Vom Ein-Mann-Betrieb zum digitalen Bauunternehmen: Hauphoff feiert 50 Jahre in Verl
In Verl gibt es einen runden Geburtstag zu feiern: Die Bauunternehmen Josef Hauphoff GmbH besteht seit 50 Jahren. Was als Ein-Mann-Betrieb begann, wird heute in zweiter Generation geführt. Gründer Josef Hauphoff und sein Sohn Michael treffen wichtige Entscheidungen weiterhin gemeinsam.
Der erste Auftrag war ein Einfamilienhaus am Lerchenweg. In der Anfangszeit errichtete das Unternehmen mithilfe von Subunternehmern zwei bis drei Häuser. Josef Hauphoff ist gelernter Maurer und ausgebildeter Fliesenleger – und arbeitet noch immer täglich auf Baustellen. Sein Sohn Michael half dort schon als Kind mit, trat 1997 als Geselle in den Betrieb ein und legte 2002 seine Meisterprüfung ab.
Vom Einfamilienhaus zum Industriesektor
In den 1970er-Jahren verkaufte Hauphoff überwiegend schlüsselfertige Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften. Während des Baubooms war dieses Geschäft rund 20 Jahre lang besonders erfolgreich. In Verl sorgten unter anderem Beschäftigte von Miele und Bertelsmann für Nachfrage. Laut Firmengründer gab es für jedes Bauprojekt zwei bis drei Interessenten.
1990 wurde das ursprüngliche Ein-Mann-Unternehmen in eine GmbH umgewandelt, zugleich stellte Hauphoff den ersten Auszubildenden ein. Ab 1999 konzentrierte sich die Firma vor allem auf Rohbauten, um sich vom Wettbewerb abzuheben und in den Industriesektor vorzudringen. Das schlüsselfertige Bauen gibt es weiterhin, es macht heute etwa zehn Prozent des Umsatzes aus – Tendenz steigend.
Vom Schnepfenweg ging es über die Nickelstraße: Im Jahr 2000 zog das Unternehmen an den heutigen Standort am Brummelweg. 2021 erweiterte Hauphoff sein Tätigkeitsfeld um den Tiefbau. Inzwischen beschäftigt die Firma 61 Mitarbeiter und gilt als eine der modernsten der Branche.
Mit sechs Steinen statt mit zweien
Michael Hauphoff legt Wert auf Verbesserung, Optimierung und innovative Arbeitsweisen. Neue Geräte werden zunächst ausgeliehen und auf ihren Nutzen geprüft. Eine Trageklammer überzeugte offenbar: Mit ihr lassen sich sechs statt zwei Steine gleichzeitig transportieren. Das klingt nach einem kleinen Handgriff, macht sich auf der Baustelle aber schnell bemerkbar.
Heute ist der Betrieb umfassend digitalisiert. Zum Einsatz kommen unter anderem Lasertürme, Planungssoftware und digitale Lösungen, mit denen logistische Abläufe organisiert werden. Messbare Effizienzsteigerungen sind dabei das Ziel, nicht bloß Technik um der Technik willen.
2021 wurde Hauphoff bundesweit als bester Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet. Insgesamt stellte das Unternehmen bisher 46 Auszubildende ein. Der geplante 50. Auszubildende zum 50-jährigen Firmenjubiläum konnte allerdings nicht eingestellt werden. Bei einer „Junior-Baustelle“ errichten Auszubildende federführend ein Bauwerk. Zu den neueren Projekten gehört außerdem die vom Unternehmen unterstützte „Baumädchen-Baustelle“.
Vollmacht, Testament – und ein folgenreicher Irrtum
Eine Vorsorgevollmacht wird gern auf später verschoben. Als größter Fehler gilt jedoch, überhaupt keine anzufertigen. Wer sich beraten lässt, sollte sämtliche Familienverhältnisse und das Vermögen vollständig offenlegen – auch wenn das manchmal unangenehm ist.
Beim Testament gelten klare Formvorgaben: Es muss handschriftlich verfasst oder notariell beurkundet werden, damit es wirksam ist. Ein schnell ausgedrucktes Dokument mit Unterschrift reicht also nicht automatisch.
Nordbad soll Freizeitbad werden
In Gütersloh steht unterdessen der Umbau des Nordbads an. Für 13,5 Millionen Euro soll daraus ein Freizeitbad werden. Geplant sind zusätzliche Sport- und Spielangebote, neue Becken, Rutschen, Kletternetze und Trendsportflächen.
Die gesamte Wasserfläche soll dabei um etwa ein Viertel verkleinert werden. Bundesmittel wurden nicht bewilligt. Deshalb will die Stadt Gütersloh die Finanzierung vollständig aus dem eigenen Budget übernehmen; die Stadtwerke sollen finanziell nicht zusätzlich belastet werden. Ein Bauprojekt mit vielen Einzelteilen – und mit einer Rechnung, die am Ende ganz ohne fremde Zuschüsse aufgehen muss.
