136 neue Wohnungen im Günzburger Donaupark – geförderter Wohnraum nahe Bahn und Donauauen
Im Günzburger Wohnquartier Donaupark sind 136 neue Wohnungen fertiggestellt. Die staatliche Wohnungsbaugesellschaft BayernHeim gab die Fertigstellung am 29. September 2026 bekannt; Bayerns Bauminister Christian Bernreiter nahm daran teil. Sechs Wohngebäude stehen in Bahnhofsnähe und zugleich nahe den Naherholungsgebieten Günz- und Donauauen.
117 Wohnungen sind einkommensorientiert gefördert und für 55 Jahre belegungsgebunden. BayernHeim stieg in Günzburg in ein bereits bestehendes Projekt ein – dadurch wuchs die Zahl der geförderten Wohnungen von ursprünglich 50 auf 117. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 60 Millionen Euro. Der Freistaat Bayern stellt mehr als 37 Millionen Euro aus der Wohnraumförderung sowie rund zehn Millionen Euro Eigenkapital bereit.
Wohnraum für Singles, Paare und Familien
Die Wohnungen haben zwei bis fünf Zimmer und richten sich an Singles, Paare und Familien. Alle sind barrierefrei und verfügen über einen Balkon oder eine Terrasse. Zum Quartier gehören außerdem ein Innenhof-Spielplatz, 124 Tiefgaragenstellplätze und 248 Fahrradabstellplätze; für Lastenräder gibt es zusätzliche Abstellmöglichkeiten. Schallschutzmaßnahmen sollen die Wohnqualität trotz der Nähe zur Bahntrasse sichern – der Zug bleibt schließlich Zug.
Gebaut wurde nach dem KfW-40-Standard, energieeffizient und nachhaltig. Geplant ist ein Nahwärmenetz mit den Stadtwerken Günzburg, das Abwärme aus der Kläranlage nutzen soll. Die Dächer sind bereits für die spätere Installation einer Photovoltaikanlage vorbereitet.
Für BayernHeim ist der Donaupark das fünfte Vorhaben in Schwaben. In Lindau ist eine Wohnanlage fertiggestellt, eine weitere befindet sich im Bau. Laufende Projekte gibt es außerdem in Augsburg, Kaufbeuren und Neu-Ulm.
BayernHeim wächst über Schwaben hinaus
BayernHeim ist ein Unternehmen des Freistaats Bayern und verfolgt das Ziel, langfristig bezahlbaren Wohnraum bereitzustellen. Die Gesellschaft tritt dabei als Initiator, Bauherr, Eigentümer, Vermieter und Partner auf. Sie entwickelt und kauft Grundstücke, mit oder ohne Baurecht, realisiert Bauvorhaben und vermietet das eigene Wohnportfolio. Kooperationen sind unter anderem mit Kommunen, Bauträgern, Projektentwicklern und Bestandshaltern möglich.
Nach eigenen Angaben können moderne, geförderte Wohnungen mit Balkon oder Garten bis zu 50 Prozent günstiger sein als vergleichbare Wohnungen auf dem freien Markt. Gemeinsam mit Unternehmen der Bau- und Immobilienwirtschaft baut BayernHeim außerdem das Netzwerk „NaWoBa – Nachhaltiges Wohnen in Bayern“ auf.
Die Nachrichtenlage des Jahres 2026 zeigt, wie breit das Unternehmen inzwischen arbeitet: Am 23. September wurden neue Wohnungen für das erste BayernHeim-Projekt in Neumarkt in der Oberpfalz angekündigt. Am 11. Juni gab es ein Richtfest für 111 geförderte Wohnungen im Wohngebiet Blumenberg-West in Eichstätt, am 8. Juni eine Schlüsselübergabe für 129 Wohnungen an der Leibnizstraße auf dem Gelände der ehemaligen Röhrenseekaserne in Bayreuth. In Heßdorf wurden am 8. Mai 92 Wohnungen in vier Gebäuden am Sonnenring übergeben.
Am 29. April baute BayernHeim erstmals Wohnungen nach dem Gebäudetyp-e. Fortschritte bei der Sanierung der Studentenstadt München im Stadtteil Freimann wurden am 27. April gemeldet. Im Regensburger Stadtteil Galgenberg entstehen 125 Wohnungen in acht Gebäuden – BayernHeims erstes Projekt in der Oberpfalz. Darüber wurde am 16. April berichtet.
Beim NaWoBa-Frühjahrsempfang 2026 am 16. März ging es um den Einfluss künstlicher Intelligenz und digitaler Technologien auf die Bau- und Wohnungswirtschaft. Genannt wurden Staatsminister Christian Bernreiter und Dr. Alexander Straub. Am 25. Februar wurde im Nürnberger Projekt „Lago di Aufseß“ ein neues Wohn- und Geschäftsgebäude angekündigt; am 12. Februar übergab BayernHeim in Fürth 98 Wohnungen.
Derzeit hat BayernHeim 5.915 Wohnungen im Bestand oder im Bau. Zum bestehenden Wohnportfolio gehören Objekte in Nürnberg in der Donaustraße 17, 19 und 21, in Freising in der Angerstraße 48 d und e, in Landsberg am Lech am Oberbürgermeister-Hamberger-Platz 3, 5, 7 und 9 sowie in München in der Salierstraße 14 und 16, der Candidstraße 9, 11 und 13 und der Hansastraße 8 und 8a–i. Projekte in Planung und Bau werden unter anderem für Fürth, Bayreuth, Würzburg, Dinkelsbühl, Ingolstadt, Nürnberg, Landsberg, Geretsried, Bamberg und Ansbach genannt.
Teil eines staatlichen Wohnungsbau-Verbunds
Die angespannte Lage am Wohnungsmarkt in Bayern, besonders in den Ballungsräumen, verlangt nach dem Zusammenspiel vieler Akteure. Der Freistaat beteiligt sich über drei staatliche Wohnungsbaugesellschaften: BayernHeim GmbH, Siedlungswerk Nürnberg GmbH und Stadibau GmbH. Sie schaffen Wohnraum, der bezahlbar ist und dauerhaft bezahlbar bleibt.
Am 6. März 2025 wurden die drei Gesellschaften unter dem Dach der neuen Holding Baunova Bayern GmbH zusammengeführt. Die Holding soll Kompetenzen bündeln, Strukturen strategisch besser ausrichten und Synergien nutzen. Eigenständigkeit und spezifische Vorteile der einzelnen Gesellschaften bleiben erhalten. Eine Meldung vom 3. Dezember 2024 hatte als Ziel außerdem genannt, die Marktposition zu stärken; als Dach war eine Finanzholding vorgesehen.
BayernHeim wurde 2018 gegründet und schafft bayernweit preisgünstige Mietwohnungen. Der Schwerpunkt liegt auf gefördertem Wohnraum in Gebieten mit erhöhtem Wohnungsbedarf. Mehrere tausend Wohnungen befinden sich im Bau, weitere sind geplant oder in Entwicklung; mehrere Wohnbauprojekte sind bereits fertiggestellt und vermietet. Informationen zu Projekten und aktuellen Wohnungsangeboten stehen auf der Unternehmenshomepage.
Das Siedlungswerk Nürnberg besteht seit 1919, schafft geförderten und freifinanzierten Mietwohnraum im Großraum Nürnberg und bewirtschaftet derzeit rund 8.800 Wohnungen. Weitere Wohnungen befinden sich im Bau. Die Stadibau GmbH – vollständig: Gesellschaft für den Staatsbedienstetenwohnungsbau in Bayern mit beschränkter Haftung – wurde 1974 gegründet. Sie errichtet Wohnungen für Staatsbedienstete im Rahmen der staatlichen Wohnungsfürsorge, vor allem im Großraum München, und verwaltet derzeit mehr als 9.300 Wohnungen. Laufende und geplante Projekte sollen den Bestand weiter wachsen lassen. Das bedarfsorientierte Angebot unterstützt die Personalgewinnung des Freistaates und entlastet den Wohnungsmarkt.
Beim Netzwerktreffen „NaWoBa – Nachhaltig Wohnen in Bayern“ am 24. Oktober 2023 tauschte sich Bauminister Christian Bernreiter mit der Bau- und Immobilienbranche aus. Das von BayernHeim initiierte Netzwerk soll Unternehmen mit innovativen Lösungen für bezahlbaren Wohnraum zusammenbringen.
Wer sich direkt an BayernHeim wenden möchte: Der Sitz ist in der Einsteinstraße 172, 81677 München. Telefonisch ist das Unternehmen unter 089 889 875-0 erreichbar. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag von 9:00–12:00 Uhr und 13:00–16:00 Uhr sowie Freitag von 9:00–12:00 Uhr. E-Mail: poststelle@bayernheim.de.
