Auf der Osttangente Basel laufen an diesem Wochenende die letzten Belagsarbeiten im Bereich des Tunnels Schwarzwald und der Brücke Bäumlihof. Los geht es am Freitag, 2. Oktober 2026, um 21:00 Uhr. Bis Sonntag, 4. Oktober 2026, 12:00 Uhr, soll der Einsatz abgeschlossen sein.

Für Autofahrerinnen und Autofahrer bedeutet das vor allem in Richtung Schweiz Geduld. Die Osttangente ist ein rund sechs Kilometer langer Abschnitt der Autobahn A2 zwischen dem Tunnel Schweizerhalle und der Grenze zu Deutschland. Im Tunnel Schwarzwald wird der Belag in Fahrtrichtung Schweiz erneuert. Zeitweise wird es dabei lärmintensiv, wobei der Tunnel den Schall abschirmt.

Ein Fahrstreifen durch die Gegenröhre

Der Verkehr Richtung Schweiz wird auf einem Fahrstreifen durch die Gegenröhre geführt. In Richtung Deutschland und Frankreich bleiben zwei Fahrstreifen offen. Trotzdem wird in Fahrtrichtung Schweiz mit erheblichen Verkehrsbehinderungen gerechnet – ein zähes Wochenende ist also durchaus drin.

Zusätzlich sind mehrere Ein- und Ausfahrten gesperrt: Die Einfahrt Wettsteinallee bleibt in Richtung Deutschland und Frankreich geschlossen. In Richtung Schweiz fallen die Einfahrten Freiburgerstrasse und Riehenstrasse weg. Ebenfalls gesperrt ist die Ausfahrt Wettsteinallee in Richtung Schweiz.

Fünf Wochenenden auf der Osttangente

Die Belagsarbeiten im Tunnel Schwarzwald und auf der Brücke Bäumlihof dauerten insgesamt fünf Wochenenden. Begonnen haben sie am 4. September 2026. Mit dem aktuellen Einsatz werden diese Arbeiten am Wochenende abgeschlossen.

Ganz fertig ist der Tunnel Schwarzwald damit noch nicht. Bis Ende Oktober folgen Abschlussarbeiten, jeweils nachts von Sonntagabend bis Freitagmorgen. Am Fahrbahnrand wird Gussasphalt eingebracht, außerdem werden definitive Schachtdeckel in die Fahrbahn eingebaut. Diese Arbeiten sind voraussichtlich lärmarm. Unter der Woche kann es vereinzelt zu Nachtsperrungen kommen; dann wird der Verkehr über das untergeordnete Strassennetz umgeleitet.

Sanierung bei laufendem Verkehr

Die Arbeiten gehören zur Gesamtsanierung der Osttangente, die den Betrieb des Autobahnabschnitts für die nächsten 20 bis 25 Jahre sichern soll. Der Belag wird auf der gesamten Osttangente erneuert, damit die Gebrauchstauglichkeit der Autobahn erhalten bleibt. Auch die Betriebs- und Sicherheitsanlagen werden modernisiert – mit dem Ziel, die Verkehrssicherheit zu verbessern und den Verkehrsfluss zu optimieren.

Weil die Strecke stark frequentiert und verkehrlich wichtig ist, bleibt die Osttangente während der Sanierung befahrbar. Die Arbeiten werden deshalb in mehreren Projektetappen mit einzelnen Teilprojekten beziehungsweise Einzelmassnahmen abgewickelt. Jeweils wird nur ein Teilabschnitt saniert. Die einzelnen Massnahmen sollen möglichst rasch umgesetzt werden, damit die Auswirkungen auf den Verkehr und die Bevölkerung in den angrenzenden Siedlungsgebieten begrenzt bleiben.

Auch die Bauwerke selbst werden angepasst: Brückenplatten und Stützkonstruktionen erhalten Verstärkungen, damit sie dem höheren Verkehrsaufkommen und insbesondere den schwereren Lastwagen als früher standhalten. Gleichzeitig wird die Erdbebensicherheit der Bauwerke verbessert.

Mehr Schutz vor Verkehrslärm

Zur Sanierung gehört außerdem der Lärmschutz entlang der Osttangente. Er wird erneuert und erweitert. Die Fahrbahnen bekommen, soweit möglich, lärmarme Beläge. Lärmschutzwände werden erneuert, in bestimmten Abschnitten verlängert und teilweise durch wirksamere, schallabsorbierende Lärmschutzkassetten ersetzt.

Damit die Belastung für Anwohnerinnen und Anwohner möglichst klein bleibt, finden die Arbeiten grösstenteils tagsüber statt. Am Wochenende im Tunnel Schwarzwald lässt sich der Baulärm allerdings nicht ganz wegzaubern; immerhin schluckt die Tunnelröhre einen Teil davon.

Quelle: Nau.ch; Hintergrund: ASTRA, Projektübersicht A2-Osttangente