Am 8. Oktober leitete Van Thi Bach Tuyet, stellvertretende Sekretärin des Parteikomitees von Ho-Chi-Minh-Stadt, eine Sitzung mit dem Ständigen Ausschuss des Parteikomitees der Gemeinde Bau Lam. Auf dem Tisch lagen die sozioökonomische Lage der ersten neun Monate 2026, nationale Verteidigung und Sicherheit, der Parteiaufbau sowie der Aufbau des politischen Systems.

Auch die letzten drei Monate des Jahres wurden abgesteckt. Bau Lam meldete dabei sechs von sechs erreichten Zielen für Parteiaufbau und politische Systementwicklung. 18 neue Parteimitglieder kamen hinzu – das Jahresziel ist damit vollständig erfüllt. Ebenso abgeschlossen: alle 15 für 2026 vorgesehenen Inspektionen und Kontrollen.

Viele Anträge, volle Zufriedenheit

Bei der Verwaltungsreform gingen 3.515 Anträge ein. 3.504 davon wurden online gestellt, das entspricht 99,68 Prozent. Bearbeitet wurden 95 Prozent der Anträge; die Bürgerzufriedenheit lag laut Bericht bei 100 Prozent. Papierstapel dürften in Bau Lam also zumindest an dieser Stelle deutlich weniger rascheln.

Finanziell steht die Gemeinde ebenfalls kräftig da: Bis zum 30. September nahm sie mehr als 374 Milliarden VND ein und übertraf damit die Jahresprognose um mehr als 42 Prozent. Die Gesamtausgaben lagen bei über 151,7 Milliarden VND. Für öffentliche Investitionen wurden 22,81 Milliarden VND neu ausgezahlt, mehr als 24,4 Prozent des Plans.

In Sozialprogramme flossen mehr als 6 Milliarden VND. 801 Arbeitnehmer erhielten Unterstützung bei der Arbeitssuche. Zusätzlich mobilisierte die Gemeinde über 2.500 Spenden im Gesamtwert von mehr als 1,7 Milliarden VND.

Personal gesucht, Zuständigkeiten sollen sitzen

Bau Lam schlug sieben zusätzliche Stellen vor. Derzeit arbeiten dort 28 Beschäftigte, gebraucht wird weiteres Personal unter anderem für Bauwesen, Finanzen und Informationstechnologie. Van Thi Bach Tuyet verlangte, Kader und Beamte entsprechend ihren Fähigkeiten einzusetzen. Wenn die Eignung fehlt, sollen Personalreduzierungen oder Neueinstellungen geprüft werden.

Nach der Stabilisierung der Organisationsstruktur müsse die Gemeinde politische Vorgaben in konkrete Aufgaben übersetzen – mit klaren Ergebnissen, Fristen und Zuständigkeiten. Funktionäre sollten ihre Aufgaben und Befugnisse genau kennen und Verantwortlichkeiten vollständig wahrnehmen. Aufgaben, die wegen Personalmangels nicht bewältigt werden können, sollen der Stadtverwaltung umgehend gemeldet werden.

Gefordert sind außerdem eine höhere Qualität der Aktivitäten der Parteiorganisationen, ein Pool potenzieller Parteimitglieder, stärkere Massenmobilisierung sowie mehr Überprüfung und Aufsicht. Gegen Korruption, Verschwendung und unlautere Praktiken sollen Maßnahmen ergriffen werden. Bei öffentlichen Investitionen sollen Schwierigkeiten proaktiv gelöst, die Umsetzung beschleunigt und Projekte möglichst schnell in Betrieb genommen werden.

Der Zeitplan ist eng: Die Digitalisierung von Partei- und Regierungsdokumenten soll bis zum 30. Oktober abgeschlossen sein, die Daten der Parteimitglieder bis zum 15. November aktualisiert werden. Was dabei herauskommt, fließt in die Jahresendbewertung und in die Auszeichnungen ein.

Die große Stadt setzt auf Wachstum

Der Blick von Bau Lam reicht in die größere Wirtschaftslandschaft hinein. Ho-Chi-Minh-Stadt erzielte 2025 ein Bruttoinlandsprodukt von 114 Milliarden US-Dollar und trug damit 23,5 Prozent zum nationalen BIP bei. Das Pro-Kopf-Einkommen lag bei über 8.900 US-Dollar und damit deutlich über dem Landesdurchschnitt. Die ausländischen Direktinvestitionen stiegen gegenüber 2024 um mehr als 20 Prozent.

Nach Angaben des Vorsitzenden des Stadtvolkskomitees, Nguyen Van Duoc, konzentrierte sich die Stadt 2025 auf die sozioökonomische Entwicklung und setzte das zweistufige Kommunalverwaltungsmodell um. Auch das Investitionsumfeld verbesserte sich. Nach der Fusion verfügt Ho-Chi-Minh-Stadt über 25 Industriecluster und 78 Industrieparks.

Dort liegen Forschung, Entwicklung und Produktionssteuerung von vier Schwerpunktbranchen: Chemie, Pharma, Kautschuk und Kunststoff; Nahrungsmittel- und Getränkeverarbeitung; Elektronikfertigung sowie Maschinenbau. Can Van Luc, Mitglied des nationalen Beratungsrates für Finanz- und Geldpolitik, sieht dabei eine Ergänzung der Wirtschaftsstrukturen von Ho-Chi-Minh-Stadt, Binh Duong und Ba Ria-Vung Tau.

Vor der Fusion entfielen etwa 63 Prozent des Stadt-BIP auf Dienstleistungen. In Binh Duong und Ba Ria-Vung Tau trägt die Industrie rund 60 Prozent zum BIP bei, während Dienstleistungen dort etwa 23 Prozent ausmachen. Unterschiedliche Schwerpunkte also – und gerade darin liegt der geplante Verbund.

Für 2026 strebt Ho-Chi-Minh-Stadt ein BIP-Wachstum von mehr als 10 Prozent an. Das BIP pro Kopf soll auf 9.800 US-Dollar steigen, das gesamte gesellschaftliche Investitionskapital etwa 30 Prozent des BIP erreichen. Zu Jahresbeginn 2026 will die Stadt Ressourcen besser verwalten, effizienter nutzen und erschließen.

Vorgesehen sind eine verstärkte grüne Transformation und Investitionen in von Vietnam als zukunftsweisend eingestufte Schlüsselbereiche. Als bedeutendes Bildungs- und Ausbildungszentrum will Ho-Chi-Minh-Stadt die Qualität der Arbeitskräfte verbessern. Wissenschaft, Technologie und Innovation sollen in allen Bereichen stärker angewendet werden. Hohes Wachstum und nachhaltige Entwicklung werden für 2026 miteinander verbunden – ein großer Anspruch, keine kleine Baustelle.

Parteisekretär Tran Luu Quang forderte entschlossenes Handeln ab Jahresbeginn und sichtbare Fortschritte bei ersten Projekten, Maßnahmen und Aufgaben. Ho-Chi-Minh-Stadt soll ihre Funktion als wirtschaftliche Lokomotive und Wachstumspol Vietnams weiter ausbauen.

Der Kontext bleibt dabei nüchtern: Die zusätzlich herangezogene Quelle der Wirtschaftskammer Österreich enthält ausschließlich fragmentierte PDF-Rohdaten und keinen lesbaren Nachrichtenartikel. Für die Einordnung der Zahlen liefert sie daher keine weiteren verwertbaren Angaben. In Bau Lam geht es derweil ganz praktisch weiter – mit Personal, digitalen Akten, Investitionsprojekten und Fristen, die nicht auf dem Papier liegen bleiben dürfen.