Am 8. Oktober 2026 hat der Volksrat der Provinz Ca Mau die Investitionsplanung für eine knapp 80 Kilometer lange Küstenstraße genehmigt. Die Delegierten stimmten dem Resolutionsentwurf zur Investitionspolitik zu. Das Vorhaben soll von 2026 bis 2030 umgesetzt werden und führt durch sieben Gemeinden: Dat Moi, Cai Doi Vam, Song Doc, Khanh Hung, Da Bac, Khanh Lam und U Minh.

Geplant ist eine rund 79,5 Kilometer lange Verbindung bis zur Küstenstraße der benachbarten Provinz An Giang. Damit soll Ca Mau nicht nur besser an das nationale und lokale Verkehrsnetz sowie an angrenzende Provinzen angebunden werden. Vorgesehen ist auch eine durchgehende Küstenverbindung zwischen Can-Tho-Stadt, Ca Mau und An Giang – von den maritimen Wirtschaftszentren bis in die Binnengebiete.

Zwei Abschnitte, ein Küstenkorridor

Das Projekt besteht aus zwei Abschnitten. Der erste, Rach Goc–Cai Doi Vam, ist rund 24,9 Kilometer lang. Davon entfallen 5,4 Kilometer auf das vom Verteidigungsministerium finanzierte Schnellstraßenprojekt Cai Nuoc–Dat Mui. Die Strecke beginnt am Ho-Chi-Minh-Highway in Dat Mui, etwa 1,85 Kilometer von der Kenh-Tac-Brücke entfernt, und endet am Anschluss an den Abschnitt Cai Doi Vam–Song Doc in Cai Doi Vam.

Der zweite Abschnitt, Song Doc–Tieu Dua, misst rund 54,6 Kilometer. Darin enthalten ist ein bereits investierter Teil von 0,5 Kilometern. Startpunkt ist die Zufahrtsstraße zur Song-Doc-Brücke am Nordufer in Song Doc; am anderen Ende folgt der Anschluss an die Küstenstraße der Provinz An Giang in U Minh.

Je nach Streckenabschnitt soll die Straße nach den Standards der Straßenklassen III und IV für flaches Gelände gebaut werden. Vorgesehen sind eine sieben Meter breite Fahrbahn und ein zwölf Meter breiter Straßenunterbau. Im Zentrum von Song Doc wird der Abschnitt entsprechend der dort geplanten Straßenbreite fertiggestellt.

32 Brücken und neue Querverbindungen

Zum Bauprogramm gehören 32 neue Stahlbetonbrücken nach dem Standard einer Straße der Klasse III. Die Brückendecks sollen jeweils zwölf Meter breit sein: sieben Meter für den Fahrzeugverkehr, vier Meter für gemischte Verkehrsspuren und ein Meter für Leitplanken.

Zusätzlich sind Querverbindungen zu dicht besiedelten Gebieten, Gemeindezentren, Flussmündungen, Umsiedlungsgebieten und weiteren notwendigen Verkehrswegen vorgesehen. Das klingt auf dem Papier nach einem Nebensatz, entscheidet draußen aber darüber, ob eine Straße tatsächlich genutzt wird oder bloß wie ein langer grauer Strich durch die Landschaft läuft.

Mehr als 8.545 Milliarden VND

Das Projekt gehört zur Gruppe A. Die Gesamtkosten werden auf mehr als 8.545 Milliarden vietnamesische Dong veranschlagt, umgerechnet etwa 329 Millionen US-Dollar. Finanziert werden soll der Bau aus Mitteln des Zentralhaushalts im Rahmen des mittelfristigen öffentlichen Investitionsplans 2026–2030.

Die Projektvorbereitung beginnt 2026, die Bauarbeiten sollen von 2027 bis 2030 laufen. Aufgeteilt ist das Vorhaben in zwei Teilprojekte. Teilprojekt 1 umfasst Entschädigung, Unterstützung, Umsiedlung und Landräumung. Dafür sind mehr als 1.148 Milliarden VND vorgesehen; Investor ist das Entwicklungszentrum für den Landfonds der Provinz Ca Mau.

Teilprojekt 2 betrifft den eigentlichen Bau der Küstenstraße. Das Budget liegt bei mehr als 7.396 Milliarden VND. Zuständig als Investor ist das Verwaltungsboard für Verkehrsbaumanagementprojekte der Provinz Ca Mau.

Verbindung für Verkehr, Küste und Katastrophenschutz

Die neue Straße soll die Verkehrsinfrastruktur der Provinz ergänzen und die Küstenverkehrsachse über Can Tho, Ca Mau und An Giang mit dem nationalen Verkehrsnetz verbinden. Gleichzeitig soll sie die maritimen Wirtschaftszentren Ca Maus mit den Binnengebieten verknüpfen und den Austausch mit den Nachbarprovinzen erleichtern.

Hinter dem Projekt stehen außerdem praktische Aufgaben, die an der flachen Küste schwer wiegen: Die Verbindung soll die Reaktionsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel verbessern sowie der Vorbeugung und Begrenzung von Naturkatastrophen dienen. Für die nachhaltige Entwicklung der maritimen Wirtschaft in der Region ist sie ebenfalls gedacht.

Politisch steht das Vorhaben im Zusammenhang mit der Resolution Nr. 13-NQ/TW des Politbüros zur sozioökonomischen Entwicklung sowie zur Sicherung von Verteidigung und Sicherheit im Mekong-Delta. Wenn die Arbeiten wie geplant 2027 beginnen, wird aus dem Beschluss zunächst viel Vermessungsarbeit, Landräumung und Baustellenverkehr – und später eine rund 80 Kilometer lange Verbindung am Wasser entlang.