Die Stadt Dresden hat den Planungsvertrag für die neue Carolabrücke unterzeichnet. Oberbürgermeister Dirk Hilbert setzte seine Unterschrift am 10. September 2026 unter das Dokument. Damit ist nun offiziell, wer den Neubau plant: das Team „CAROLA 3.0“ mit der FHECOR Deutschland GmbH und TSSB Architekten.

Dem Vertragsschluss war eine knappe Entscheidung im Stadtrat vorausgegangen. Am 3. September wählten die Mitglieder den Entwurf mit 39 zu 31 Stimmen aus. Viel Spielraum für Schulterklopfen bleibt trotzdem nicht – die nächsten Schritte sind dicht getaktet.

Genehmigungsreifer Entwurf soll Anfang 2027 vorliegen

Das Planungsteam soll Anfang 2027 einen genehmigungsreifen Entwurf vorlegen. Bis dahin müssen zahlreiche Anforderungen zusammengebracht werden. Auf der Liste stehen unter anderem der Hochwasserschutz, der Denkmalschutz und der Artenschutz.

Auch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt muss berücksichtigt werden. Gerade bei einem Brückenbau über die Elbe greifen viele Belange ineinander; da reicht es nicht, nur die künftige Form der Brücke im Blick zu behalten.

Technische Details werden parallel abgestimmt

Fachleute der Stadt und des Planungsteams stimmen bereits parallel technische Einzelheiten ab. Dazu gehören die Straßenbahngleise ebenso wie die Fernwärmeleitungen. Leitungen, Schienen, Wasser und Genehmigungen – der Neubau ist damit weit mehr als eine Frage von Beton und Stahl.

Der Baubeginn ist für 2028 geplant. Bis dahin bleibt also noch einiges zu klären, zu rechnen und abzustimmen. Für Dresden ist der 25. September 2026 damit ein Zwischenstand mit klarer Richtung: Der Vertrag ist unterschrieben, das Planungsteam steht, und die Arbeit an der neuen Carolabrücke läuft an.