Heute ist der 22.10.2026 und die Bauwirtschaft in Thüringen zeigt sich von ihrer starken Seite! Wenn man die Zahlen betrachtet, wird schnell klar, dass das Bauhauptgewerbe im Freistaat nach wie vor auf einem stabilen Kurs fährt. Im Zeitraum von Januar bis August 2026 meldeten die berichtspflichtigen Betriebe, die in der Regel mindestens 20 Mitarbeiter beschäftigen, beeindruckende 1,6 Milliarden Euro an Auftragseingängen. Das sind sage und schreibe 14,2 % mehr als im Vorjahreszeitraum! Da kann man nur staunen, wie das Bauwesen in Thüringen floriert.

Der baugewerbliche Umsatz kam auf ähnlich beeindruckende knapp 1,6 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 3,2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Man sieht, dass alle Bauarten höhere Auftragseingänge verzeichnen konnten. Besonders bemerkenswert ist hierbei der öffentliche Bau und Straßenbau, die sich über ein Auftragsplus von rund 107,3 Millionen Euro freuen dürfen – ein Zuwachs von 13,1 %. Auch der Umsatz in diesem Bereich stieg um 2,7 %.

Wohnungsbau und regionale Entwicklungen

Im Wohnungsbau sieht es etwas gemischter aus. Hier gab es zwar ein Auftragsplus von etwa 24,6 Millionen Euro oder 27,0 %, aber beim Umsatz stehen wir noch 0,6 % unter dem Vorjahresniveau. Verwirrend, oder? Das zeigt, dass die Aufträge zwar zahlreich sind, die Umsetzung und Abrechnung jedoch teilweise noch auf sich warten lassen. Zwischen Auftragseingang und Umsatz liegen schließlich auch Genehmigungs-, Planungs-, Beschaffungs- und Bauphasen. Das muss alles koordiniert werden.

Wenn wir uns die regionale Umsatzentwicklung anschauen, wird das Bild noch interessanter. In insgesamt 10 Landkreisen und kreisfreien Städten wurden Umsatzsteigerungen registriert. Der Landkreis Greiz führt mit einem fantastischen +34,0 %, gefolgt vom Unstrut-Hainich-Kreis mit +25,2 % und dem Weimarer Land mit +22,5 %. Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch Regionen, die Rückgänge verzeichnen mussten. So fiel der Umsatz in der Stadt Gera um erschreckende −29,4 %, während der Landkreis Hildburghausen und der Landkreis Gotha Rückgänge von −17,9 % und −17,4 % hinnehmen mussten.

Ein Blick in die Zukunft

Die Zahlen sind mehr als nur Statistiken; sie spiegeln die Realität der Bauwirtschaft wider. Im ersten Halbjahr 2026 konnte Thüringens Bauhauptgewerbe bereits deutlich mehr Auftragseingänge verzeichnen – ein Plus von 20,8 % auf rund 1,27 Milliarden Euro. Das heißt, es gibt viel zu tun! Viele der neu erteilten Aufträge werden erst in den kommenden Monaten umgesetzt, was die Branche beschäftigt halten wird. Im Wohnungsbau stiegen die Auftragseingänge besonders stark, mit einem Plus von 45,3 %, während der Umsatz gleichzeitig um 5,6 % sank. Komisch, oder? Das zeigt einfach, wie dynamisch und herausfordernd die Bauwirtschaft sein kann.

Der öffentliche Bau und Straßenbau entwickelten sich ähnlich positiv, mit einem Auftragsplus von 22,7 %, was rund 131,4 Millionen Euro entspricht. Dabei entfällt mehr als die Hälfte des gesamten Auftragsvolumens auf öffentliche Hoch- und Tiefbauarbeiten sowie den Straßenbau. Die Umsatzentwicklung war regional unterschiedlich. Elf Landkreise und kreisfreie Städte meldeten höhere Umsätze, während in neun Regionen die Einnahmen zurückgingen. Besonders beeindruckend war der Umsatzplus im Landkreis Greiz mit 33,7 %.

Die Zahlen, die hier zusammengetragen werden, stammen allesamt aus dem Thüringer Landesamt für Statistik und zeigen, dass die Bauwirtschaft in Thüringen nicht nur über die Runden kommt, sondern sich auch in herausfordernden Zeiten behaupten kann. Die Beschäftigtenzahl blieb stabil, und die geleisteten Arbeitsstunden stiegen sogar um 0,5 %. Das zeigt, dass die Branche auch im Hinblick auf die Arbeitsplätze eine wichtige Rolle spielt. Im Hinblick auf die Zukunft bleibt zu hoffen, dass sich die positiven Entwicklungen fortsetzen und die baulichen Herausforderungen erfolgreich gemeistert werden. Wer weiß, was uns die nächsten Monate bringen werden? Die Bauprojekte in Thüringen jedenfalls laufen auf Hochtouren!