Die Geriatrie des St.-Lucia-Hospitals in Harsewinkel soll bis Ende 2030 nach Gütersloh umziehen. Geplant ist ein Neubau am St.-Elisabeth-Hospital, in dem die altersmedizinische Versorgung anschließend fortgeführt werden soll. Dafür sind Investitionen von rund 54,5 Millionen Euro vorgesehen; in den Planungen werden 54,4 Millionen Euro genannt.

Hinter dem Vorhaben steht die Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen (KHO). Sie plant die Verlagerung der Geriatrie von Harsewinkel nach Gütersloh und muss dort zusätzliche Kapazitäten schaffen. Nach Angaben der „Glocke“ hat die KHO bereits einen Förderantrag beim Land Nordrhein-Westfalen gestellt.

Kritik am Neubau in Gütersloh

In Harsewinkel reißt die Kritik an den Plänen nicht ab. Als Kritikerin wird Bürgermeisterin Pamela Westmeyer (CDU) genannt. Besonders umstritten ist, dass für den Neubau in Gütersloh rund 54,4 Millionen Euro bereitstehen sollen, während der bestehende Krankenhausstandort in Harsewinkel aufgegeben werden soll.

Der Hintergrund: Das St.-Lucia-Hospital in Harsewinkel soll bis Ende 2030 geschlossen werden. Die dortige Geriatrie würde danach am St.-Elisabeth-Hospital in Gütersloh weiterarbeiten. Für viele Kritiker passt das schwer zusammen – hier der gewachsene Standort, dort ein millionenschwerer Neubau.

Standortfrage bleibt offen

Kritiker wollen sich weiterhin für den Erhalt des St.-Lucia-Hospitals einsetzen. Damit geht es längst nicht nur um ein Bauprojekt, sondern auch um die künftige medizinische Versorgung vor Ort und die Frage, wo ältere Menschen behandelt werden sollen.

Bis zum geplanten Umzug bleibt noch Zeit, entschieden ist der Streit damit aber nicht. Während die KHO in Gütersloh neue Räume und zusätzliche Kapazitäten schaffen will, hält Harsewinkel an seinem Widerstand gegen die Aufgabe des Krankenhausstandorts fest. Die Zahlen stehen im Raum, die Debatte ebenso.