Heute, am Samstag, 3. Oktober 2026, ist der Tag der Deutschen Einheit. Wer noch schnell Milch, Brot oder Kaffee braucht, merkt das spätestens vor verschlossenen Türen: Der reguläre Einzelhandel bleibt bundesweit geschlossen. Supermärkte, Discounter, Drogerien, Kaufhäuser, Möbelhäuser, Einkaufszentren, Baumärkte und Gartencenter öffnen grundsätzlich weder am 3. noch am 4. Oktober. Einen Ersatzfeiertag gibt es trotz des Samstags nicht.

Auch Friseure, Elektro-Fachgeschäfte und die meisten Büros bleiben zu. Lebensmittel-Lieferdienste wie Getir oder Flink dürfen ebenfalls nicht ausliefern; Bestellungen können sich verzögern. Und selbst Supermarktparkplätze können gesperrt sein – auch dann, wenn dort Ladestationen für E-Autos stehen.

Wo heute trotzdem eingekauft werden kann

Ausnahmen gibt es für Geschäfte in Bahnhöfen und Flughäfen, Tankstellen und Apotheken. Ob geöffnet wird, entscheiden die Betreiber. In den meisten Großstädten sind die dortigen Supermärkte erreichbar, allerdings ist dort eher Reisebedarf vorgesehen: kleine Mengen Lebensmittel und Getränke, Presse, Hygieneartikel oder Blumen. Ein normaler Wocheneinkauf ist nicht drin.

In Berlin gelten folgende Zeiten: Rewe im Hauptbahnhof öffnet von 6 bis 23 Uhr, Rewe im Ostbahnhof von 6 bis 22 Uhr und Penny im Ostbahnhof von 8 bis 22 Uhr. Edeka in den Bahnhöfen Friedrichstraße, Lichtenberg und Südkreuz ist von 8 bis 22 Uhr geöffnet, ebenso Hit Ullrich am Bahnhof Zoo. Rewe am Flughafen BER hat rund um die Uhr geöffnet.

Hamburg bietet Edeka im Bahnhof Altona von 6 bis 23 Uhr, Lidl dort von 10 bis 20 Uhr und Edeka am Flughafen von 6 bis 22 Uhr. Der Edeka in der Wandelhalle des Hauptbahnhofs öffnet normalerweise an 365 Tagen von 7 bis 23 Uhr, weist für den Feiertag aber auf mögliche Abweichungen hin.

In München sind Edeka im Hauptbahnhof und Edeka im Ostbahnhof jeweils von 8 bis 23 Uhr offen. Rewe To Go im Hauptbahnhof läuft rund um die Uhr, Lidl am Zentralen Omnibusbahnhof Hackerbrücke von 9 bis 19 Uhr. Zusätzlich öffnet ein Supermarkt im Airport-Center von 5.30 bis 23 Uhr.

Dresden hat Rewe To Go im Hauptbahnhof von 5 bis 24 Uhr, Lidl und Rossmann im Hauptbahnhof jeweils von 8 beziehungsweise 7 bis 21 Uhr sowie Lidl im Bahnhof Neustadt von 8 bis 21 Uhr im Angebot. In Köln ist Rewe To Go im Hauptbahnhof rund um die Uhr geöffnet. In Frankfurt verkauft Spar Express im Hauptbahnhof von 7 bis 22 Uhr. Am Frankfurter Flughafen öffnet Tegut von 6 bis 22 Uhr, Rewe von 7 bis 23 Uhr.

Leipzig ist eine kleine Falle für Frühaufsteher: Rewe und Aldi Nord in den Promenaden am Hauptbahnhof bleiben am Samstag geschlossen. Beide Märkte öffnen am Sonntag wieder regulär. Die Drogeriemärkte in den Promenaden öffnen am Feiertag und führen ein kleines Lebensmittelsortiment.

Bäckerei, Tankstelle, Notdienst

Bäckereien und Konditoreien dürfen je nach Bundesland etwa drei bis sechs Stunden öffnen, jede Filiale entscheidet selbst. In Berlin liegt das Zeitfenster etwa zwischen 7 und 16 Uhr. Baden-Württemberg und Bayern erlauben höchstens drei Stunden, Brandenburg höchstens fünf Stunden zwischen 7 und 19 Uhr, Bremen höchstens drei Stunden zwischen 8 und 16 Uhr. Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und das Saarland sehen höchstens fünf Stunden vor; in Hamburg gilt dabei 7 bis 16 Uhr, im Saarland gibt es keine näher genannte Uhrzeit.

Hessen erlaubt höchstens sechs Stunden. Sachsen ebenfalls höchstens sechs Stunden, dort zwischen 7 und 18 Uhr. Rheinland-Pfalz nennt höchstens fünf Stunden zwischen 7 und 20 Uhr, Thüringen höchstens fünf Stunden zwischen 8 und 17 Uhr. In Nordrhein-Westfalen dürfen außerdem Blumenläden und der Zeitungsverkauf bis zu fünf Stunden öffnen. Blumenläden und Hofläden dürfen in mehreren Ländern für wenige Stunden aufsperren.

Tankstellen dürfen regulär öffnen. Im Shop gibt es meist Kraftstoff, Reisebedarf, Getränke, Snacks und teilweise Backwaren – der große Einkauf wird dort allerdings schnell teuer. Rund 900 Aral-Tankstellen betreiben Rewe-To-Go-Shops. Kioske und Spätverkaufsstellen können je nach Landes- und Kommunalrecht ebenfalls öffnen. Restaurants, Cafés, Imbisse und gastronomische Lieferdienste dürfen aufsperren, wenn der jeweilige Betrieb das entscheidet. Clubs und Bars ebenfalls; der Tag der Deutschen Einheit ist kein stiller Feiertag, Tanzen und Feiern sind erlaubt.

Medikamente sind über den Apotheken-Notdienst erhältlich. Apotheken öffnen heute nur im Notdienst. Arztpraxen bleiben geschlossen; der ärztliche Bereitschaftsdienst ist unter 116 117 erreichbar, der Notruf unter 112.

Automatische Läden und Länder-Sonderregeln

In Hessen dürfen automatisierte Läden bis 120 Quadratmeter am Feiertag öffnen, in Bayern bis 150 Quadratmeter. Baden-Württemberg erlaubt personallose Kleinstläden bis 150 Quadratmeter rund um die Uhr. In Brandenburg dürfen vollautomatisierte Läden bis 250 Quadratmeter durchgehend offen sein. Niedersachsen erlaubt personallose Läden bis 150 Quadratmeter mit kommunaler Genehmigung rund um die Uhr, Sachsen automatisierte, personalfreie Läden bis 100 Quadratmeter ebenfalls durchgehend. Im Saarland dürfen digitale Kleinstläden bis 150 Quadratmeter an Sonn- und Feiertagen fünf Stunden öffnen.

Digitale Kleinstmärkte gelten in Hamburg dagegen als normale Verkaufsstellen und bleiben geschlossen. In Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein können in Kur- und Tourismusorten erweiterte Bäderregelungen gelten. Berlin hat keinen bestätigten stadtweiten verkaufsoffenen Sonntag; Bahnhofs-Läden dürfen dort Reisebedarf anbieten.

In Bayern beginnt wegen des Oktoberfests der Betrieb von Festzelten und Fahrgeschäften ab 9 Uhr, der Nahverkehr fährt nach Sonn- und Feiertagsfahrplan. Bremen feiert vom 2. bis 4. Oktober Bürgerfest; Busse und Bahnen im gesamten VBN-Gebiet sind am Festwochenende kostenlos. Sachsen-Anhalt und Thüringen haben noch eine Kalenderkuriosität: Der Reformationstag am 31. Oktober 2026 fällt ebenfalls auf einen Samstag.

Sonntag, Montag und die nächsten Wege

Am Sonntag, 4. Oktober, öffnen in rund 100 Orten Geschäfte aus besonderem Anlass, die meisten davon in Nordrhein-Westfalen. Verkaufsoffene Sonntage sind nur für wenige Stunden zulässig, meist von 13 bis 18 Uhr. Genannt sind unter anderem Ulm in Baden-Württemberg; in Bayern Amberg, Eichstätt, Plattling, Straubing, Abensberg, Untergriesbach, Oberstaufen, Pfronten, Berchtesgaden, Bad Birnbach, Pfaffenhofen, Dietfurt, Weißenhorn, Bad Endorf und Jettingen-Scheppach; in Hessen Bürstadt und Groß-Gerau; im Saarland Saarbrücken, Saarlouis und St. Ingbert sowie Erfurt in Thüringen.

In Nordrhein-Westfalen gehören Ahaus, Dortmund-Hörde, Gelsenkirchen, Hattingen, Moers, Haltern am See, Castrop-Rauxel-Habinghorst, Detmold und Dinslaken zu den genannten Orten; insgesamt wurden 29 Kommunen genannt. Die Liste ist nicht vollständig, Zeiten unterscheiden sich je nach Ort, viele Öffnungen sind für 13 bis 18 Uhr vorgesehen. Termine können kurzfristig geändert oder gerichtlich gestoppt werden.

In Berlin öffnen die Mall of Berlin von 13 bis 19 Uhr und das KaDeWe von 13 bis 20 Uhr. Lebensmittel gibt es sonntags weiterhin hauptsächlich an Bahnhöfen. Der freie Tag wird außerdem gern für Ausflüge in Nachbarländer wie die Niederlande oder Dänemark genutzt.

Am Freitag, 2. Oktober, war der letzte reguläre Einkaufstag. Supermärkte schlossen meist zwischen 20 und 22 Uhr, in Bayern spätestens um 20 Uhr. Ab Montag, 5. Oktober, öffnen Handel, Ämter und Banken wieder normal, die Paketzustellung läuft an. Am Vormittag kann es allerdings zu Andrang kommen. Angebote aus Wochenprospekten gelten in den Geschäften meist nur bis Freitagabend.

Pakete und Briefe werden am Samstag und Sonntag nicht zugestellt, frühestens am Montag, 5. Oktober. Packstationen bleiben zugänglich. Post-