Autofahren ist am 25. September 2026 eine teure Angelegenheit. Die Datenauswertung vom 25. September um 21 Uhr weist deutschlandweit durchschnittlich 2,31 Euro für Super-Benzin, 2,25 Euro für E10 und 2,41 Euro für Diesel je Liter aus. Der Stand der Veröffentlichung: 25. September 2026, 21:27 Uhr.

Für eine 50-Liter-Tankfüllung werden damit schnell mehr als 110 Euro fällig. Mitte September lagen die Preise laut einem weiteren Bericht bei knapp 2,26 Euro für Super E10, über 2,30 Euro für Super E5 und etwa 2,32 Euro für Diesel. Wer an der Zapfsäule steht, merkt den Unterschied nicht nur am Kontostand: Mehr als die Hälfte des Literpreises entfällt auf staatliche Abgaben.

Die Preise in der Region

Im Südwesten weichen die Durchschnittswerte leicht voneinander ab. In Baden-Württemberg kostet Super-Benzin 2,29 Euro, E10 2,23 Euro und Diesel 2,42 Euro je Liter. Rheinland-Pfalz liegt bei 2,30 Euro für Super-Benzin, 2,25 Euro für E10 und 2,41 Euro für Diesel. Im Saarland werden 2,29 Euro für Super-Benzin, 2,23 Euro für E10 und 2,39 Euro für Diesel ausgewiesen.

Region Super-Benzin E10 Diesel
Deutschland 2,31 € 2,25 € 2,41 €
Baden-Württemberg 2,29 € 2,23 € 2,42 €
Rheinland-Pfalz 2,30 € 2,25 € 2,41 €
Saarland 2,29 € 2,23 € 2,39 €

Die Werte beruhen auf den Preisen von rund 15.000 deutschen Tankstellen innerhalb der jeweils vergangenen 24 Stunden und werden stündlich aktualisiert. Der SWR berechnet das Preisniveau für Städte und Gemeinden in einem Umkreis von 10 Kilometern. Angegeben werden ein mittlerer, ein niedriger und ein hoher Preis.

Wie weit die Zapfsäulen auseinanderliegen können, zeigt Böbingen in Rheinland-Pfalz: E10 kostete dort in den vergangenen 24 Stunden zwischen 2,10 und 2,85 Euro. Das sind 75 Cent pro Liter. Deutschlandweit beträgt die durchschnittliche Preisspanne derzeit 14 Cent.

Warum der Tankpreis mittags oft einen Sprung macht

Seit April 2026 dürfen deutsche Tankstellen den Preis laut dem Bericht nur einmal täglich erhöhen, exakt um 12 Uhr mittags. Danach darf wieder gesenkt werden, bis am folgenden Tag erneut angehoben werden kann. Preissenkungen sind jederzeit möglich.

Die alten Faustregeln sind damit ein wenig aus dem Takt geraten: Zwischen 7 und 9 Uhr ist es nicht mehr generell am teuersten, und auch 19 bis 22 Uhr gilt nicht zuverlässig als billigstes Zeitfenster. Eine ADAC-Auswertung von mehr als 14.000 Tankstellen zeigt vielmehr, dass die niedrigsten Preise meist kurz vor der täglichen Erhöhung liegen – etwa zwischen 10:30 und 11:55 Uhr. Um 12 Uhr steigen die Preise häufig sprunghaft.

Der genaue Zeitpunkt ist trotzdem nicht alles. Preisvergleich bleibt wichtiger als die Uhr auf dem Armaturenbrett. Apps wie „Clever Tanken“ und „Mehr-Tanken“ greifen auf Echtzeitdaten der Markttransparenzstelle zurück. Zwischen einzelnen Tankstellen können laut dem Bericht 10 bis 15 Cent pro Liter liegen. Autobahntankstellen sind meist deutlich teurer; ein kurzer Abstecher zum Autohof oder in eine Ortschaft kann bei einer Tankfüllung 20 bis 30 Euro sparen. Das sind ein paar Minuten Umweg – und unter Umständen ein ordentliches Abendessen.

Steuern, Rohöl und der Blick über die Grenze

Bei Benzin beträgt die Energiesteuer 65,45 Cent je Liter. Der CO₂-Preis liegt 2026 bei 55 bis 65 Euro pro Tonne, dazu kommen 19 Prozent Mehrwertsteuer auf den Gesamtbetrag. Mehr als 50 Prozent des Literpreises entfallen damit auf staatliche Abgaben. Frühere staatliche Entlastungen und befristete Steuersenkungen sind ausgelaufen.

Auch der Weltmarkt mischt kräftig mit. Spannungen und Unsicherheiten im Nahen Osten haben den Brent-Rohölpreis seit Ende August steigen lassen. Der Rohölpreis ist ein wichtiger Faktor; hinzu kommt der Euro-Dollar-Wechselkurs, weil Rohöl in US-Dollar gehandelt wird.

Grenznahe Autofahrer schauen deshalb gern über den Tellerrand – oder über die Grenze. In Tschechien und Polen kostet Benzin rund 1,81 Euro je Liter, in Österreich liegt Eurosuper 95 bei rund 1,91 Euro. Frankreich kommt auf etwa 2,11 Euro für Super und rund 2,26 Euro für Diesel. In den Niederlanden kostet Super 95 mehr als 2,45 Euro, in Dänemark etwa 2,60 Euro.

Für moderne Motoren ab Baujahr 2000 ist Super E10 laut dem Bericht geeignet und durchschnittlich 5 bis 6 Cent je Liter günstiger als E5. Wer im Ausland tanken kann, spart womöglich dort; andere drücken die Rechnung durch Vergleich, gutes Timing oder schlicht den Verzicht aufs Auto.

So entstehen die ausgewiesenen Werte

Hinter den Zahlen steckt eine große Datenmenge: Das SWR Data Lab verarbeitet täglich mehr als 1,5 Millionen Preisdaten. Einbezogen werden alle gemeldeten Preisänderungen deutscher Tankstellen. Die Werte beziehen sich auf die vergangenen 24 Stunden.

Der „niedrige Preis“ ist der Durchschnitt der günstigsten 25 Prozent, der „hohe Preis“ der Durchschnitt der teuersten 25 Prozent. Der „mittlere Preis“ entspricht dem Median aller Preise. Zusätzlich gibt es den „sehr hohen Preis“, das 90. Perzentil – 10 Prozent der Preise lagen darüber – sowie den „sehr niedrigen Preis“, das 10. Perzentil, unter dem ebenfalls 10 Prozent lagen. Die Preisspanne ergibt sich aus der Differenz zwischen sehr hohem und sehr niedrigem Preis.

Die Rohdaten stammen vom zugelassenen Verbraucherinformationsdienst „123tanken“, der bei der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe registriert ist. Weitere Berechnungen übernimmt das SWR Data Lab. Der Artikel selbst wird automatisiert aus aktuellen Daten und vordefinierten Textbausteinen erstellt. Aktuelle Kraftstoffdaten veröffentlicht der SWR unter swr.li/tanken.

2026 schon mit mehreren Preisrekorden

Der Blick zurück zeigt, wie schnell sich die Maßstäbe verschieben. Im August 2026 kostete Super E10 durchschnittlich 2,145 Euro je Liter, Diesel 2,223 Euro. Für E10 war das ein neues Allzeithoch beim Monatsdurchschnittspreis. Am teuersten war im August der 23. August: E10 lag bei 2,188 Euro, Diesel bei 2,283 Euro je Liter. Die Preise stiegen damit auch nach dem Ende des Tankrabatts weiter.

Die höchsten Tagespreise des Jahres wurden schon im Frühjahr erreicht. Diesel kostete am 7. April 2026 durchschnittlich 2,446 Euro je Liter – so viel wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen. Super E10 erreichte am 6. April mit 2,191 Euro den höchsten Tagesdurchschnitt des Jahres. Das lag knapp unter dem bisherigen Allzeithoch von 2,203 Euro je Liter am 14. März 2022.

Seit dem 1. März 2011 weist die Statistik bei Benzin die Preise für Super E10 aus. Für 2000 und 2001 wurden die damaligen DM-Preise zur besseren Vergleichbarkeit in Euro umgerechnet; seit 1986 beziehen sich die Angaben auf bleifreies Benzin.

2022 bleibt das teuerste Tankjahr: Super E10 kostete im Jahresdurchschnitt 1,860 Euro je Liter, Diesel 1,946 Euro. E10 war damit rund 27 Cent je Liter teurer als im bisherigen Rekordjahr 2012, Diesel lag fast 47 Cent über dem Wert von 2012. 2024 war E10 im Jahresmittel rund 12 Cent günstiger als 2022 und auch günstiger als 2023. Diesel lag fast