Wer am 2. Oktober 2026 Brennholz für die Heizsaison 2026/27 bestellt, merkt den Aufschlag schon beim ersten Blick auf die Preisliste. Nach dem saisonalen Tiefpunkt im Juni ziehen die Preise seit Juli wieder an, vor allem bei Nadel- und Weichholz. Viele Händler haben bereits erhöht oder weitere Schritte angekündigt. Und Schnöwitz rechnet mit rund zehn Prozent zusätzlich.

Das passt zur Entwicklung der vergangenen Jahre: Nach dem starken Preisanstieg im Winter 2022/23 beruhigte sich der Markt zunächst, blieb aber deutlich über dem Niveau vor 2022. Der kalte Winter 2025/26 ließ die Nachfrage erneut steigen. Buche und Birke wurden teurer, zuvor waren bereits Fichte und Kiefer im Preis geklettert. Hohe Rohholzpreise, teure Energie, Transporte und Logistik sowie gestiegene Preise für Heizöl, Gas und Holzpellets treiben den Markt weiter. Dazu kommt die wachsende Nachfrage nach Brennholz als Alternative zu Öl und Gas.

Was Brennholz im Herbst 2026 kostet

Im September 2026 kostete ofenfertige Buche beim Brennholzhändler meist 120 bis 135 Euro je Schüttraummeter, teilweise aber 150 bis 165 Euro. Frische Buche lag bei 110 bis 115 Euro, vereinzelt bei bis zu 125 Euro. Birke, Esche und Buche-Birke-Mischungen wurden für 100 bis 125 Euro angeboten. Vorgetrocknetes Nadelholz kostete etwa 70 bis 80 Euro, ofenfertiges Nadelholz 75 bis 100 Euro – gelegentlich auch mehr.

Als Richtwert für trockenes, ofenfertiges Holz mit weniger als 20 Prozent Restfeuchte nennt eine weitere Übersicht im Frühjahr 2026 pro Schüttraummeter: Buche 120 bis 140 Euro, Eiche 115 bis 135 Euro, ein Hartholz-Mix aus Buche, Eiche und Esche 110 bis 130 Euro, Birke 105 bis 120 Euro sowie Fichte und Kiefer 85 bis 95 Euro. Die Angaben beziehen sich auf 25 bis 33 Zentimeter lange Scheite, inklusive Mehrwertsteuer und meist zuzüglich Lieferung.

Für lose geliefertes, ofenfertiges Holz werden außerdem folgende Spannen genannt: Buche 115 bis 145 Euro je Raummeter beziehungsweise 160 bis 205 Euro je Festmeter, Eiche 135 bis 165 Euro je Raummeter beziehungsweise 190 bis 230 Euro je Festmeter, Esche 115 bis 145 Euro beziehungsweise 160 bis 205 Euro, Birke 100 bis 130 Euro beziehungsweise 140 bis 180 Euro, Kiefer 75 bis 100 Euro beziehungsweise 105 bis 140 Euro und Fichte 70 bis 105 Euro beziehungsweise 100 bis 145 Euro. Die genannten Heizwerte liegen bei etwa 2.100 Kilowattstunden je Festmeter für Buche und Eiche, 2.000 für Esche, 1.900 für Birke, 1.700 für Kiefer und 1.500 für Fichte.

Baumärkte langen teils deutlich kräftiger zu: Buchenholz kann dort 190 Euro je Schüttraummeter und mehr kosten, Birke, Esche und entsprechende Mischungen 160 Euro und mehr. Händler Christoph Schnöwitz verlangt derzeit 150 Euro je Schüttraummeter für trockene Buche und 125 Euro für gemischtes Laubholz.

Im Vergleich zum Juli 2025 war Nadelholz im Juli 2026 rund elf Prozent teurer, Laubholz etwa acht Prozent. Gegenüber Juni legten Nadel- und Weichholz im Juli um rund sechs Prozent zu, Laub- und Hartholz um knapp zwei Prozent. Im März 2026, gegen Ende der Heizsaison 2025/26, hatten die Preise bereits einen vorläufigen Höchststand erreicht; bis Juni gingen sie zurück.

Nord und Süd, Stadt und Wald

Eine NDR-Stichprobe in Schleswig-Holstein ergab für trockenes, ofenfertiges Buchenholz etwa 110 bis 160 Euro je Schüttraummeter. Im Norden kann Brennholz damit bis zu 20 Prozent teurer sein als in südlichen Bundesländern. Dort gibt es größere Holzvorräte und mehr Händler, also mehr Wettbewerb. Im Norden muss Buchenholz teilweise über längere Strecken transportiert werden.

Das Preisgefälle ist nicht überall gleich. Bayern und Baden-Württemberg gelten als Regionen mit hohem Preisniveau: Die Nachfrage ist groß, in Baden-Württemberg kommt begehrtes Schwarzwaldholz und wenig Wettbewerb hinzu. Nordrhein-Westfalen liegt eher im Mittelfeld, unter anderem wegen lokal verfügbarem Sauerland-Buchenholz. Sachsen und Thüringen werden als günstig beschrieben, ebenso Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, wo überwiegend Kiefer angeboten wird; Buche ist dort teurer. Hauptfaktoren sind Waldanteil, Nachfragedichte und Transportkosten.

Eine andere regionale Einordnung kommt zu dem Ergebnis, dass Brennholz in waldreichen Regionen wie Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen oft günstiger ist als in Städten oder waldarmen Gegenden Norddeutschlands. Das klingt zunächst widersprüchlich, zeigt aber, wie stark Anbieterzahl, Entfernung, Nachfrage und konkrete Holzart hineinspielen. Der Preiszettel allein erzählt eben nicht die ganze Geschichte.

Auch die Bestellmenge spielt eine Rolle. Private Kaminbesitzer nehmen laut Händlern oft zwischen einem und fünf Schüttraummetern ab. Für eine Zusatzheizung werden etwa drei bis fünf Raummeter pro Winter genannt. Als Hauptheizung für ein gut gedämmtes Haus bis 150 Quadratmeter gelten ungefähr zwölf bis 20 Raummeter je Saison – abhängig von Holzart, Ofeneffizienz und Außentemperaturen.

Feuchte, Heizwert und ein Haufen Einheiten

Frisches Holz ist billiger als luft- oder kammergetrocknetes, ofenfertiges Holz. Der Haken steckt in der Feuchtigkeit: Ofenfertiges Holz mit maximal 20 Prozent Feuchte erreicht 100 Prozent Heizwert. Bei maximal 25 Prozent sind es noch 88 Prozent, halbtrockenes Holz mit 25 bis 35 Prozent kommt auf 72 Prozent. Frisches Holz mit mehr als 35 Prozent Feuchte erreicht nur etwa 60 Prozent und ist sinnvollerweise erst nach mindestens zwei Jahren Lagerung dran. Bei gleichem Kilopreis kann sich der Heizwert je nach Trockenheit um bis zu 40 Prozent unterscheiden.

Gesetzlich zulässig sind höchstens 25 Prozent Restfeuchte, ideal gelten 15 bis 20 Prozent. Waldfrisches Holz bringt ungefähr 40 bis 60 Prozent Restfeuchte mit. Luftgetrocknetes Holz liegt ein bis zwei Jahre überdacht im Freien und ist günstiger als kammergetrocknetes. Letzteres ist innerhalb weniger Tage nutzbar, meist frei von Ungeziefer und Schimmel, kostet wegen des Energieaufwands aber am meisten.

Frisches Holz braucht Platz und Geduld: zwei bis drei Jahre werden als mögliche Trocknungszeit genannt, bei Buche und Fichte etwa ein bis eineinhalb Jahre, bei Eiche mindestens zwei Jahre. Sägen, Spalten, Transport, Lagerung und Trocknung kommen beim Direktkauf zusätzlich auf die Rechnung – oder auf den Rücken.

Im Handel werden Schüttraummeter, Raummeter und Festmeter verwendet. Ein Festmeter, meist FM oder fm, ist ein Kubikmeter massive Holzmasse ohne Zwischenräume und wird vor allem bei Baumstämmen verwendet. Ein Raummeter, RM beziehungsweise Ster, besteht aus einem Kubikmeter aufgeschichtetem Holz inklusive Luftzwischenräumen und entspricht etwa 0,7 Festmetern. Ein Schüttraummeter, SRM, ist ein Kubikmeter lose geschütteltes Holz mit größeren Zwischenräumen.

Für die Umrechnung gilt: Ein Festmeter entspricht 1,4 Raummetern. Ein Raummeter entspricht etwa 1,4 bis 1,6 Schüttraummetern. Daher sind Angebote nicht direkt vergleichbar. Ein Beispiel: 1 SRM Buche für 130 Euro ist teurer als 1 RM für 180 Euro, wenn 1,5 SRM rechnerisch etwa 195 Euro kosten würden.

Übliche Scheitlängen sind 25, 30, 33 und 40 Zentimeter; an anderer Stelle werden auch 50 Zentimeter genannt. Kürzere Scheite verursachen wegen der zusätzlichen Sägeschnitte höhere Kosten. Stammholz ist günstiger als bereits gespaltenes und ofenfertig zugeschnittenes Holz.

Fichte und Kiefer erzeugen viel Funkenflug und gehören daher nur in geschlossene Kaminöfen. Sie kosten weniger, brennen aber schneller ab. Wegen des höheren Harzanteils haben sie pro Kilogramm einen etwas höheren Heizwert und eignen sich besonders für die Übergangszeit; beim Preis pro Kilowattstunde können sie trotz des niedrigeren Einkaufspreises ähnlich wie Buche liegen. Häufig sind sie