitze verformt. Wegen dieser hitzebedingten Schäden an den Gleisanlagen musste DB InfraGO mehrere Langsamfahrstellen einrichten. Besonders deutlich war die Einschränkung bei Wörnitzstein: Auf einer 1,6 Kilometer langen Strecke galt dort ein Tempolimit von 20 statt 100 km/h.
Die Folgen waren im Betrieb schnell zu spüren. Auf der eingleisigen Strecke schaukelten sich Verspätungen auf und übertrugen sich auf Züge in der Gegenrichtung. Wiederholt kamen Züge mehr als 30 Minuten zu spät, einzelne Verbindungen mussten ausfallen, damit sich der Betrieb zumindest teilweise stabilisieren ließ. Arverio hatte damals angekündigt, auch in den kommenden Tagen mit hohen Verspätungen zu rechnen, und nach eigenen Angaben gemeinsam mit den beteiligten Stellen an einer Lösung gearbeitet.
Verspätungen reichten bis ins Augsburger Netz
Ab Donauwörth wirkten sich die Probleme auf das gesamte Augsburger Arverio-Netz aus. Jeder zweite Zug soll dort nach München weiterfahren. Verpasste Anschlüsse sowie geplante Zugvereinigungen und -trennungen, die mit erheblichen Verspätungen erfolgten, machten die Fahrt für viele Reisende zusätzlich mühsam. Arverio-Geschäftsführer Arno Beugel bezeichnete die Verspätungen als für die Fahrgäste unzumutbar.
Nach Angaben von DB InfraGO konnten die Gleisschäden voraussichtlich erst Mitte November repariert werden. Dass die erforderliche Maschine nun früher verfügbar war, brachte deshalb eine unerwartete Beschleunigung. Ein bisschen Glück im richtigen Moment – im Bahnbetrieb ist das offenbar auch eine Nachricht wert.
Zwischen Nördlingen und Aalen bleibt es langsamer
Ganz frei von Einschränkungen ist die Riesbahn allerdings nicht. Zwischen Nördlingen und Aalen bestehen weiterhin vier Langsamfahrstellen. Dort werden die Züge jedoch nicht auf 20 km/h abgebremst, weshalb sich die Fahrzeit weniger stark verlängert.
Für den Abschnitt zwischen Nördlingen und Donauwörth erwartet Arverio künftig deutlich pünktlichere Züge. Die hitzebedingten Schäden sind dort beseitigt, die letzten Arbeiten abgeschlossen – und auf der eingleisigen Strecke dürfte damit hoffentlich wieder etwas mehr Ruhe einkehren.
Quelle: https://www.augsburger-allgemeine.de/noerdlingen/riesbahn-langsamfahrstellen-zwischen-noerdlingen-und-donauwoerth-beseitigt-115384355
Quelle: https://www.arverio-by.de/news/riesbahn-sorgt-weiterhin-fuer-aerger-2118
