Heute ist der 26.09.2026, und wer an der Zapfsäule steht, schaut inzwischen meist zweimal auf die Anzeige. Laut aktuellem ADAC-Bundesländervergleich ist Benzin derzeit in Bayern am günstigsten: Ein Liter kostet dort 2,204 Euro. Dahinter folgen das Saarland mit 2,211 Euro und Baden-Württemberg mit 2,228 Euro.

Beim Diesel liegt Mecklenburg-Vorpommern vorne – oder besser gesagt: unten. Dort werden 2,367 Euro je Liter verlangt, in Sachsen-Anhalt 2,372 Euro und in Hamburg 2,376 Euro. Ein paar Cent Unterschied wirken zunächst klein, summieren sich bei einem vollen Tank aber schneller, als einem lieb ist.

Hessen und Brandenburg besonders teuer

Am oberen Ende der Benzinpreisliste stehen Hessen und Sachsen mit jeweils 2,259 Euro je Liter. Brandenburg folgt knapp dahinter mit 2,258 Euro. Diesel ist in Brandenburg mit 2,405 Euro am teuersten, vor Hessen mit 2,403 Euro und Baden-Württemberg mit 2,402 Euro. Hessen und Brandenburg gehören damit bei beiden Kraftstoffen zu den teuersten Bundesländern.

Bei Super E10 beträgt der Abstand zwischen Bayern und Hessen beziehungsweise Sachsen rund 5,5 Cent je Liter. Beim Diesel liegen zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg etwa 3,8 Cent. Wer beruflich viel fährt oder mit dem Transporter unterwegs ist, merkt solche Unterschiede nicht nur auf dem Kassenzettel, sondern irgendwann auch im Monatsbudget.

Der ADAC rät, möglichst kurz vor 12 Uhr zu tanken. Zu diesem Zeitpunkt seien die Preise im Tagesverlauf am niedrigsten. Um 12 Uhr steigen sie stark an und sinken danach langsam wieder. Über die App „ADAC Drive“ lassen sich die Preise an mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland rund um die Uhr vergleichen – praktisch, wenn die Tankanzeige gerade bei einer ohnehin ungünstigen Gelegenheit auf Reserve springt.

August 2026 mit neuem E10-Rekord

Auch der Blick auf die Monatswerte zeigt, warum viele Autofahrer beim Tanken schlucken. Im August 2026 kostete Super E10 durchschnittlich 2,145 Euro je Liter, Diesel lag bei 2,223 Euro. Super E10 erreichte damit ein neues Allzeithoch beim Monatsdurchschnitt. Die Preise stiegen nach dem Ende des Tankrabatts weiter.

Der teuerste Tanktag im August war der 23. August. Super E10 kostete an diesem Tag durchschnittlich 2,188 Euro je Liter, Diesel 2,283 Euro. Noch höhere Tageswerte gab es 2026 bereits im Frühjahr: Diesel war am 7. April 2026 mit 2,446 Euro je Liter so teuer wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen. Super E10 erreichte am 6. April 2026 mit 2,191 Euro je Liter den höchsten Tagesdurchschnitt des Jahres. Dieser Wert lag knapp unter dem bisherigen Allzeithoch von 2,203 Euro je Liter vom 14. März 2022.

Der lange Blick zurück

Das teuerste Tankjahr war 2022. Super E10 kostete im Jahresdurchschnitt 186,0 Cent je Liter, Diesel 194,6 Cent. Damit war Super E10 rund 27 Cent je Liter teurer als im bisherigen Rekordjahr 2012. Diesel lag fast 47 Cent je Liter über dem Wert von 2012.

2024 wurde Super E10 im Jahresdurchschnitt rund 12 Cent je Liter günstiger als 2022 und ebenfalls günstiger als 2023. Diesel kostete 2024 fast 30 Cent je Liter weniger als im Rekordjahr 2022. Trotzdem war 2024 das drittteuerste Tankjahr. 2025 sanken die Preise weiter: Super E10 kostete durchschnittlich 1,688 Euro je Liter, Diesel war rund 33 Cent je Liter günstiger als 2022. Das Tankjahr 2025 war damit günstiger als 2024 und 2023.

Ganz andere Dimensionen zeigen die historischen Daten: Anfang 1999 kostete ein Liter Super durchschnittlich weniger als 79 Cent beziehungsweise 1,54 DM. Für die spätere Verteuerung werden mehrere Gründe genannt – die Ökosteuer mit jährlichen Erhöhungen von 1999 bis 2003, die Mehrwertsteuererhöhung 2007, gestiegene Rohölpreise und dadurch höhere Produktkosten sowie in jüngerer Zeit der Ukraine-Krieg. Kraftstoffpreise sind Marktpreise; die konkrete Höhe an den Tankstellen wird letztlich durch den Wettbewerb bestimmt.

Seit 1. März 2011 weist der ADAC bei Benzin die Preise für Super E10 aus. Preise für bleifreies Benzin werden bereits seit 1986 angegeben. Für 2000 und 2001 wurden DM-Preise zur Vergleichbarkeit in Euro umgerechnet, bevor am 1. Januar 2002 der Euro eingeführt wurde. Übersichten zur Spritpreisentwicklung stellt der ADAC für die Zeiträume 1950–1999, 2000–2010, 2011–2020 sowie seit 2021 bereit.

Preisarchiv und Datenschutz

Wer historische Tankpreise nachsehen möchte, findet beim Preisarchiv von benzinpreis.de einen weiteren Anlaufpunkt. Verantwortliche Stelle ist die factsoft AG, Hermann-Lingg-Str. 2, 80336 München, Deutschland; erreichbar ist sie per E-Mail unter [email protected]. Beim Zugriff auf die Website werden allgemeine Informationen wie Browsertyp, Betriebssystem und die Domain des Internetanbieters automatisch erfasst. Diese Angaben sollen keine Rückschlüsse auf die Person ermöglichen und werden statistisch zur Optimierung der Website und ihrer Technik ausgewertet.

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