Am Samstag, dem 3. Oktober 2026, läuft die Mein Schiff Flow erstmals im spanischen Hafen Tarragona ein. Der offizielle Hafenfahrplan nennt den Liegeplatz Balears Exterior und eine Liegezeit von 08:00 bis 18:00 Uhr. Früh am Morgen kommt das Schiff aus Barcelona, bleibt den ganzen Tag in Tarragona und soll am Nachmittag wieder ablegen.

Für den Anlauf ist eine Kapazität von 3.890 Passagieren angegeben. Das neue Flaggschiff von TUI Cruises gehört damit zu den größten Kreuzfahrtschiffen, die Tarragona im Jahr 2026 besuchen. Die Stadt liegt etwa 100 Kilometer südwestlich von Barcelona und hat sich längst als Kreuzfahrthafen etabliert. Die laufende Saison begann im Februar, wurde ab April deutlich intensiver und soll bis November dauern.

Neubau mit Kurs auf Deutschland

Der Erstanlauf findet während der aktuellen Mittelmeerreise des Neubaus statt. Seit Juli ist die unter maltesischer Flagge fahrende Mein Schiff Flow im Einsatz. Zuvor wurde sie im Juni auf der italienischen Fincantieri-Werft in Monfalcone übergeben; TUI Cruises übernahm das Schiff am 12. Juni 2026. Bereits angelaufen wurden unter anderem Palma de Mallorca, Málaga, Rom, Marseille und Palermo.

Ein weiterer Besuch in Tarragona ist für Dienstag, den 6. Oktober 2026, von 08:00 bis 18:00 Uhr geplant. Danach endet die Mittelmeersaison. Mitte Oktober nimmt die Mein Schiff Flow Kurs auf Nordeuropa und Deutschland. Im Winter 2026/27 soll sie unter anderem Reisen ab deutschen Häfen durchführen.

Die Mein Schiff Flow ist nach der Mein Schiff Relax das zweite Schiff der neuen InTUItion-Klasse und baugleich mit der Mein Schiff Relax, die seit Frühjahr 2025 in Betrieb ist. Die Taufe der Flow fand am 20. Juni 2026 in Triest unter dem Motto „Go with the Flow“ statt. Zur neuen Schiffsklasse gehören veränderte Restaurant- und Barkonzepte sowie neu gestaltete öffentliche Bereiche.

14 Restaurants, 17 Bars und weniger Emissionen im Hafen

Der von Fincantieri entwickelte Neubau misst 160.000 BRZ und bietet Platz für bis zu 3.984 Gäste. An Bord gibt es 14 Restaurants und 17 Bars – man muss also nicht lange suchen, wenn der kleine Hunger plötzlich sehr entschlossen auftritt.

Technisch ist das Schiff für den Dual-Fuel-Betrieb mit Flüssigerdgas (LNG) und Schiffsdiesel (MGO) ausgelegt. Zur Ausstattung gehören Katalysatoren nach Euro-6-Norm, eine Dampfturbine zur Nutzung der Abwärme von Dieselgeneratoren und ein Landstromanschluss. Nach Angaben von Fincantieri ermöglichen diese Systeme während der Liegezeit im Hafen einen nahezu emissionsfreien Betrieb. Diese Liegezeit macht etwa 40 Prozent der Betriebszeit aus.

Die Anläufe stärken die Bedeutung Tarragonas als Reiseziel. Für die Stadt ist der Besuch also mehr als ein kurzer Fototermin am Kai: Von den Passagieren profitieren Hafen, Zentrum und die touristischen Angebote rund um die Altstadt.

Vom Kreuzfahrtterminal zu römischen Spuren

Wer vom Kreuzfahrtterminal „Moll de Lleida“ loszieht, erreicht das römische Amphitheater in etwa 25 Minuten zu Fuß oder per Shuttlebus. Das gut erhaltene Bauwerk aus dem 2. Jahrhundert liegt direkt an der Mittelmeerküste und wurde früher für Gladiatorenkämpfe genutzt. Heute gehört es zum UNESCO-Weltkulturerbe. Salzluft, helle Steine und dahinter das Meer – viel Tarragona auf wenigen Metern.

In der Altstadt wartet die Kathedrale von Tarragona. Sie wurde im gotisch-romanischen Stil erbaut; sehenswert sind unter anderem das Portal, der Kreuzgang und die oberen Terrassen mit Aussicht. Vom Zentrum sind es nur wenige Minuten zu Fuß, vom Hafen ungefähr 30 Minuten. Alternativ fahren Shuttlebus oder Taxi.

Durch die Neustadt führt die etwa 1 Kilometer lange Rambla Nova bis zum Aussichtspunkt „Balkon des Mittelmeers“, dem Balcó del Mediterrani. Von dort reicht der Blick über das Meer und hinüber zum Amphitheater. Vom Hafen aus kommt man per Shuttlebus oder Taxi dorthin.

Das Nationalmuseum zeigt römische Funde wie Mosaike, Skulpturen und Alltagsgegenstände. In der Nähe liegen zugängliche Reste der alten Stadtmauer. Das Archäologische Museum ist zu Fuß in der Altstadt erreichbar, vom Kreuzfahrtterminal sind es etwa 25 bis 30 Minuten.

Und wenn nach Stadtmauer, Kathedrale und Amphitheater die Füße müde werden: Nördlich der Stadt liegen Sandstrände wie Platja del Miracle und Platja de l’Arrabassada. Sie fallen flach ab und eignen sich für eine Badepause. Vom Stadtzentrum aus sind sie in wenigen Minuten zu Fuß oder per Taxi erreichbar.