Wer Ende Oktober zwischen Mannheim und Frankfurt unterwegs ist, sollte mehr Zeit einplanen. Von Mittwoch, 28. Oktober, bis Freitag, 30. Oktober 2026, 5 Uhr, kommt es zwischen Mannheim Hauptbahnhof und Frankfurt (Main) Hauptbahnhof zu geänderten Fahrzeiten und Teilausfällen.

Welche Linien und Streckenabschnitte genau betroffen sind, nennt die Deutsche Bahn in ihrer aktualisierten Mitteilung nicht. Für ausfallende Abschnitte richtet sie Ersatzverkehr mit Bussen ein. Das kann die Reisezeit verlängern – und Fahrräder bleiben aus Platzgründen draußen.

Fahrplan vor der Abfahrt prüfen

Die geänderten Verbindungen sind bereits in den digitalen Fahrplanauskünften der Deutschen Bahn hinterlegt. Trotzdem empfiehlt die Bahn, die Verbindung unmittelbar vor der Abfahrt im DB Navigator oder auf bahn.de zu prüfen, weil kurzfristige Änderungen möglich sind.

Am Bahnhof sollten Reisende Anzeigen und Durchsagen im Blick behalten und zusätzliche Zeit für den Umstieg auf die Ersatzbusse einplanen. Wer ein Fahrrad mitnehmen möchte, sollte eine andere Verbindung prüfen. Der Umgebungsplan für den Ersatzverkehr ist auf bahnhof.de abrufbar. Ein bisschen Puffer schadet in diesen Tagen jedenfalls nicht.

Probebohrungen an der A67

Parallel laufen im Raum zwischen Darmstadt und Mannheim weitere Vorarbeiten für große Verkehrsprojekte. Die DB InfraGO führt zusätzliche Baugrunduntersuchungen für die Neubaustrecke Frankfurt–Mannheim und den sechsstreifigen Ausbau der A67 durch. Geplant sind Probebohrungen, bei denen sowohl der Straßenkörper als auch der darunterliegende Baugrund untersucht werden.

Das Untersuchungsgebiet liegt an der A67 zwischen dem Autobahnkreuz Darmstadt und der Anschlussstelle Lorsch. Zunächst geht es um den Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Darmstadt und der Anschlussstelle Pfungstadt. Die Ergebnisse fließen in die weitere Planung der Bahnstrecke und des Autobahnausbaus ein. Die DB InfraGO informierte darüber am 2. Oktober 2026 um 12:30 Uhr in Frankfurt am Main.

Zwischen Oktober 2026 und April 2027 sind insgesamt 13 zeitlich begrenzte Verkehrsführungen an verschiedenen Stellen und in beiden Fahrtrichtungen vorgesehen. Die erste Phase beginnt am Sonntag, 4. Oktober 2026, etwa um 20:00 Uhr, und dauert bis Dienstag, 20. Oktober 2026, etwa 06:00 Uhr.

Änderungen an der Anschlussstelle Pfungstadt

Auf der A67 in Fahrtrichtung Darmstadt werden im Bereich der Anschlussstelle Pfungstadt zwei Fahrstreifen auf einer Länge von rund 700 Metern auf den rechten Fahrstreifen und den Seitenstreifen verschwenkt. Die Auffahrt von Pfungstadt auf die A67 in Richtung Darmstadt wird aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Ausgeschilderte Umleitungen führen über die B426 zur A5-Anschlussstelle Eberstadt oder über B426, B44 und L3113 zur A67-Anschlussstelle Gernsheim. In Fahrtrichtung Mannheim bleiben während dieser Bauphase beide Fahrstreifen sowie die Ein- und Ausfahrt geöffnet.

Die Autobahn GmbH und DB InfraGO bitten um vorsichtige Fahrweise im Baustellenbereich und um Verständnis für die Verkehrsbeeinträchtigungen. Für Autofahrer heißt das: Augen auf, Tempo raus – und lieber nicht auf den letzten Drücker losfahren.

Neue Bahnstrecke entlang der Autobahn

Hinter den Untersuchungen steht die von der Deutschen Bahn geplante Neubaustrecke Frankfurt–Mannheim. Projektleiter ist Jörg Ritzert. Die Strecke soll künftig schnellere, häufigere und komfortablere Verbindungen zwischen Frankfurt, Mannheim und darüber hinaus ermöglichen. Davon sollen auch Pendlerinnen und Pendler profitieren, deren Reisezeiten sich verkürzen könnten.

Geplant ist außerdem, eine Lücke im Hochgeschwindigkeitsnetz der Deutschen Bahn zu schließen. Der nächtliche Güterverkehr soll auf die neuen Gleise entlang der Autobahn verlagert werden. Kommunen an den bestehenden Strecken könnten dadurch vom nächtlichen Güterverkehr entlastet werden – ein Punkt, der für viele Anwohner vermutlich ziemlich konkret klingt, wenn nachts wieder ein Zug durchs Fenster dröhnt.

Seit 2016 arbeitet die Deutsche Bahn mit der Region zusammen, unter anderem im Beteiligungsforum. Dieses begleitet die Planungen von Beginn an. Beteiligt sind die Deutsche Bahn, die Verkehrsministerien von Hessen und Baden-Württemberg, Landkreise und Kommunen, Behörden und Abgeordnete, Verbände und Vereine, Bürgerinitiativen, Umwelt- und Fahrgastverbände sowie Kammern.

Privatpersonen können ihre Anliegen über beteiligte Institutionen oder direkt bei der Deutschen Bahn einbringen. Eine interaktive Karte zeigt die Streckenabschnitte und ihre geografische Lage: Zeppelinheim–Darmstadt Nord, Weiterstadt–Pfungstadt, Pfungstadt, Gernsheim–Einhausen sowie Lorsch–Mannheim-Waldhof.

Fragen zum Projekt nimmt die Deutsche Bahn per E-Mail an frankfurt-mannheim@deutschebahn.com entgegen.