Reparatur zwischen Ulm und Senden sorgt für Zugausfälle und Verspätungen
Auf der Bahnstrecke zwischen Ulm und Illertissen kommt es am Montagmorgen, 28. September 2026, zu Einschränkungen. Ursache ist nach Angaben der Deutschen Bahn eine Reparatur im Abschnitt zwischen Ulm Hauptbahnhof und Senden.
Wer dort unterwegs ist, muss in beiden Richtungen mit Verspätungen, Zugausfällen und vorzeitigen Zugwenden rechnen. Wie lange die Störung dauert, ist derzeit unklar. Aktuelle Informationen liefert die Fahrplanauskunft auf bahn.de sowie der DB Navigator.
Mehrere Strecken in Baden-Württemberg betroffen
Die Probleme reihen sich in eine größere Zahl von Reparaturarbeiten im Land ein. Bei Regionalzügen der DB Regio kommt es derzeit auf mehreren Strecken zu Verspätungen und Ausfällen.
- RE 50 zwischen Giengen (Brenz) und Ulm Hbf: Vom 9. August bis voraussichtlich 2. September 2026 fahren die Züge langsamer. Auf der Linie RE 50 Aalen–Ulm werden Verspätungen von 5 bis 10 Minuten erwartet.
- Bad Saulgau–Altshausen: Vom 25. August bis voraussichtlich 1. September 2026 sind die Züge wegen Reparaturen langsamer unterwegs. Betroffen sind die Linien RE 6 Stuttgart–Tübingen–Aulendorf/Rottweil? sowie RB 53 Sigmaringen–Aulendorf–Leutkirch/Wangen (Allgäu); die Folge sind Verspätungen.
- Laupheim-West–Laupheim-Stadt: Seit 25. August 2026 fahren die Züge langsamer, Verspätungen sind die Folge. Das Ende der Arbeiten ist noch offen. Betroffen sind RS 2/RS 21 Ulm–Biberach (Riß).
- Radolfzell–Friedrichshafen Stadt: Vom 25. August bis voraussichtlich 30. September 2026 wird abschnittsweise langsamer gefahren. Es kommt zu Verspätungen und einzelnen Teilausfällen auf den Linien RE 3 Ulm–Lindau/Friedrichshafen–Basel Bad Bf sowie RB 31 Radolfzell–Friedrichshafen.
Reisende sollten ihre Verbindung vor der Fahrt prüfen, zusätzliche Reisezeit einplanen und auf Durchsagen an Bahnsteigen und in den Zügen achten. Das klingt banal, kann an solchen Tagen aber den Unterschied machen – vor allem, wenn ein Anschluss knapp kalkuliert ist.
Hitze und Baustellen bremsen den Verkehr
Wie zäh der Bahnverkehr in Baden-Württemberg derzeit laufen kann, zeigt auch die Strecke zwischen Stuttgart und Aulendorf. Dort gibt es seit Wochen starke Verspätungen und Zugausfälle. Besonders betroffen ist die Zollern-Alb-Bahn, auf der sich einige Züge um bis zu eine Stunde verspäten.
Nach Angaben der Deutschen Bahn sind vor allem Hitzeschäden an den Gleisen und zusätzliche Baustellen entlang der Strecke verantwortlich. Die Hitze beschädigte die Strecke zwischen Albstadt-Laufen und Mössingen an mehreren Stellen. In den betroffenen Abschnitten gilt deshalb eine niedrigere Geschwindigkeit: Die Fahrzeiten verlängern sich, Anschlüsse werden teilweise verpasst.
Der Abschnitt zwischen Albstadt-Laufen und Mössingen ist eingleisig. Ein verspäteter Zug kann dort nicht einfach von einem entgegenkommenden Zug passiert werden. Der Gegenzug muss warten und übernimmt dadurch ebenfalls die Verspätung. Auch das Warten auf Anschlusszüge sorgt für weitere Verzögerungen, unter anderem in Richtung Stuttgart und Aulendorf.
Für die Reparaturen braucht die Bahn spezielle Großmaschinen, die laut Unternehmen nur begrenzt verfügbar sind. Einen Abschlusszeitpunkt der Arbeiten kann die Bahn derzeit nicht nennen. Nach Angaben einer Bahnsprecherin sollen die Einschränkungen noch einige Wochen andauern.
Weitere Arbeiten entlang der Strecke
Neben den Hitzeschäden laufen zusätzliche Bauarbeiten. Am Tübinger Hauptbahnhof werden Weichen und Aufzüge erneuert. Zwischen Gammertingen und Sigmaringen verkehren bis November Busse und Taxis statt Züge. Dort erneuert die SWEG Bahnübergänge und führt Brückenbauarbeiten durch.
Für den heutigen Montagmorgen bleibt damit vor allem der Blick in die digitale Fahrplanauskunft: Zwischen Ulm und Illertissen können sich die Pläne kurzfristig ändern – und der Bahnsteig ist dann womöglich schneller leer, als einem lieb ist.
