Portugals Granitfestung empfängt Dänemark zum Nations-League-Duell
Portugal gegen Dänemark – das klingt nach einem großen Fußballabend, und der Schauplatz passt dazu. Am Samstag, 14. November 2026, trifft Portugal in der UEFA Nations League A, Gruppe 4, Spielwoche 5, auf Dänemark. Gespielt wird im Estádio Municipal de Braga in Braga. Der Anstoß ist mit 19:45 Uhr WET angegeben; in der Spielübersicht steht 20:45 Uhr.
Portugal ist Titelverteidiger der UEFA Nations League und hat sich nach dem 2:1 gegen Norwegen am 4. Oktober bereits für das Viertelfinale qualifiziert. Zwei Gruppenspiele stehen für die Portugiesen noch aus. Cristiano Ronaldo fehlte zuletzt im Nationalteam, während Jorge Jesus die Mannschaft als portugiesischer Trainer betreut. Seit der Niederlage gegen Kroatien im Juni 2024 ist Portugal in zwölf Heimspielen ungeschlagen.
Tickets und Preise für den Abend in Braga
Offizielle Karten gibt es über die FPF Bilheteira des portugiesischen Fußballverbands. Restliche oder zusätzliche Kontingente werden häufig in Continente-Filialen und über die Continente-App angeboten. Wer eine Continente-Karte nutzt, kann dabei Rabatte erhalten. Der offizielle Verkauf startete in der Vergangenheit ungefähr zwei bis drei Wochen vor dem jeweiligen Spiel.
Wer sehr kurzfristig sucht, findet Karten möglicherweise auch auf Zweitmarkt-Plattformen wie StubHub. Dort wird für Käufe ein FanProtect-Programm beworben, das sich auf die Gültigkeit der Tickets und deren rechtzeitige Zustellung bezieht. Die tatsächliche Verfügbarkeit und weitere Einzelheiten sollten näher am Spieltermin auf den offiziellen Seiten geprüft werden.
Die voraussichtlichen offiziellen Ticketpreise liegen zwischen 15 und 40 Euro. Für Kategorie 3 oder 4 in den oberen Rängen werden etwa 15 bis 20 Euro erwartet. Kategorie 2 in mittleren oder seitlichen Eckbereichen der Haupttribünen soll rund 30 Euro kosten. Zentral im Unterrang, also in Kategorie 1, sind ungefähr 40 Euro vorgesehen.
Ein Stadion im Granitfels
Das Estádio Municipal de Braga wurde 2003 eröffnet und ist die Heimstätte des SC Braga. Viele nennen es „A Pedreira“ – „Der Steinbruch“. Der Name kommt nicht von ungefähr: Das Stadion wurde in die Granitfelswand des Steinbruchs Monte do Castro gebaut. Eine Seite wird von einer freiliegenden Felswand begrenzt, von der anderen öffnet sich der Blick über die Stadt.
Entworfen hat die Anlage der portugiesische Architekt Eduardo Souto de Moura. Traditionelle Tribünen hinter den Toren gibt es nicht; das Stadion besitzt lediglich eine Ost- und eine Westtribüne. Unter dem Spielfeld liegt außerdem ein etwa 5.000 Quadratmeter großer unterirdischer Bereich. Bei einem Stadionbesuch ist das keine Nebensache – die Architektur fällt schon beim ersten Blick auf.
Gebaut wurde die Arena im Zusammenhang mit Portugals Ausrichtung der UEFA Euro 2004. Damals fanden dort Dänemark gegen Bulgarien, 2:0, und die Niederlande gegen Lettland, 3:0, statt. 2010 war Braga erstmals Austragungsort von Spielen der UEFA Champions League, unter anderem mit Arsenal und Schachtar Donezk; später spielte auch Real Madrid dort. Musikalisch wurde es 2004, als The Corrs im Rahmen der „Borrowed Heaven“-Tour in dem Stadion auftraten.
Portugal mit klarer Tabellenführung
In der Weltrangliste steht Portugal auf Platz 7, Dänemark auf Platz 21. Portugal hat zuletzt vier Nations-League-Spiele in Folge gewonnen und dabei neun Tore erzielt. Die Niederlage gegen Spanien im Sommer war die einzige Pleite in den vergangenen 14 Länderspielen.
Dänemark gewann jeweils zu Hause und auswärts gegen Wales. Gegen Norwegen auswärts sowie gegen Portugal zu Hause setzte es Niederlagen – in diesen beiden Partien kassierte Dänemark insgesamt sieben Gegentore. In Gruppe 4 führt Portugal nach vier Spielen mit vier Siegen, keinem Unentschieden und keiner Niederlage. Das Torverhältnis lautet 9:4, auf dem Konto stehen zwölf Punkte. Dänemark kommt ebenfalls nach vier Spielen auf sechs Punkte, zwei Siege, keine Unentschieden und zwei Niederlagen bei 7:7 Toren. Wales und Norwegen haben jeweils vier Punkte.
Auch die jüngsten Formdaten zeichnen ein recht unterschiedliches Bild. Portugal erzielte in den letzten fünf Spielen neun Tore und kassierte fünf. In drei dieser Partien fielen mehr als 2,5 Tore, ebenfalls dreimal trafen beide Teams. Dänemark kommt im selben Zeitraum auf sieben erzielte und sieben kassierte Treffer; zwei Spiele endeten mit mehr als 2,5 Toren, in zwei Begegnungen waren beide Mannschaften erfolgreich.
Das Duell und der Weg durch die Nations League
Der direkte Vergleich aus 18 offiziellen Spielen spricht deutlich für Portugal: zwölf Siege, vier dänische Erfolge und zwei Unentschieden. Das erste Duell dieser Nations-League-Saison gewann Portugal am 1. Oktober in Kopenhagen mit 4:2. João Cancelo, Gonçalo Ramos, Vitinha und João Félix trafen für Portugal, Mikkel Damsgaard und Rasmus Højlund für Dänemark. Weitere aufgeführte frühere Ergebnisse sind Portugal 5:2 Dänemark, Dänemark 1:0 Portugal, Portugal 1:0 Dänemark und Dänemark 0:1 Portugal.
Die UEFA Nations League ist ein Wettbewerb für die A-Nationalmannschaften der UEFA-Mitgliedsverbände. Er soll Freundschaftsspiele reduzieren und häufiger Duelle zwischen sportlich ähnlich starken Teams ermöglichen. Gespielt wird in einer Liga-Struktur mit Auf- und Abstieg. Das erste Turnier begann im September 2018, Portugal wurde erster Sieger. Seitdem wurden vier Ausgaben ausgetragen, unter anderem in Portugal, Italien, den Niederlanden und Deutschland. Der Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt; die Endrunden werden in ungeraden Jahren ausgetragen.
Die Idee hatte eine lange Vorgeschichte. Seit 1999 berieten verschiedene UEFA-Gremien über attraktivere und sportlich anspruchsvollere Länderspiele sowie höhere Einnahmen. 2001 schlug die UEFA drei mögliche Formate vor, eine erste Ausgabe für 2004 bis 2007 wurde jedoch nicht umgesetzt. Im Oktober 2013 bestätigte der norwegische Verbandspräsident Yngve Hallén Gespräche über ein drittes großes UEFA-Nationalmannschaftsturnier neben Weltmeisterschaft und Europameisterschaft.
Das Konzept sah vor, alle UEFA-Nationalteams anhand ihrer jüngsten Ergebnisse einzuteilen. Je nach Resultaten sollten Mannschaften auf- oder absteigen. Die Partien sollten an Terminen des FIFA-Kalenders stattfinden, die zuvor für Freundschaftsspiele vorgesehen waren, ohne die Qualifikation für Welt- oder Europameisterschaft zu verändern. UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino sagte 2014, der Wettbewerb könne auch weniger bekannte Verbände bei der Suche nach Gegnern unterstützen. Steven Martens, Generalsekretär des belgischen Verbands, verwies auf mögliche finanzielle Vorteile für schwächere Nationen durch zentral vermarktete TV-Rechte.
Am 27. März 2014 beschlossen die 54 UEFA-Mitgliedsverbände die Nations League auf dem UEFA-Kongress in Astana einstimmig. Zunächst wurden die 55 Nationalteams auf vier Ligen verteilt: Liga A und Liga B umfassten jeweils zwölf Teams, Liga C 15 und Liga D 16. In jeder Liga gab es vier Gruppen mit drei oder vier Mannschaften, die jeweils zu Hause und auswärts gegeneinander spielten.
Nach der ersten Saison änderte die UEFA das Format ab 2020/21. Liga A, B und C wurden auf jeweils 16 Teams erweitert, Liga D auf sieben Mannschaften verkleinert. Abstiege aus Liga A und B nach der Saison 2018/19 wurden ausgesetzt; in Liga C und D stiegen jeweils die beiden besten Gruppenteams auf, zusätzlich das beste drittplatzierte Team aus Liga D. Die Anpassungen folgten einer Beratung mit den Nationalverbänden und sollten die Zahl der Freundschaftsspiele weiter senken. Die Zahl der Pflichtspiele stieg dadurch von 142 auf 168. In Liga A und B traten nun die 32 bestplatzierten UEFA-Verbände gegeneinander an, zuvor waren beide Ligen zusammen auf 24 der bestplatzierten Verbände begrenzt. Fast alle Teams einer Gruppe bestritten den letzten Spieltag zeitgleich.
In Liga A ziehen die vier Gruppensieger in die Nations-League-Endrunde ein. Sie besteht aus zwei Halbfinals, dem Spiel um Platz drei und dem Finale. Seit 2024/25 erreichen auch die vier Gruppenzweiten aus Liga A die K.-o.-Runde. Die Gruppensieger spielen in zweibeinigen Viertelfinals gegen einen Gruppenzweiten aus einer anderen Gruppe und haben im Rückspiel Heimrecht. Die vier Sieger erreichen die Endrunde
