Roger Federer ist mit seiner Familie in das neue Anwesen in Rapperswil-Jona SG am Zürichsee eingezogen. Zum Haushalt gehören der frühere Tennisstar, seine Frau Mirka und die vier Kinder, darunter die Zwillinge. Offiziell bestätigt ist der Einzug bislang nicht: Federer und sein Family Office beantworteten entsprechende Anfragen nicht. Auch die Stadt Rapperswil-Jona schweigt unter Verweis auf den Persönlichkeitsschutz.

Ganz unbemerkt blieb der Umzug trotzdem nicht. Die Gebäude auf dem rund 17’000 Quadratmeter großen Grundstück sind möbliert, abends brennt Licht. Wer über den Seedamm fährt, kann das Leuchten laut der «Linth-Zeitung» erkennen. Personen aus dem Umfeld der Baustelle sowie ehemalige Handwerker und Angestellte bestätigen den Einzug. „Ja, Federer ist tatsächlich eingezogen.“

Sieben Jahre Bauzeit, sechs Gebäude

Die Bauarbeiten hatten vor knapp sieben Jahren begonnen und sich über Jahre hingezogen. Federer und seine Familie wollten ursprünglich bereits 2021 einziehen. Zahlreiche Einsprachen verzögerten den Bau der Villa jedoch. Nach mehr als sechs Jahren Bauzeit stehen nun sechs Gebäude, eine Tiefgarage, ein Tennisplatz und weitere Anlagen auf dem Gelände.

Für die Parzelle soll Federer zwischen 40 und 60 Millionen Franken bezahlt haben. Auf ein Bootshaus verzichtete er inzwischen. Das Anwesen ist dennoch noch nicht vollständig fertiggestellt: Gärtner erledigen letzte Arbeiten an der Umgebung. Laute Baumaschinen sind verschwunden, der große Baustellenlärm ist vorbei.

Von der Zürcherstrasse aus ist das Grundstück kaum einsehbar. Ein grünes Schiebetor, Gebüsche und ein Wärterhäuschen schirmen das Gelände vor Blicken ab. Östlich angrenzend werden derzeit knapp 20 Luxuswohnungen gebaut – während die Familie Federer trotz dieser Bauarbeiten bereits in ihr neues Zuhause eingezogen ist.

Diskretion rund um den Bau

Während der Bauzeit durften Handwerker und Angestellte keine Fotografien anfertigen. Inzwischen seien sie vertraglich nicht mehr zur Verschwiegenheit beziehungsweise Diskretion verpflichtet. Aus diesen Kreisen heißt es, Federer sei tatsächlich eingezogen.

Rapperswil-Jona gilt wegen seiner Lage am Zürichsee und seines vergleichsweise moderaten Steuerfusses als attraktiver Wohnort für vermögende Personen. Zwar ist der Steuerfuss höher als etwa im Kanton Zug oder in Wollerau, er liegt aber unter jenem vieler anderer Orte. Zudem sind die Vermögenssteuern im Kanton St. Gallen niedriger als in zahlreichen anderen Kantonen.

Am Anwesen selbst bleibt es nach dem Einzug vergleichsweise ruhig. Keine schweren Maschinen mehr, kein ständiges Dröhnen – nur Gärtner, die draußen noch Hand anlegen, während hinter den möblierten Fassaden am Abend Licht brennt.