Heute, am 14. Oktober 2026, richtet sich der Blick im Bahnbau auf Hamburg: In den Herbstferien wird im S-Bahn-Netz kräftig gearbeitet. Für Fahrgäste im Hamburger Südosten und westlich von Altona heißt das: umsteigen, mehr Zeit einplanen und vor Fahrtantritt lieber noch einmal nachsehen.

Von Samstag, 17. Oktober, etwa 1 Uhr, bis Betriebsende Sonntag, 1. November, ist die Strecke zwischen Berliner Tor und Bergedorf für den S-Bahnverkehr gesperrt. Gleise und Schwellen werden an verschiedenen Abschnitten erneuert. Dazu kommen Arbeiten an der Brücke am Tidekanal und an der Station Billwerder-Moorfleet.

Zwischen Berliner Tor und Bergedorf fahren Busse

Die S7 fährt im 30-Minuten-Takt zwischen Bergedorf und Aumühle, die S2 entfällt auf diesem Abschnitt. Für sie und die übrigen Verbindungen gibt es mehrere Ersatzbusangebote: einen Direktbus zwischen Berliner Tor und Bergedorf, einen Direktbus zwischen Berliner Tor und Nettelnburg/Allermöhe sowie Busse, die an allen Stationen zwischen Berliner Tor und Bergedorf halten.

Wer zwischen Bergedorf und Hamburg Hauptbahnhof unterwegs ist, kann alternativ den RE1 nehmen. In den Hauptverkehrszeiten kommen zusätzliche Busse zwischen Bergedorf und Reinbek dazu. Morgens und abends fahren außerdem zusätzliche S1-Züge von Altona über die Verbindungsbahn zum Hauptbahnhof; sie halten in Holstenstraße, Sternschanze und Dammtor.

Außerhalb der Hauptverkehrszeiten gibt es zusätzliche Züge zwischen Barmbek und Altona. Von Barmbek nach Altona geht es durch den Citytunnel, in der Gegenrichtung von Altona nach Barmbek über die Verbindungsbahn. Die regulären S1-Züge fahren zwischen Airport/Poppenbüttel und Wedel auf dem regulären Linienweg.

Hinter den Sperrungen steckt auch ein Brückenprojekt: Zwischen Hamburg Hauptbahnhof und Bergedorf werden an der Wendenstraße und am Anckelmannplatz zwei mehr als 100 Jahre alte Bahnbrücken ersetzt. Sind die Neubauten fertig, sollen die täglich rund 300 S-Bahnen auf der Strecke leiser darüberfahren.

Weitere Sperrung der S2 im November

Die S2 ist insgesamt drei Wochen abschnittsweise gesperrt. Vom 18. Oktober bis 2. November betrifft das den Abschnitt zwischen Berliner Tor und Billwerder-Moorfleet, vom 3. bis 7. November den Bereich zwischen Berliner Tor und Tiefstack. Während der Sperrungen fahren Ersatzbusse.

Zwischen Bergedorf und Berliner Tor verkehrt ein Direktbus in beiden Richtungen alle fünf Minuten. Die S2 fährt weiterhin im Zehn-Minuten-Takt zwischen Billwerder-Moorfleet beziehungsweise Tiefstack und Bergedorf beziehungsweise Aumühle.

Fahrgäste Richtung Bergedorf sollen die S1 bis Berliner Tor nehmen und dort in die Direktbusse nach Bergedorf oder in die Ersatzbusse nach Billwerder-Moorfleet beziehungsweise Tiefstack umsteigen. Dort besteht Anschluss an die S2 Richtung Bergedorf/Aumühle. In der Gegenrichtung geht es ab Bergedorf mit den Direktbussen nach Berliner Tor; ab Billwerder-Moorfleet beziehungsweise Tiefstack fahren die Ersatzbusse bis Berliner Tor, wo Anschluss an die S1 besteht.

Wer Richtung Schwerin, Büchen oder Schwarzenbek unterwegs ist, kann weiterhin Ersatzbusse ab Hamburg-Bergedorf nutzen. Alternativ ist der Einstieg an der U-Bahn-Station Steinfurther Allee möglich.

Auch zwischen Altona und Wedel wird gebaut

Von Freitag, 23. Oktober, 20 Uhr, bis Betriebsende Sonntag, 25. Oktober, fahren zwischen Altona und Wedel keine S-Bahnen. Grund sind Gleisbauarbeiten, der Austausch von Schienen und Schwellen sowie Vegetations- und Signalarbeiten. Drei Ersatzbuslinien übernehmen den Abschnitt: Bus A fährt zwischen Altona und Sülldorf, Bus B zwischen Altona und Wedel, Bus C zwischen Altona und Blankenese über Teufelsbrück.

Bis zu 20 Minuten kann sich die Fahrzeit verlängern. Das ist auf dem Papier überschaubar, fühlt sich mit Tasche, Kinderwagen oder knappem Anschluss aber schnell anders an.

Aktuelle Verbindungen sollten Fahrgäste vor Fahrtantritt über bahn.de, den DB Navigator oder die HVV-App prüfen.

Mehr Kapazität für die S-Bahn

Die Arbeiten stehen in einem größeren Zusammenhang: Eine modernisierte Stromversorgung und neue Signaltechnik sollen kürzere Zugfolgezeiten ermöglichen. Der Ausbau zweier stark nachgefragter Korridore erhöht die Kapazitäten im Netz.

Die neue Linie S6 Süd unterstützt künftig die Linien S3 und S5 zwischen Neugraben, Harburg und dem Hauptbahnhof. Auf diesem Abschnitt fahren dann im 10-Minuten-Takt bis zu drei Züge je Richtung. Die S6 verkehrt weiterhin vom Hauptbahnhof über Dammtor bis zur Elbgaustraße.

Auch die Strecke zwischen Bergedorf und Altona wird für Langzüge der Linie S2 ausgebaut. Dort soll die S2 künftig im 5-Minuten-Takt fahren und bis zu 1.500 Fahrgäste aufnehmen können. Bis dahin heißt es in den Herbstferien erst einmal: Bussteig statt Bahnsteig, Route checken, losgehen.