Lübeck–Büchen wird fit für Umleitungen und die Korridorsanierung 2028
Auf der Strecke zwischen Lübeck Hauptbahnhof und Büchen wird gebaut. Die Deutsche Bahn ertüchtigt die Verbindung gründlich: Gleise, Bahndämme, Durchlässe und Stützwände stehen ebenso auf dem Plan wie Bahnübergänge und Stellwerke. Für Reisende heißt das zunächst: Die Strecke wird in zwei Phasen vollständig für den Zugverkehr gesperrt.
Die erste Vollsperrung läuft vom 19. Oktober bis 12. Dezember. Für diese Sperrpause richtet das Verkehrsunternehmen Erixx Busse als Ersatzverkehr ein. Fahrgäste sollten mehr Zeit einplanen und sich vorab über die Fahrzeiten informieren – gerade bei Anschlüssen kann es sonst knapp werden. Eine zweite Sperrpause folgt vom 5. Februar bis 14. Mai des Folgejahres.
Viele Baustellen auf vergleichsweise kurzer Strecke
Acht Kilometer Gleise werden erneuert. Dazu kommen 250 Meter Stützwände und drei Durchlässe, von denen einige Bauwerke mehr als 150 Jahre alt sind. Auf sechs Kilometern wird der Bahndamm verstärkt. Das klingt nach unsichtbarer Arbeit unter dem Schotter, ist für einen stabilen Zugbetrieb aber entscheidend.
An 14 Bahnübergängen passt die DB die Anlagen an. Vier Stellwerke werden technisch hochgerüstet, damit die Betriebsführung präziser und der Zugverkehr zuverlässiger läuft. Im Bereich des Bahnhofs Mölln entstehen außerdem zwei zusätzliche, beheizbare Weichen. Die Weichenheizungen sollen Störungen bei Kälte und Schnee verringern – ein kleiner Baustein, der im Winter schnell ziemlich wichtig wird.
In der ersten Sperrpause liegt der Schwerpunkt auf Durchlässen, Stützwänden, Kabeltiefbau, Dammertüchtigung und Oberbau. Während der zweiten Sperrpause folgen weitere Damm- und Oberbauarbeiten, die provisorischen Bahnsteigverlängerungen in Mölln und Ratzeburg sowie die Hochrüstung der Stellwerke.
Vorbereitung auf die Korridorsanierung
Die Arbeiten dienen nicht nur dem heutigen Betrieb. Sie bereiten die Strecke auf die für 2028 geplante Korridorsanierung der Bestandsstrecke Lübeck–Hamburg vor. Während dieser späteren Bauarbeiten sollen auf der ertüchtigten Verbindung mehr alternative Fahrmöglichkeiten und verlässlichere Umleitungsverkehre möglich sein.
Die provisorisch verlängerten Bahnsteige in Mölln und Ratzeburg schaffen dafür eine weitere Voraussetzung: Während der Korridorsanierung können dort längere Personenzüge halten. Damit sollen Umleitungen besser funktionieren, während stabilere Bahndämme, beheizte Weichen und modernisierte Stellwerke den Betrieb weniger störanfällig machen. Auch die Sicherheit an den Bahnübergängen soll steigen.
Die Deutsche Bahn bündelt also einiges: Erneuerung, Sicherungstechnik, Weichen, Kabel und Bahnsteige. Für die Menschen an der Strecke bleibt vorerst vor allem der Ersatzverkehr sichtbar – Busse statt Zug, längere Wege, Fahrpläne zum Nachschauen. Hinter den Kulissen wird allerdings an einer Strecke gearbeitet, die später deutlich mehr aushalten soll.
Teil eines größeren Netzausbaus
Der Zusammenhang reicht über Lübeck und Büchen hinaus. Die Eisenbahnverbindung zwischen Hamburg und Berlin ist 278 Kilometer lang und stark ausgelastet. Durchschnittlich fahren dort täglich 470 Züge aus Fern-, Nah- und Güterverkehr. Damit gilt sie als meistbefahrene direkte Städteverbindung Deutschlands.
Gemeinsam mit dem Bund baut die Deutsche Bahn diese Verbindung zu einem Hochleistungsnetz aus. Damit sollen die Voraussetzungen für die digitale Schiene und einen verlässlichen bundesweiten Deutschlandtakt geschaffen werden. Vom 1. August 2025 bis zum 14. Juni 2026 war die Strecke im Rahmen einer Korridorsanierung vollständig für den Zugverkehr gesperrt.
Innerhalb von zehn Monaten bündelte die DB dort zahlreiche Arbeiten: Gleise wurden erneuert und instand gesetzt, Weichen und Oberleitungen bearbeitet, die Leit- und Sicherungstechnik erneuert sowie 28 Verkehrsstationen entlang der Strecke modernisiert. Durch dieses Bündeln soll in den darauffolgenden Jahren deutlich weniger gebaut werden. Die Lübeck-Büchen-Strecke wird nun für ihre Rolle bei den späteren Umleitungen vorbereitet.
Zum Projekt gibt es außerdem einen Eintrag im BauInfoPortal der Deutschen Bahn mit dem Titel „BauInfoPortal – Bauprojekt Lübeck–Büchen Umleiterstrecke | BauInfoPortal der Deutschen Bahn“. Die bereitgestellte PDF-Datei umfasst zwei Seiten. Als Herausgeber beziehungsweise Produzent sind dompdf 3.1.6 + CPDF angegeben; Erstellungs- und Änderungsdatum ist der 7. Oktober 2026, 14:20 Uhr. Der gelieferte Inhalt liegt als PDF-Rohdatenstrom vor, ist komprimiert beziehungsweise als Bilddaten eingebettet und enthält keinen zuverlässig auslesbaren Nachrichtenartikeltext.
Bis die Züge wieder normal fahren, bleibt deshalb vor allem eines gefragt: ein Blick auf die Fahrzeiten, etwas Geduld und im Zweifel ein paar Minuten Reserve. Auf einer Baustelle dieser Größe geht’s nicht ganz ohne Umweg.
