Apple dreht in mehreren europäischen Ländern an der Preisschraube für seine Kombi-Abos. Betroffen sind Apple One Familie und, in einigen Märkten, auch Apple One Premium. Die neuen Preise greifen jeweils ab dem nächsten Abrechnungszeitraum; für Neukunden gelten sie sofort. Bestandskunden informiert Apple per E-Mail.

Deutschland bleibt vorerst außen vor. Wer hier Apple One nutzt, zahlt am 6. Oktober 2026 weiterhin 19,95 Euro für die Einzelperson, 25,95 Euro für die Familie oder 34,95 Euro monatlich für Premium. Ob und wann Apple die Preise auch hier anhebt, ist offen – und genau das dürfte manche Nutzer derzeit etwas nervös machen.

Diese Länder sind betroffen

Apple One Familie wird in Belgien, Bulgarien, Tschechien, Dänemark, Ungarn, Lettland, Malta, Portugal, der Slowakei, Slowenien, Spanien und der Schweiz teurer. Beim Tarif Apple One Premium beschränkt sich die Preiserhöhung auf Portugal, Spanien und die Schweiz. In den übrigen Ländern fallen die Aufschläge je nach Landeswährung unterschiedlich aus.

Für Spanien und Portugal ist die Änderung bereits konkret beziffert: Der Familientarif steigt um 2 Euro auf 27,95 Euro im Monat. Premium wird ebenfalls um 2 Euro teurer und kostet künftig 36,95 Euro monatlich.

Apple One gibt es seit Ende 2020 in drei Varianten. Das Einzelpersonen-Abo enthält Apple Music, Apple TV+, Apple Arcade und iCloud+ mit 50 GB Speicher. Beim Familientarif kommen 200 GB iCloud+ sowie die gemeinsame Nutzung von Apple Music, Apple TV+, Apple Arcade und iCloud+ hinzu. Premium bietet 2 TB iCloud+, Apple Music, Apple TV+, Apple Arcade und zusätzlich Apple Fitness+.

Was Apple One in Deutschland derzeit kostet

Tarif Preis pro Monat
Einzelperson 19,95 Euro
Familie 25,95 Euro
Premium 34,95 Euro

Apple wirbt bei seinen Paketen mit einer monatlichen Ersparnis gegenüber den einzelnen Abonnements. Für das Premium-Paket nennt das Unternehmen bis zu 19 Euro. Ob diese Rechnung aufgeht, hängt allerdings stark davon ab, welche Dienste und wie viel Speicher tatsächlich gebraucht werden. Apple Arcade ist zwar in jedem Apple-One-Paket enthalten, wird aber nicht von allen Nutzern verwendet.

In den Abo-Einstellungen verstecken sich außerdem Jahresabos für Apple TV+ und Apple Music. Apple TV+ kostet jährlich 99 Euro, was 8,25 Euro im Monat entspricht. Apple Music für Einzelpersonen liegt bei 109 Euro pro Jahr, umgerechnet 9,08 Euro monatlich. Wer Apple Arcade nicht braucht und Apple Music sowie Apple TV+ als Jahresabos abschließt, zahlt laut dem Vergleich mehr als 1 Euro weniger pro Monat als mit Apple One.

Für wen sich das Bündel rechnen kann

Das Premium-Paket spart laut dem zugrunde liegenden Vergleich erst dann mehr als 10 Euro im Monat, wenn tatsächlich 2 TB iCloud-Speicher und Apple Fitness+ benötigt werden. Wer dagegen mit 200 GB auskommt und Fitness+ links liegen lässt, fährt anders: 2,99 Euro für iCloud, 8,25 Euro für Apple TV+ bei jährlicher Zahlung und 16,99 Euro für Apple Music Family ergeben zusammen 28,23 Euro monatlich. Apple One Premium kostet in dieser Rechnung 2,28 Euro mehr.

Auch Studierende sollten genau hinschauen. Apple Music für Studierende kostet 5,99 Euro monatlich, Apple TV+ ist dabei kostenlos enthalten. Mit 200 GB iCloud-Speicher kommt man auf insgesamt 8,98 Euro pro Monat – rund 10 Euro weniger als beim günstigsten Apple-One-Paket. Selbst mit zusätzlichem Apple Arcade können Einzelabonnements für Studierende günstiger sein.

Für Familien und für Nutzer, die mindestens 200 GB iCloud-Speicher brauchen, kann Apple One dagegen sinnvoller ausfallen. Der Haken liegt wie so oft im Kleingedruckten des eigenen Alltags: Werden wirklich alle enthaltenen Dienste genutzt, oder bezahlt man am Ende für Arcade und Fitness+, die kaum geöffnet werden?

Weitere Preissignale von Apple

Die aktuelle Runde kommt nicht ganz aus dem Nichts. Apple hatte bereits im August die Preise für Apple TV+ in den USA, Brasilien, Chile und Mexiko erhöht. Im Juli wurden außerdem die Preise für Apple Music in Deutschland angehoben. Sollte Apple künftig auch den Preis von Apple TV+ in Deutschland anheben, könnte Apple One hierzulande attraktiver wirken – selbst wenn der Paketpreis dann ebenfalls steigt.