Am Freitag, 13. November 2026, steht in der UEFA Nations League A das Duell Serbien gegen Deutschland auf dem Programm. Anstoß ist um 20:45 Uhr MEZ im Stadion Rajko Mitić in Belgrad. In dem zugrunde liegenden Artikel wird an einer Stelle abweichend der 13. Oktober genannt – für die Terminangabe ist dort ansonsten der 13. November 2026 ausgewiesen.

Für Fußballfans aus Deutschland ist die Partie nicht nur sportlich interessant, sondern auch eine Reise in ein Stadion mit ordentlich Geschichte. Deutschland trifft nach dem Abend in Belgrad am 16. November zuhause auf die Niederlande. Wer live dabei sein möchte, sollte die Ticketfrage allerdings nicht bis zum letzten Drücker liegen lassen.

Tickets, Kategorien und Preise

Der Verkauf läuft hauptsächlich über die Ticketkanäle des serbischen Fußballverbands FSS. Üblicherweise werden Karten einige Wochen bis etwa einen Monat vor dem Spiel freigeschaltet. Die aktuelle Verfügbarkeit sollte deshalb direkt auf den offiziellen Nationalmannschaftsseiten geprüft werden.

Für kurzfristige Käufe kommen laut Artikel auch Zweitmarktplattformen wie StubHub infrage. Dort wird eine FanProtect-Absicherung beworben, die sich auf die Gültigkeit der Tickets und deren rechtzeitige Zustellung bezieht. Ganz ohne Blick auf die Bedingungen sollte man trotzdem nicht bestellen – gerade bei einer Auswärtsreise wäre Ärger an der Stadionpforte denkbar schlecht.

Bereich Preis Lage
Nordtribüne („Sever“) etwa 1.000 RSD beziehungsweise 8,50 € hinter dem Tor
Südtribüne („Jug“) etwa 1.000 RSD beziehungsweise 8,50 € hinter dem gegenüberliegenden Tor; je nach Organisation regulärer oder Gästebereich
Osttribüne („Istok“) etwa 2.000–3.000 RSD beziehungsweise 17–25 € Seitenlinie
Westtribüne („Zapad“) etwa 3.000–4.000 RSD beziehungsweise 25–35 € Haupttribüne
VIP-Bereiche und Logen ab etwa 8.000 RSD beziehungsweise 70 € besondere Bereiche

Die Standardkategorien liegen damit bei ungefähr 1.000 bis über 4.000 RSD, also etwa 8,50 bis über 35 €. Je nach Platz, Verkaufsphase und Organisation kann die Einordnung variieren. Für die Nordtribüne „Sever“ und die Südtribüne „Jug“ werden jeweils rund 1.000 RSD genannt; die Südtribüne kann regulärer Bereich oder Gästebereich sein.

Ein Stadion namens „Marakana“

Das Stadion Rajko Mitić ist die Heimstätte von Roter Stern Belgrad und der serbischen Nationalmannschaft. Viele kennen die Arena unter ihrem Spitznamen „Marakana“. Der Name spielt auf die Größe des Stadions und auf Vergleiche mit dem Maracanã in Rio de Janeiro an.

Die Vorgeschichte reicht zurück zu einem Holzstadion von SK Jugoslavija, das ursprünglich 20.000 Plätze hatte. Roter Stern übernahm das Stadion 1945, bevor die alte Anlage 1959 abgerissen wurde. Für den Neubau wurde das Gelände zwölf Meter tief ausgehoben – kein kleines Loch, sondern ein ziemlicher Eingriff in den Belgrader Boden.

Das noch unfertige Stadion öffnete 1963 seine Tore. Nach der Fertigstellung 1964 fanden bis zu 110.000 Zuschauer Platz. In den 1990er-Jahren wurden wegen neuer Sicherheitsvorschriften die Stehplätze entfernt; übrig blieb eine Kapazität von 55.538 Sitzplätzen. Seit Dezember 2014 trägt das Stadion den Namen Rajko Mitić, des ersten Kapitäns von Roter Stern.

Auch große Fußballabende haben hier ihre Spuren hinterlassen. Beim Europapokal-der-Pokalsieger-Spiel zwischen Roter Stern und Ferencváros 1975 wurde der offizielle Zuschauerrekord mit 110.000 Besuchern aufgestellt; Schätzungen gehen sogar von bis zu 116.000 Menschen aus. Das Europapokalfinale 1973 zwischen Ajax und Juventus entschied Ajax durch ein frühes Tor von Johnny Rep für sich. Und im EM-Finale 1976 zwischen der Tschechoslowakei und Westdeutschland wurde Antonín Panenkas entscheidender Elfmeter mit einem Lupfer in die Mitte berühmt.

Serbien unter Druck, Deutschland ebenfalls

Die Tabelle der Gruppe ist nach zwei Spielen klar, aber für Serbien ziemlich unangenehm: Griechenland führt mit zwei Siegen, 3:1 Toren und sechs Punkten. Dahinter folgt die Niederlande mit einem Sieg, einem Unentschieden, 3:2 Toren und vier Punkten. Deutschland steht mit einem Unentschieden, einer Niederlage, 1:2 Toren und einem Punkt auf Rang drei. Serbien ist nach zwei Niederlagen, 2:4 Toren und null Punkten Letzter.

Rang Mannschaft Spiele Siege Unentschieden Niederlagen Tore Punkte
1 Griechenland 2 2 0 0 3:1 6
2 Niederlande 2 1 1 0 3:2 4
3 Deutschland 2 0 1 1 1:2 1
4 Serbien 2 0 0 2 2:4 0

Serbien verlor in Belgrad die ersten beiden Nations-League-Spiele gegen Griechenland und die Niederlande jeweils mit 1:2. In der vorherigen Nations-League-Ausgabe hatte sich die Mannschaft nach einem dritten Gruppenplatz durch zwei Siege gegen Österreich in Liga A gehalten. Der Start in die aktuelle Kampagne ist nun wieder mühsam.

Auch Deutschland kam schleppend aus den Startlöchern. Die Mannschaft verlor zuhause überraschend gegen Griechenland und blieb dadurch in vier Länderspielen ohne Sieg. Diese Serie hatte mit einer 1:2-Niederlage gegen Ecuador bei der Weltmeisterschaft 2026 begonnen. Gegen Griechenland blieb Deutschland erstmals seit 14 Länderspielen ohne eigenes Tor – so ein Abend zieht sich, selbst wenn man nur vor dem Fernseher sitzt.

Serbien verlor 2026 zunächst 0:3 gegen Spanien. Danach gelang ein 2:1-Testspielsieg gegen Saudi-Arabien, anschließend folgten vier Niederlagen in Serie, darunter die beiden Nations-League-Partien gegen Griechenland und die Niederlande. In der FIFA-Weltrangliste liegt Serbien auf Platz 40, Deutschland auf Platz 12.

Direktvergleich und Zahlen zum Spiel

Die Bilanz spricht für Deutschland: Aus 29 Begegnungen stehen 16 Siege, fünf Unentschieden und acht Niederlagen zu Buche. Deutschland erzielte dabei 50 Tore, Serbien 34. Eingerechnet sind Spiele gegen Westdeutschland, Jugoslawien sowie Serbien und Montenegro.

Das bislang letzte Duell fand im März 2019 in Wolfsburg statt und endete 1:1. Luka Jović brachte Serbien in Führung, Leon Goretzka glich in der zweiten Halbzeit aus.

Bei den Formdaten fällt auf: In fünf von 13 Spielen mit serbischer Beteiligung fielen mehr als 2,5 Tore, in fünf von fünf Spielen trafen beide Mannschaften. Deutschland kommt auf mehr als 2,5 Tore in zwei von fünf Spielen; in vier von fünf Partien erzielten beide Teams mindestens ein Tor.

Belgrad wird damit zum Abend zwischen Aufholjagd und Nervensache. Serbien braucht dringend Punkte, Deutschland ebenso – und hinter den Toren oder auf der Seitenlinie