Zwei Sperrwochenenden für den Brückenbau am Offenbacher Kreuz
Am Offenbacher Kreuz wird es an zwei Wochenenden ungemütlich: Wegen umfangreicher Brückenbauarbeiten ist die A3 in Richtung Köln vollständig gesperrt. Wer dort unterwegs ist, muss sich auf Umwege einstellen. Die A661 bleibt von den Sperrungen unberührt, der Verkehr auf der A3 wird weiträumig umgeleitet.
Das erste Sperrwochenende beginnt am Samstag, 24. Oktober 2026, um 20:00 Uhr und dauert voraussichtlich bis Sonntag, 25. Oktober, 20:00 Uhr. Eine Woche später folgt die zweite Unterbrechung: von Samstag, 31. Oktober 2026, 20:00 Uhr, bis voraussichtlich Sonntag, 1. November, 11:00 Uhr. Gerade am Offenbacher Kreuz, wo täglich rund 160.000 Fahrzeuge unterwegs sind, dürfte das für ordentlich Geduld hinter dem Lenkrad sorgen.
Schwere Lasten, millimetergenaue Arbeit
Am ersten Wochenende werden neue Brückenlängsträger eingehoben. Die Stahlbauteile sind zuvor montiert worden und werden nun mit Schwerlastkränen zum Einbauort transportiert. Dort müssen sie millimetergenau platziert werden – langsam, präzise und mit wenig Spielraum für Hektik. Ein Vorgang, bei dem vermutlich niemand danebensteht und denkt: Das geht schon irgendwie.
Beim zweiten Sperrwochenende kommen ebenfalls Kräne zum Einsatz. Dann werden die Schalungen eingehoben. Die Arbeiten sind Teil des Ersatzneubaus am Offenbacher Kreuz, das die A3 mit der A661 verbindet und zu den meistbefahrenen Verkehrsknotenpunkten Hessens gehört.
Weitere Sperrungen bereits angekündigt
Im November soll die A3 in Richtung Würzburg für einen weiteren Bauabschnitt gesperrt werden. Bis Mitte 2027 sollen die Teilbauwerke weitgehend fertig sein, damit der Verkehr der A661 darauf verlegt werden kann. Danach stehen weitere Abriss- und Neubauarbeiten an. Die vollständige Fertigstellung des Ersatzbauwerks am Offenbacher Kreuz ist für 2029 geplant.
Für die kommenden Jahre sind weitere Bauphasen und Sperrungen angekündigt. Das klingt nach einem langen Atem für Pendler, Speditionen und alle, die regelmäßig durch das Kreuz müssen. Die Baustelle verschwindet also nicht nach einem Wochenende wieder aus dem Alltag.
Brückenbau als Teil größerer Infrastrukturaufgaben
Der Bund stellt mit dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität zusätzliche Mittel für den Erhalt und die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur bereit. Ein Teil davon fließt in die Bundesfernstraßen und damit in Projekte der Autobahn GmbH.
Finanziert werden im Autobahnnetz vor allem die Instandsetzung und der Ersatzneubau von Brücken, die Sanierung von Tunneln sowie die Erneuerung von Fahrbahnen. Viele Bauwerke stammen aus früheren Jahrzehnten und müssen an das heutige Verkehrsaufkommen angepasst werden – ein Punkt, der am stark belasteten Offenbacher Kreuz ziemlich greifbar wird.
Die Mittel dienen geplanten Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen ebenso wie Ersatzneubauten. Außerdem können Projekte finanziert werden, die bereits vor Einrichtung des Sondervermögens begonnen wurden. Eine Übersicht der mit diesen Mitteln umgesetzten Autobahnprojekte wird fortlaufend ergänzt.
