Am 29.09.2026 liegen die neuen Notierungen der Südwestdeutschen Warenbörse vor. Sie beziehen sich auf das Marktgeschehen am 28.09.2026 bis 15 Uhr und wurden am 29.09.2026 um 20:45 Uhr veröffentlicht. Erfasst sind Marktorientierungspreise für Frankfurt, Hanau, Heilbronn, Mannheim, Stuttgart, Ulm und Wiesbaden. Der Pegel Kaub steht bei 3 cm, der Euro/US-Dollar-Kurs um 12 Uhr bei 1,13775. Der MATIF-Weizen Nr. 2 für September 2026 notierte um 15 Uhr bei 234,25 €/t.

Bei Getreide bleibt die Stimmung in mehreren Segmenten ruhig. Brotweizen mit 11,5/220/76 kostet franko Mannheim/Hanau für Oktober bis Dezember 225–228 €/t, ab südwestdeutscher Station 215–218 €/t. Der Qualitätszuschlag für A-Weizen mit 13,0/40/250 liegt im Oktober bei 0–6 €/t. E-Weizen, sortenrein und mit mindestens 14,5/55/280, wird ab südwestdeutscher Station für Oktober nominell mit 240–245 €/t geführt.

Getreide zwischen ruhig und fest

Brotroggen FZ 120 liegt franko südwestdeutsche Station für Oktober bis Dezember bei 195–202 €/t. Inländische Braugerste nach Berliner Programm kostet franko Oberrhein 250–255 €/t. Futter- und Wintergerste mit mindestens 62/63 kg/hl wird franko Heilbronn mit 195–202 €/t bewertet, ab Station im Raum Heilbronn/Oberrhein mit 190–200 €/t. Alle drei Positionen sind als ruhig eingestuft.

Fester zeigen sich die Futterweizenpreise: maximal 10 % Auswuchs, franko Oberrhein oder franko Heilbronn, jeweils September, 220–225 €/t. Inländischer Futtermais ab Station kostet im Oktober 263–268 €/t und wird ebenfalls als fest bezeichnet.

Für mehrere weitere Positionen gibt es keine Preise oder keine konkreten Notierungen, also n.n. beziehungsweise keine Angabe. Das betrifft den Brotweizen-Termin franko Mannheim/Hanau, Brotweizen ab Station Raum Stuttgart/Ulm, Braugerste franko Stuttgart/Ulm, den Abschlag für Braugerstensorten außerhalb des Berliner Programms sowie Futter- und Wintergerste franko Oberrhein und Frankfurt/Hanau/Wiesbaden. Ebenfalls ohne konkrete Notierung bleiben Futterweizen franko südwestdeutsche Verarbeitung sowie Futtermais franko Frankfurt/Hanau/Wiesbaden, franko Mannheim/Hanau und fob Oberrhein.

Bei den Ölsaaten geht es dagegen nach oben: Nachhaltige, zertifizierte Rapssaat in Mannheim kostet im Oktober 535–540 €/t, der Termin Mannheim für das Erntejahr 2027 563–565 €/t. EU-Sojabohnen mit 34 % Protein, 13 % Feuchtigkeit und 19 % Öl liegen franko Oberrhein im Oktober bei 485–495 €/t. Beide Bereiche sind fest.

Auch bei den Futtermitteln ist das Bild nicht leergefegt. Sojaschrot 44/7 in Mainz, Termin November, wird mit 468–470 €/t gehandelt; EU-Non-GMO-Sojaschrot mit 45,5 % ProFat ab Station prompt kostet 555–557 €/t. Rapsschrot, Termin Mannheim im Oktober, liegt bei 311–313 €/t. Weizenkleie lose franko Oberrhein hat keine konkrete Notierung, Weizenkleie-Pellets ab Station stehen auf n.n.

Ohne konkrete Preise bleiben Sojaschrot 44/7 Mainz prompt, Sojaschrot EU Non-GMO 45,5 % ProFat Termin ab Station, Rapsschrot Mannheim prompt, Malzkeime franko Mannheim sowie Melasseschnitzel-Pellets ab Zuckerfabrik und auf Termin.

Die Angaben sind Großhandels- beziehungsweise Einstandspreise der Verarbeiter in Euro je Tonne, netto, Basis Normalwasser, lose. Sie beruhen auf Preismeldungen der Börsenmitglieder. In den Tabellen können MA für Mannheim, HN für Heilbronn, S für Stuttgart und Ul für Ulm stehen.

Richtwerte für Futterkosten

Eine andere Perspektive liefert die Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Fachbereich 3.1. Sie schlägt vorläufig geschätzte Getreidepreise als Richtwerte für die Futterkostenberechnung vor. Die Nettowerte sind in €/100 kg angegeben; zusätzlich müssen Mahl- und Mischkosten berücksichtigt werden.

Monat Gerste Hafer Mais Roggen Triticale Weizen
Januar 16,60–17,95 12,60–17,45 15,00–19,95 13,40–17,25 14,30–17,75 14,80–18,35
Februar 14,90–18,05 12,80–17,45 17,50–20,20 14,00–17,75 14,70–17,75 15,10–18,45
März 15,70–17,80 12,75–16,95 18,00–20,95 14,70–16,75 15,00–17,95 15,70–18,45
April 16,00–18,40 12,80–16,95 18,00–21,45 14,00–17,45 15,10–18,45 16,00–19,45
Mai 15,70–19,95 12,40–17,45 19,00–21,45 13,80–18,45 14,50–18,95 16,30–19,45
Juni 16,20–19,45 11,85–16,45 19,50–22,95 14,15–17,75 14,85–18,45 16,20–19,45
Juli 16,60–17,05 12,20–15,95 17,10–21,65 13,20–16,05 14,70–17,15 15,80–18,25
August 14,80–18,05 12,80–16,35 18,00–22,95 14,00–16,85 15,30–19,25 17,20–20,25
September 16,80–19,75 12,00–16,95 20,50–22,45 15,00–18,25 16,40–20,25 18,50–21,55

Für Oktober, November und Dezember sind in dieser Richtwertübersicht keine Preise angegeben. Das ist für die aktuelle Börsenmeldung kein Widerspruch, sondern schlicht eine andere Datengrundlage und Einheit.

Der Blick über die südwestdeutsche Börse hinaus

Die Agrarbörse nennt für den EU-Durchschnitt im Zeitraum 01.–31.08.2026 bei Düngemitteln 364,00 €/t für Kali (K), ein Minus von 2,00 € beziehungsweise 0,5 %. Phosphor (P) kostet 739,00 €/t, 3,00 €