Nach fast zehn Jahren Planung ist klar: Haribo baut kein neues Werk in Neuss-Holzheim. Die geplante Investition von rund 300 Millionen Euro wurde endgültig aufgegeben. Stattdessen soll der bestehende Standort an der Ruwerstraße weiterentwickelt und modernisiert werden.

Die Konzernleitung informierte Bürgermeister Reiner Breuer am Montag persönlich über die Entscheidung. Für Holzheim bedeutet das, dass der geplante Neubau vom Tisch ist – und damit auch der vorgesehene Umzug der Maoam-Produktion.

Maoam bleibt an der Ruwerstraße

Im Neubau in Holzheim sollte die Produktion der Maoam-Kaubonbons gebündelt werden. Das Werk an der Ruwerstraße produziert Maoam allerdings schon seit Jahrzehnten. Nun soll dieser Standort nicht aufgegeben, sondern auf den nächsten Entwicklungsschritt vorbereitet werden.

Wie die Modernisierung im Einzelnen aussehen soll, ist bislang nicht bekannt. Auch zu den konkreten Auswirkungen der Entscheidung auf die Beschäftigten enthält der vorliegende Artikelabschnitt keine Angaben.

Neuer Weg statt Neubau

Die Entscheidung verändert damit die Richtung des Bauprojekts deutlich: Aus dem geplanten Neubau in Holzheim wird eine Weiterentwicklung des bestehenden Haribo-Standorts an der Ruwerstraße. Für die Stadt Neuss endet damit eine jahrelange Perspektive, die mit einer Investition von rund 300 Millionen Euro verbunden war.

Mehr steht zunächst nicht fest. Der süße Kern der Sache bleibt aber an seinem bisherigen Ort – dort, wo in Neuss seit Jahrzehnten Maoam produziert wird.