Auf Mallorca wird gebaut, saniert und modernisiert – und zwar mit einem Blick, der über den nächsten Sommer hinausreicht. Vivenda arbeitet seit 22 Jahren auf der Insel und realisiert Neubauten, Luxusvillen, neue Fincas und Wohnanlagen ebenso wie die Sanierung und Modernisierung bestehender Fincas. Das Motto des Unternehmens lautet „Built to last“: Gebäude sollen langlebig, nachhaltig und wertbeständig sein.

Gegründet wurde Vivenda 1987; inzwischen wird das Familienunternehmen in zweiter Generation geführt. Nach eigenen Angaben hat es mehr als 700 hochwertige Immobilien fertiggestellt und Kunden aus aller Welt betreut. Manche Bauherren kommen sogar wieder. Das Portfolio reicht von traditionellen Fincas bis zu modernen Konstruktionen.

Materialien für Inselklima und Alltag

Auf den Baustellen landen bevorzugt hochwertige Materialien, die mit dem mallorquinischen Klima zurechtkommen – häufig stammen sie von lokalen Herstellern. In mindestens 85 Prozent der Projekte verwendet Vivenda mallorquinischen Santanyí- beziehungsweise Marès-Stein und Kalkmörtel. Marés, der traditionelle Sandstein der Insel, bietet gute Dämmeigenschaften; Kalkputz ist mineralisch, diffusionsoffen und natürlich. Tonfliesen und Terrakotta werden lokal produziert und gelten als atmungsaktiv.

Moderne Dämmtechniken und behandeltes, wasserresistentes Holz sollen die Gebäude vor Hitze, Feuchtigkeit und den übrigen klimatischen Bedingungen der Insel schützen. Möglich sind etwa Holzarten wie Kastanie oder Kiefer, idealerweise FSC-zertifiziert, aber auch recyceltes Holz aus alten Fincas oder Booten – für Balken, Parkett oder Möbel. Genannt werden außerdem Hanf- und Schafwolldämmung, Recyclingbeton sowie Zement mit reduziertem CO₂-Fußabdruck.

Nachhaltigkeit bedeutet für Vivenda nicht nur neue Technik. Es geht um langlebige Baustoffe, einen bewussten Umgang mit Ressourcen sowie möglichst um die Wiederverwendung und das Recycling von Materialien. Nachhaltigkeit, Erhaltung, Recycling und Ressourcenmanagement nennt das Unternehmen als zentrale Kriterien. Laut dem zugrunde liegenden Artikel fließt zudem ein Teil der Unternehmensgewinne in soziale Projekte.

Viele Augen auf jeder Baustelle

Auf jeder Baustelle kontrollieren täglich ein technischer Bauleiter – ein Architekt oder Ingenieur – und ein Bautechniker die Arbeiten, die Materialien und den Baufortschritt. Für die Projekte setzt Vivenda nach eigenen Angaben mehr Techniker ein, als es in der Branche üblich sei. Das 42-köpfige feste Team spricht Spanisch, Englisch und Deutsch; mehrere Beschäftigte sind deutsch.

Dazu kommt ein Netzwerk von rund 200 spezialisierten Fachleuten und Partnerunternehmen. Darunter befinden sich auch deutsche Handwerksbetriebe, etwa Schreiner. Vivenda koordiniert sämtliche Gewerke, begleitet die Bauherren von der Planung bis zur Übergabe beziehungsweise Fertigstellung und arbeitet mit dem Architekten des Kunden zusammen. Auch deutsche Architekten können eingebunden werden. Dann unterstützt Vivenda bei mallorquinischen technischen und klimatischen Anforderungen und übernimmt bei Bedarf die Betreuung vor Ort.

Die Methoden entwickelt das Unternehmen nach eigenen Angaben gemeinsam mit Architekten und internationalen Bauträgern weiter. Moderne Ansätze und Baumethoden gehören ebenso dazu wie die persönliche Betreuung: Vivenda strebt keine Expansion an, sondern möchte ein kleines Unternehmen bleiben. Das passt zu einem Betrieb, bei dem man sich nicht durch eine anonyme Konzernzentrale telefoniert.

Kosten, Bauzeit und Gewährleistung

Für Bauherren bietet Vivenda eine Höchstpreisgarantie. Baukosten und Bauzeit werden verbindlich festgelegt. Abgerechnet wird monatlich nach den tatsächlich angefallenen Material- und Arbeitskosten. Nach der Fertigstellung können bis zu fünf Prozent der vereinbarten Bausumme ein Jahr lang zurückbehalten werden.

In diesem Zeitraum übernimmt Vivenda notwendige Korrekturen und Reparaturen im Rahmen der Garantie. Mängel, die die Bewohnbarkeit beeinträchtigen, sind durch eine dreijährige Gewährleistung abgedeckt. Weitere Informationen gibt es unter vivenda.es.

Mallorcas Klima macht genaue Planung nötig

Die Rahmenbedingungen sind nicht ohne: Heiße, trockene Sommer, milde Winter und starke Sonneneinstrahlung begünstigen Solarenergie, erhöhen aber auch das Risiko sommerlicher Überhitzung und eines hohen Wasserverbrauchs. Die zunehmende Wohn- und Bautätigkeit verschärft zusätzlich die Probleme durch Ressourcenknappheit, Wasserknappheit und Umweltbelastung. Trinkwasser ist vor allem im Sommer knapp.

Traditionelle Fincas und Stadthäuser reagieren darauf mit Naturstein, dicken Mauern, Innenhöfen zur natürlichen Belüftung und Kühlung, kleinen Fenstern auf der Südseite, Holzbalken, Kalkputz und Terrakottafliesen. Moderne Konzepte ergänzen diese Baukultur durch Passivhäuser mit sehr geringem Energieverbrauch, Plusenergiehäuser, Gründächer und Dachgärten zur Hitzeregulierung sowie eine Ausrichtung des Gebäudes nach dem Sonnenstand.

Solarthermie für Warmwasser, Photovoltaik zur Stromerzeugung – einschließlich möglicher Netzeinspeisung –, Wärmepumpen für Heizung und Kühlung und Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung gehören zu den genannten Lösungen. LED-Beleuchtung und Smart-Home-Systeme können den Energieverbrauch steuern; auf Öl- und Gasheizungen wird möglichst verzichtet. Für Wasser kommen Regenwasserzisternen, Grauwasseraufbereitung für Toiletten und Gartenbewässerung sowie Tropfbewässerung infrage.

Rechtlich ist der Spielraum je nach Lage und Gemeinde unterschiedlich. In ländlichen Gebieten, dem „Suelo rústico“, gelten strenge Bauvorschriften; teilweise sind dort nur Renovierungen oder begrenzte Neubauten zulässig. Das Küstenschutzgesetz begrenzt Neubauten in Meeresnähe. Je nach Gemeinde können für Neubauten Mindestgrundstücksgrößen von etwa 14.000 bis 50.000 m² gelten. Der Consell de Mallorca und die Gemeinden legen die Bauvorschriften fest.

Ein Energiezertifikat, das CEE, ist gesetzlich vorgeschrieben. Empfohlen werden eine frühe Abstimmung mit der zuständigen Gemeinde, Gutachten zur Wasser-, Abwasser- und Energieversorgung sowie die Zusammenarbeit mit örtlichen Architekturbüros, die Erfahrung im nachhaltigen Bauen haben. Als zuständige Stellen werden COAIB, die Architektenkammer der Balearen, IBAVI, das Institut für Wohnungsbau der Balearen, und der Servei de Protecció d’Espais Naturals, die Behörde für Naturraumschutz, genannt.

Wie das aussehen kann, zeigen verschiedene Beispiele: Eine Öko-Finca in der Tramuntana kombiniert Photovoltaik und Batteriespeicher mit Regenwasserzisterne, eigener Quelle, Marés, Holz und Lehm sowie Gemüseanbau und Permakultur. Ein Passivhaus bei Artà nutzt Schafwolldämmung, Dreifachverglasung und eine Lüftungsanlage; sein Energieverbrauch liegt unter 15 kWh/m² pro Jahr, gebaut wurde mit lokalen Handwerkern und CO₂-neutral. Beim IBAVI-Projekt in Palma entstehen Sozialwohnungen aus recycelten Materialien, mit Fassaden aus Stampflehm und Hanfbeton sowie natürlicher Kühlung ohne Klimaanlage.

Das Interesse an solchen Lösungen ist international, vor allem aus Deutschland und Skandinavien. Gleichzeitig interessieren sich zunehmend mallorquinische Familien für umweltbewusstes Wohnen. Gemeinschaften mit Permakultur, Tiny Houses und Co-Living-Konzepten gehören ebenfalls zu den Entwicklungen; häufig verbinden sie Nachhaltigkeit mit Autarkie, Minimalismus und Naturverbundenheit.

Mallorca wird als Region mit sehr hohem Wasserverbrauch in Spanien bezeichnet, nachhaltige Systeme würden steuerlich begünstigt. Für neue Gebäude ist Solarthermie zur Warmwasserbereitung gesetzlich vorgeschrieben. Die Balearenregierung plant, Neubauten ab 2030 emissionsfrei zu gestalten. Zertifizierungen wie BREEAM und Passivhaus-Standards werden zunehmend genutzt – auch, weil nachhaltiges Bauen den langfristigen Immobilienwert erhöhen kann, gerade für internationale Käufer. Auf der Baustelle riecht das dann nicht nur nach frischem Kalk und Holz, sondern manchmal auch nach ziemlich viel Papierkram.