PS5 Pro vor GTA 6 knapp und teuer: Händler verlangen bis zu 1.799 Euro
Die PS5 Pro ist am 4. Oktober 2026 in Deutschland schwer zu bekommen – und wenn sie auftaucht, wird’s für Käufer schnell teuer. Auf dem Kaufland.de-Marktplatz ist heute um 09:35 Uhr ein Angebot des Drittanbieters oecommerce verfügbar: knapp 1.330 Euro. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt dagegen bei 899,99 Euro.
Gut zwei Jahre nach ihrer Veröffentlichung ist die leistungsstärkere PlayStation besonders gefragt. In Japan gelten inzwischen Kaufbedingungen, nach denen Interessenten eine bestimmte Spielzeit auf ihrem PSN-Konto nachweisen müssen. Deutschland ist davon bislang nicht betroffen. Noch nicht, muss man wohl sagen, denn mit dem Start von „GTA 6“ am 19. November 2026 dürfte der Druck auf die Lagerbestände weiter steigen.
Preise weit über der Empfehlung
Der aktuelle Engpass zeichnet sich seit Ende August ab. Bei den meisten großen deutschen Händlern ist die PS5 Pro seither nicht sofort lieferbar; Sony Direct führt sie seit Anfang September als „nicht verfügbar“. PlayStation Direct zeigt dauerhaft „Zurzeit nicht verfügbar“, Saturn ist an vielen Standorten ausverkauft. Auch im offiziellen PlayStation Shop fehlt die Konsole seit längerer Zeit.
Am 3. Oktober um 09:05 Uhr war die Lage ähnlich unerquicklich: Große Elektronikhändler, Amazon und PlayStation Direct hatten entweder keine Geräte oder verlangten deutlich mehr als 1.000 Euro. Das günstigste genannte Angebot kam von Expert für 1.299 Euro. Einen Tag zuvor kostete die Konsole bei Otto knapp 1.400 Euro.
Am 1. Oktober um 11:39 Uhr blieb die Verfügbarkeit abseits stark überhöhter Preise schlecht; bei Media Markt näherte sich der Preis 1.700 Euro. Bereits am 30. September um 15:19 Uhr bot kein Online-Händler die PS5 Pro zur unverbindlichen Preisempfehlung von 899 Euro an. Bei Amazon, Media Markt und weiteren Händlern lagen die Preise zwischen 1.300 und 1.600 Euro, im PlayStation Shop war sie ausverkauft.
Die beobachteten Septemberpreise reichen von etwa 999 Euro bis über 2.000 Euro. Bei Amazon.de gab es zeitweise Angebote um 999 Euro, allerdings wechselten die Anbieter häufig. Neben Amazon selbst tauchten Drittanbieter sowie gebrauchte und generalüberholte Geräte auf. Eine gebrauchte PS5 Pro ohne Laufwerk erzielte laut einem vielzitierten eBay-Beispiel sogar 915 Euro.
Auch die Marktplätze großer Händler verzerren das Bild. Media Markt listete ein sofort lieferbares Gerät für 1.799,99 Euro, doch meist steckte dahinter ein Drittanbieter und nicht Media Markt selbst. Die Plattform stellt die Infrastruktur bereit und verdient an der Vermittlung; den Aufpreis setzt der Marktplatzanbieter. Bei solchen Angeboten raten Verbraucherschützer zu Vorsicht, besonders wenn Herkunft und Herstellergarantie unklar sind. Wer gebraucht kauft, sollte auf ein verifiziertes Verkäuferprofil, Käuferschutz und eine vollständige Rechnung achten.
Warum gerade jetzt?
Der große Name steht schon an der Startlinie: „Grand Theft Auto VI“ erscheint am 19. November 2026 für PS5, PS5 Pro, Xbox Series X und Series S. Eine PC-Version ist zum Start nicht angekündigt beziehungsweise nicht vorgesehen. Viele Käufer hoffen bei der Pro auf höhere Bildraten, bessere Auflösung, schnellere Ladezeiten und verbesserte Raytracing-Effekte. Konkrete Leistungsdaten zu „GTA 6“ wurden allerdings nicht genannt.
Schon im September kamen mehrere PS5-exklusive oder PS5-fokussierte Spiele hinzu: Marvel’s Wolverine am 15. September 2026, Silent Hill: Townfall am 24. September 2026 und Onimusha: Way of the Sword am 25. September 2026. Für zusätzliche Unruhe sorgen limitierte DualSense-Controller zum Spielstart: eine White Limited Edition im Handel und eine Black Limited Edition exklusiv bei PlayStation Direct.
Offizielle Gesamtzahlen zu „GTA-6“-Vorbestellungen oder zur Nachfrage gibt es weder von Rockstar noch von Sony. Die PS5 Pro zieht trotzdem viele Blicke an. Ihr Preis umfasst eine 2-TB-SSD und einen DualSense-Controller, ein Disc-Laufwerk ist nicht enthalten. Technisch stehen etwa 16,7 TFLOPS, verbessertes Ray Tracing und PSSR-Upscaling einer Standard-PS5 mit ungefähr 10,3 TFLOPS und 825 GB beziehungsweise 1 TB Speicher gegenüber.
Sony gibt für die Pro rund 45 Prozent mehr Grafikleistung als für die Standard-PS5 an. Ein anderer technischer Vergleich sieht die Pro bei der GPU-Leistung etwa 37 Prozent vor der Xbox Series X. Der Abstand zur normalen PS5 beträgt beim Preis rund 350 Euro. Die Standard-PS5 wird mit etwa 549 Euro angegeben, die Xbox Series X mit 599 Euro, die Xbox Series S mit etwa 350 bis 500 Euro.
Die Xbox Series X ist in Deutschland regulär erhältlich und ebenfalls mit „GTA 6“ kompatibel. Sie kostet laut dem genannten Vergleich rund 100 Euro weniger als die PS5 Pro. Für die Xbox wurden keine belastbaren Hinweise auf vergleichbare Marktplatz-Aufpreise gefunden. Ob dahinter geringere Nachfrage oder passendere Lieferketten stecken, lässt sich anhand der vorliegenden Daten nicht eindeutig sagen.
Bei MediaMarkt kann das 2-TB-Modell weiterhin zum UVP von 899,99 Euro vorbestellt werden. Als Lieferzeitraum ist der 7.–8. Oktober 2026 angegeben. MediaMarkt profitiert offenbar von früh gesicherten Kontingenten, während Saturn, Sony Direct und andere Händler überwiegend ausverkauft sind oder keinen konkreten Liefertermin nennen.
Speicherchips statt reiner GTA-Manie
Die Nachfrage ist nur eine Hälfte der Geschichte. Seit Frühjahr 2026 gibt es eine anhaltende Knappheit und Verteuerung von RAM- und NAND-Speicherchips. Sony nannte bei der Preiserhöhung am 2. April 2026 Speicherknappheit und die allgemeine Hardware-Krise als Gründe. Eine offizielle Bestätigung, dass ausschließlich Speicherchip-Engpässe verantwortlich sind, liegt allerdings nicht vor.
Bei der Markteinführung im November 2024 lag die unverbindliche Preisempfehlung der PS5 Pro bei 799 Euro. Sony erhöhte sie am 2. April 2026 um 100 Euro; inzwischen beträgt die UVP 899,99 Euro. Auch international wurde der Preis im April 2026 auf 899,99 Euro beziehungsweise US-Dollar angehoben. Zuvor war der US-Preis im August 2025 von 699,99 auf 749,99 Dollar gestiegen.
Die teureren Speicherchips verteuern zusätzliche Konsoleneinheiten und können Sonys Produktionskapazität begrenzen. Laut Händlerberichten spricht Sony von regelmäßigen Lieferungen, kommuniziert aber weiterhin keine verbindlichen, flächendeckenden Liefermengen oder Termine. Das lässt viel Platz für Spekulationen – und für Käufer, die nervös werden, wenn neben dem Warenkorb nur „nicht verfügbar“ steht.
Anders als bei der PS5-Krise von 2020 bis 2022 wird der aktuelle Engpass vor allem mit hoher Nachfrage und nicht mit einer globalen Chipkrise begründet. Damals waren pandemiebedingte Halbleiterengpässe und Scalper-Bots die zentralen Faktoren; die Knappheit dauerte mehr als zwei Jahre. 2026 betrifft sie hauptsächlich ein einzelnes Premium-Modell, ist regional unterschiedlich stark und an den „GTA-6“-Start gekoppelt.
Historisch gab es solche Situationen schon bei der Nintendo Wii 2007 sowie bei PS5 und Xbox Series X ab November 2020. Diesmal könnte sich die Lage nach dem Launch und dem Weihnachtsgeschäft beruhigen, garantiert ist das wegen der Speicherchippreise aber nicht. Eine Entspannung unmittelbar nach dem „GTA-6“-Launch gilt als wahrscheinlich, sofern Sony die Produktion erhöht.
Was Käufer jetzt wissen sollten
Die erste mögliche Entspannung kommt mit der MediaMarkt-Lieferung am 7. und 8. Oktober. Zwischen Mitte Oktober und dem GTA-6-Start könnte die Nachfrage jedoch erneut steigen; eine kurze Verknappung unmittelbar vor dem 19. November ist möglich. Preise auf Wiederverkaufsplattformen könnten dann nochmals klettern, bevor die Aufschläge nach dem Launch-Wochenende schrittweise zurückgehen.
Wer maximale Grafikqualität sucht, sollte die MediaMarkt-Vorbestellung prüfen und PlayStation Direct, MediaMarkt sowie Saturn regelmäßig kontrollieren. Preisalarme und Restock-Benachrichtigungen können helfen. Spontane Käufe zu 1.799,99 Euro oder gar über 2.000 Euro sind dagegen eine ziemlich teure Abkürzung. Bei Drittanbietern gehören Verkäuferbewertungen, Rückgaberegeln, Preis
