Samsung erhöht die Galaxy-S26-Preise: Speicherknappheit macht Smartphones teurer
Für Samsungs neue Galaxy-S26-Reihe wird es in Deutschland teurer. Der Konzern hat am 1. Oktober 2026 die Preise für Galaxy S26, S26+ und S26 Ultra im eigenen Online-Shop angehoben. Mindestens 100 Euro kommen dazu – und beim größten Speichermodell wird der Aufschlag noch kräftiger.
Das Galaxy S26 kostet mit 256 GB nun 1.099 statt 999 Euro, mit 512 GB sind es 1.299 statt 1.199 Euro. Beim Galaxy S26+ stehen 1.349 Euro für 256 GB auf dem Preisschild, zuvor waren es 1.249 Euro. Die 512-GB-Version kostet 1.549 Euro. Das Galaxy S26 Ultra beginnt bei 1.549 Euro mit 256 GB, die Variante mit 512 GB liegt bei 1.750 Euro. Für 1 TB verlangt Samsung 2.149 statt 1.949 Euro – ein Plus von 200 Euro.
Speicher wird zum Kostentreiber
Als mögliche Gründe gelten gestiegene Preise für Speicherchips, Prozessoren und andere Halbleiter sowie ungünstige Wechselkurse. Beim 1-TB-Modell des S26 Ultra kommt hinzu, dass es über 16 GB RAM verfügt. Die übrigen Varianten besitzen 12 GB RAM. Der größere Speicherbedarf könnte den zusätzlichen Aufschlag erklären.
Auch leistungsfähigere On-Device-KI-Funktionen dürften die Hardwarekosten nach oben treiben. Ein weiterer möglicher Faktor: Samsung könnte den Preisabstand zu Apples iPhone-Modellen verkleinern wollen. Mitte September hatten bereits Berichte über mögliche Preiserhöhungen zum 1. Oktober die Runde gemacht, zunächst mit Blick auf Südkorea. Samsung erklärte damals, eine Anhebung sei noch nicht endgültig beschlossen.
Das Ende August vorgestellte Galaxy S26 FE ist von der aktuellen Erhöhung nicht betroffen. Allerdings war es schon zum Marktstart teurer als sein Vorgänger: 799 statt 749 Euro beim Galaxy S25 FE. Auch die im Juli eingeführten Foldables der Z-Reihe starteten bereits zu höheren Preisen als die Vorgängermodelle aus 2025.
Noch gibt es günstigere Angebote
Vorerst gilt die Preiserhöhung nur für Samsungs Direktvertrieb. Bei Amazon, MediaMarkt und Vodafone liegen die Preise teilweise noch unter den neuen Listenpreisen. Das Galaxy S26 Ultra mit 512 GB wurde bei Amazon zum genannten Zeitpunkt für rund 1.150 Euro angeboten – etwa 600 Euro weniger als im Samsung-Store. Wer gerade kaufen will, schaut also besser zweimal hin, statt einfach auf den Herstellerpreis zu tippen.
Mittelfristig könnten allerdings auch andere Händler nachziehen. Apple hat zuletzt ebenfalls teilweise die Preise bereits erhältlicher iPhone-Modelle angehoben. Für Käuferinnen und Käufer wird der Zeitpunkt damit wichtiger: Ein Preis, der morgens noch nach altem Prospekt aussieht, kann im Online-Shop schon anders dastehen.
Weltweit wird das Smartphone teurer
Die Entwicklung passt zu einem angespannten globalen Markt. Laut einer Prognose sollen die weltweiten Smartphone-Auslieferungen 2026 um rund 13 Prozent auf etwa 1,1 Milliarden Geräte sinken – der stärkste jährliche Rückgang laut IDC. Als Hauptursache gilt die Knappheit bei DRAM- und NAND-Speicher, weil KI-Rechenzentren große Teile der Produktion nachfragen. Besonders Android-Geräte der unteren und mittleren Preisklassen geraten dadurch unter Druck.
2025 wurden weltweit 1,26 Milliarden Smartphones ausgeliefert, der Markt wuchs damals noch um etwa 1,5 Prozent. Im vierten Quartal kamen 336,3 Millionen Geräte auf den Markt, 2,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Für das erste Quartal 2026 meldete Counterpoint anschließend einen Rückgang der Auslieferungen um 6 Prozent. Canalys kam für dasselbe Quartal auf 298,5 Millionen Geräte und damit auf ein Plus von 1 Prozent. Die Abweichung wird mit unterschiedlichen Zählweisen beim Channel-Sell-in erklärt. Der erwartete Marktwert für 2026 liegt laut IDC bei rund 578,9 Milliarden US-Dollar.
Apple lieferte 2025 247,8 Millionen Geräte aus und kam auf 19,7 Prozent Marktanteil. Damit war Apple erstmals in einem vollständigen Kalenderjahr weltweit der größte Smartphone-Anbieter. Samsung erreichte 241,2 Millionen Geräte und 19,1 Prozent. Counterpoint bestätigte die Reihenfolge mit gerundeten Anteilen von 20 Prozent für Apple und 19 Prozent für Samsung. Xiaomi kam auf 165,3 Millionen Geräte und etwa 13 Prozent Marktanteil, vivo und Oppo überschritten jeweils rund 80 Millionen ausgelieferte Geräte.
Im vierten Quartal 2025 lag Apple bei 81,3 Millionen Geräten beziehungsweise 24,2 Prozent, Samsung bei 61,2 Millionen beziehungsweise 18,2 Prozent. Im ersten Quartal 2026 führte Apple mit 21 Prozent Marktanteil erstmals auch ein erstes Quartal an. Premium-Anbieter erwiesen sich laut der Auswertung als robuster gegenüber der Speicherknappheit als preisorientierte Android-Hersteller; Xiaomi verlor im ersten Quartal 2026 besonders stark an Anteil.
KI, 5G und ein längerer Gerätealltag
Der Druck kommt nicht nur vom Speicher. GenAI-Smartphones sollen bis zum dritten Quartal 2026 kumuliert mehr als eine Milliarde Auslieferungen überschreiten. Schon 2025 wurden mehr als 400 Millionen solcher Geräte verkauft, rund 33 Prozent des Gesamtmarktes. Apple und Samsung vereinten dabei zusammen mehr als 70 Prozent der GenAI-Auslieferungen. Zwischen Ende 2026 und 2027 sollen entsprechende Funktionen verstärkt in Mittelklassegeräte von Xiaomi, Oppo, vivo und Honor wandern. Qualcomm könnte in den nächsten zwei Jahren mehr als 80 Prozent des GenAI-Siliziums liefern.
Parallel wächst die Mobilfunkbasis weiter: 2026 umfasst das Ökosystem rund 5,8 Milliarden eindeutige Teilnehmer, etwa 70 Prozent der Weltbevölkerung. Es gibt 8,8 Milliarden drahtlose Verbindungen und rund 4,7 Milliarden Menschen nutzen mobiles Internet – ungefähr 58 Prozent der Weltbevölkerung. Die Differenz entsteht durch Mehrfach-SIM-Karten und mehrere Geräte pro Person.
Ende 2024 bestanden weltweit mehr als zwei Milliarden 5G-Verbindungen, 305 Betreiber in 121 Märkten hatten 5G kommerziell eingeführt. Der 5G-Anteil an den globalen Mobilfunkverbindungen soll bis 2030 auf 57 Prozent steigen und 2028 4G als dominierende Mobilfunkgeneration überholen. Die im Bericht dargestellte Projektion liegt bei etwa 23 Prozent für 2024, 31 Prozent für 2025, 40 Prozent für 2026, 48 Prozent für 2027 und 53 Prozent für 2028. Für 2028 werden außerdem 2,5 Milliarden eSIM-fähige Smartphone-Verbindungen erwartet.
Die Geräte bleiben zugleich länger in den Händen ihrer Besitzer. Der globale Austauschzyklus hat sich auf rund 3,5 Jahre verlängert – laut der Auswertung der längste bisher verzeichnete Zeitraum. In den USA nähert sich der Durchschnitt drei Jahren, in China lag er 2025 bei etwa 33 Monaten. Höhere Neupreise könnten den Markt für gebrauchte und aufbereitete Telefone weiter anschieben: Für 2026 wird er auf rund 78,6 Milliarden US-Dollar geschätzt, bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 8,1 Prozent. Apple hält dort etwa 58 Prozent.
Premiumgeräte trotzen der Knappheit
Der asiatisch-pazifische Raum steht für ungefähr 50 Prozent der weltweiten Smartphone-Auslieferungen, China ist der größte einzelne nationale Markt. Dort erreichte Huaweis Inlandsanteil im ersten Quartal 2026 laut Counterpoint ein Fünfjahreshoch. Apple war im selben Quartal die am schnellsten wachsende Marke in China. Indien meldete 2024 etwa 151 Millionen ausgelieferte Geräte; im ersten Quartal 2026 war vivo dort Marktführer. Finanzierungen und Inzahlungnahmen bringen den indischen Markt zunehmend in Richtung höherpreisiger Modelle.
Gerade preissensible Regionen wie Indien, Südostasien, Lateinamerika und Afrika spüren die Speicherknappheit stärker, weil dort viele Geräte unter 300 US-Dollar verkauft werden. Nordamerika und Westeuropa sind durch ihren höheren Premium-Anteil besser gegen steigende Speicherkosten abgeschirmt. Smartphones über 600 US-Dollar machen etwa 25 Prozent der Stückverkäufe aus, aber rund 60 Prozent des Branchenumsatzes. Geräte über 1.000 US-Dollar stellen etwa 40 Prozent des Premiumsegments, Apple hält ungefähr 67 Prozent der Premiumverkäufe, Samsung etwa 18 Prozent.
Der globale durchschnittliche Smartphone-Preis soll 2026 laut IDC um etwa 14 Prozent auf 465 bis 523 US-Dollar steigen. Counterpoint erwartet einen moderateren Preisanstieg von 6,
