Max Wagner aus Friedrichshafen holt Bronze beim Landeswettbewerb der Straßenbauer
Für Max Wagner aus Friedrichshafen hat sich die intensive Arbeit im Straßenbau gelohnt: Beim Landeswettbewerb der Straßenbauer in Baden-Württemberg belegte er den dritten Platz. Ausgebildet wurde Wagner bei der Zwisler GmbH in Tettnang.
Austragungsort war das Bildungszentrum Bau in Geradstetten im Rems-Murr-Kreis. Straßenbauergesellen aus sieben Handwerkskammerbezirken traten dort gegeneinander an. Ein Tag blieb ihnen, um unter der Aufsicht einer Prüfungskommission eine anspruchsvolle praktische Aufgabe zu lösen.
Barrierefreier Zugang mit vielen Details
Gefordert war der Bau eines barrierefreien Zugangs zu einer Flusspromenade. Zum Konzept gehörten taktile Bodenindikatoren als Blindenleitsystem. Damit nicht genug: Die Teilnehmer mussten eine Pflasterfläche dreidimensional abstecken, unterschiedliche Gefälle und eine Kuppenausrundung berücksichtigen, Natursteinverbände verlegen und Mosaikpflaster setzen.
Bewertet wurden vor allem die maßgenaue Vermessung und Absteckung sowie die Qualität der Ausführung innerhalb der vorgegebenen Zeit. Da musste jeder Handgriff sitzen. Ein kleiner Fehler bei der Höhe oder beim Gefälle kann sich in einer solchen Aufgabe schnell durch die ganze Fläche ziehen.
Den Landessieg holte Felix Niklas Götz aus Deggingen. Auf Platz zwei kam Jonas Nick Milchraum aus Mühlacker. Die drei Erstplatzierten erhielten Urkunden und den Kronimuspreis.
Lehrabschluss für 138 Nachwuchskräfte
Im Anschluss an den Wettbewerb wurde im Bildungszentrum die Lehrabschlussfeier für 138 Straßenbauer und Baugeräteführer gefeiert. Die Nachwuchskräfte hatten ihre Ausbildung im vergangenen Winter oder Sommer in den Bau-Bildungszentren Bühl, Geradstetten und Sigmaringen abgeschlossen.
Der Wettbewerb zeigte dabei ziemlich anschaulich, was im Straßenbau zusammenkommen muss: sauberes Vermessen, ein gutes Auge für Linien und Gefälle, Erfahrung mit Naturstein und Pflaster – und die nötige Ruhe, wenn die Uhr läuft. Gerade bei barrierefreien Wegen zählt am Ende nicht nur, dass die Fläche ordentlich aussieht, sondern dass sie verlässlich funktioniert.
Für die Bauwirtschaft ist solcher Nachwuchs entsprechend wichtig. Straßen, Plätze und Zugänge entstehen nicht allein am Reißbrett, sondern draußen, mit Werkzeug, Material und jeder Menge Genauigkeit. Max Wagner hat in Geradstetten gezeigt, dass er dieses Handwerk beherrscht.
