Skipässe 2026/27 werden teurer: So sparen Wintersportler trotz Preissteigerungen
Wer in der Wintersaison 2026/27 auf die Piste will, muss tiefer in die Tasche greifen. In vielen Skigebieten steigen die Skipasspreise erneut – und zwar nicht nur ein bisserl. Eine Snowplaza-Analyse von 36 Skigebieten in Österreich, der Schweiz, Deutschland, Frankreich und Italien kommt bei einem 6-Tages-Pass auf durchschnittlich 388 Euro. In der Vorsaison waren es 375 Euro. Das entspricht einem Plus von 3,4 Prozent oder 12,45 Euro pro Person.
Am stärksten zogen die Preise in Deutschland an: durchschnittlich um fünf Prozent. Trotzdem bleibt das deutsche Niveau niedriger als in Österreich und der Schweiz. Für sechs Tage kostet der Pass in Winterberg 224 Euro. Oberstdorf-Kleinwalsertal liegt bei 382,80 Euro und ist damit das teuerste der untersuchten deutschen Gebiete. In Österreich ist Obertauern mit 368 Euro der günstigste untersuchte Ort, in der Schweiz Davos Klosters mit 390 Schweizer Franken, umgerechnet etwa 413 Euro.
Teure Karten, schwierige Zeiten
Hinter den Aufschlägen stehen steigende Betriebskosten und schwierige Schneeverhältnisse. Mancherorts geht es deshalb nicht nur um höhere Preise, sondern um die Zukunft des gesamten Skigebiets. Unterberg in Niederösterreich gab sein endgültiges Aus bekannt, Gaberl in der Steiermark sperrt ebenfalls zu. Im Graukogel in Bad Gastein ruht der Skibetrieb ab der Saison 2026/27 für mindestens drei Jahre.
Richtig spürbar wird der Preis bei Tageskarten. In Sölden kostet sie in der Hauptsaison 84,50 Euro, in der Top-Saison 86,50 Euro. In der Hauptsaison 2025/26 waren es noch 81,50 Euro. Am Arlberg werden 85 Euro in der Hauptsaison fällig, in den 4 Vallées in der Schweiz 94 Schweizer Franken – knapp 100 Euro. Da wirkt ein 6-Tages-Pass im Verhältnis oft fast vernünftig, denn mehrere Tage sind meist günstiger als einzelne Tageskarten.
Eine Momentaufnahme der Einstiegspreise zeigt allerdings auch, wie breit die Spanne ist. Oberwiesenthal/Fichtelberg in der InterSkiregion mit Klínovec in Tschechien bietet 15,5 Kilometer ab 41 Euro, Willingen/Ettelsberg 17 Kilometer ab 43 Euro. Balderschwang/Hörnerdörfer kommt auf 41 Kilometer ab 45 Euro, Winterberg/Skiliftkarussell auf 27,5 Kilometer ab 52 Euro. Garmisch-Classic/Zugspitze liegt bei 40 Kilometern ab 67 Euro, Oberstdorf-Kleinwalsertal bei 130 Kilometern ab 68,70 Euro.
In Österreich beginnen die genannten Preise bei 55,50 Euro für 43 Kilometer in Galtür/Paznaun-Ischgl. Rosshütte in der Olympiaregion Seefeld verlangt ab 59,50 Euro für 20 Kilometer, Tauplitz ab 62 Euro für 43 Kilometer und Radstadt in der Salzburger Sportwelt ab 65 Euro für 17 Kilometer. Hochzeiger/Pitztal kommt auf 54 Kilometer ab 66 Euro, Kühtai-Hochoetz auf 47 Kilometer ab 66,50 Euro. Kappl/Paznaun-Ischgl und Nauders/Bergkastel am Reschenpass liegen bei jeweils ab 67 Euro, mit 42 beziehungsweise 75 Kilometern.
Reiteralm und die 4-Berge-Skischaukel starten bei 69,50 Euro für 32 Kilometer, Lermoos/Tiroler Zugspitz Arena bei 70,50 Euro für 28 Kilometer. Ellmau, Westendorf und Wilder Kaiser in der SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental sind jeweils mit 275 Kilometern und ab 71,50 Euro angegeben. Obertauern bietet 100 Kilometer ab 72 Euro, Wildkogel-Arena 75 Kilometer ebenfalls ab 72 Euro. Hochfügen/Zillertal, Mellau/Damüls/Faschina und der Stubaitaler Gletscher beginnen jeweils bei 72,50 Euro.
Serfaus-Fiss-Ladis liegt bei 214 Kilometern ab 73,50 Euro, Saalbach-Hinterglemm im Skicircus bei 270 Kilometern ab 74 Euro. Zell am See–Kaprun mit der Ski ALPIN CARD bringt es auf 408 Kilometer ab 74 Euro. Für den Pitztaler Gletscher & Rifflsee werden 75 Euro ab 68 Kilometern genannt. Bad Gastein/Ski Gastein und Großarltal–Dorfgastein in Ski amadé starten bei 78,50 Euro, Flachau/Snow Space Salzburg bei 79 Euro.
Weiter oben in der Preisliste stehen Kronplatz/Dolomiti Superski sowie Seiser Alm/Gröden mit jeweils ab 80 Euro. Lech, St. Anton und Warth-Schröcken im Ski Arlberg beginnen bei 81,50 Euro, Schladming bei ebenfalls 81,50 Euro für 123 Kilometer. Hintertux, Mayrhofen und die Zillertal Arena liegen bei ab 82 Euro; Ischgl/Silvretta Arena bei ab 83 Euro für 239 Kilometer. Sölden startet bei 84,50 Euro für 146 Kilometer, Madonna di Campiglio/Pinzolo/Folgarida-Marilleva bei 85 Euro für 155 Kilometer.
Die Schweizer Beispiele reichen von Laax/Flims Laax Falera mit 176 Kilometern ab 55 Schweizer Franken bis zu Verbier/Les 4 Vallées mit 412 Kilometern ab 94 Schweizer Franken. Corvatsch-Furtschellas kostet ab 74,50 Schweizer Franken, Grindelwald/Jungfrau Ski Region ab 79, Saas-Fee/Saastal ab 84, Davos Klosters Mountains ab 86, Andermatt-Sedrun-Disentis und Arosa Lenzerheide ab 89 Schweizer Franken. Die angegebenen Preis-pro-Kilometer-Werte reichen dabei von 0,24 Euro in Verbier bis 0,89 Euro in Saas-Fee; bei Laax sind es 0,33 Euro, bei Davos Klosters Mountains 0,33 Euro und bei Arosa Lenzerheide 0,42 Euro.
Online buchen statt anstellen
Wer früh dran ist, kann den Anstieg zumindest abfedern. Bei Arosa Lenzerheide kostet der Pass bei früher Buchung 281 statt 401 Schweizer Franken. Im Grand Massif gibt es bei rechtzeitiger Buchung bis zu 30 Prozent Rabatt auf Pässe ab sechs Tagen. Ski amadé einschließlich Schladming-Dachstein verlangt online 367,50 Euro statt 432,50 Euro an der Kasse – 65 Euro Unterschied. Das ist der Moment, in dem sich ein paar Minuten auf der Website plötzlich besser anfühlen als der erste Kaffee an der Talstation.
Weitere Möglichkeiten: Frühbucherpreise, Familien- und Gruppentarife, die Nebensaison, Gästekarten und Pauschalreisen. Auch unter der Woche und außerhalb der Ferien sind die Fahrten meist günstiger. Bei dynamischen Preisen können Tickets mit festem Datum lohnen; Altersgrenzen für Kinder-, Jugend- und Erwachsenentarife sollte man vorher prüfen. Betreiberaktionen und Sonderangebote gehören ebenfalls auf die Liste. Für drei Tage können übergreifende Skiverbundkarten günstiger sein als mehrere Tickets für einzelne Teilgebiete.
Beim Blick auf die Kilometerpreise schneiden große Verbünde oft erstaunlich gut ab: Zell am See–Kaprun liegt bei 0,18 Euro pro Kilometer, Ellmau, Westendorf und Wilder Kaiser bei jeweils 0,26 Euro, Saalbach-Hinterglemm bei 0,27 Euro und Kitzbühel/KitzSki bei 0,30 Euro. Livigno/Alta Valtellina kommt auf 115 Kilometer ab 56 Euro und 0,49 Euro pro Kilometer, Silvretta Montafon auf 141,6 Kilometer ab 65 Euro und 0,46 Euro. Der günstigste angegebene Wert steht bei Laax/Flims Laax Falera mit 0,33 Euro – wobei die Quelle die Umrechnung in Euro verwendet.
In Italien gilt seit der vergangenen Wintersaison auch für Erwachsene eine Helmpflicht. In Österreich besteht diese Regelung nicht. Beim Sicherheitsrisiko nennen Experten überhöhte Geschwindigkeit als größten Faktor: Ungebremstes Fahren gefährdet die jeweiligen Wintersportler ebenso wie andere Personen auf der Piste.
Der ADAC-Blick auf Tag, drei Tage und Familie
Der ADAC verglich Skipasspreise für einen Tag und drei Tage in 30 Wintersportorten in Deutschland, Österreich, Italien, der Schweiz, Frankreich, Tschechien und Polen. Erhoben wurden die Hochsaisonpreise für das Tagesticket am 29. Dezember 2025 und für das Drei-Tage-Ticket vom 29. bis 31. Dezember
