Ab Montag, 19. Oktober 2026, wird es auf der Passmannstraße/Himmelohstraße in Witten-Stockum enger. Auf der Landesstraße L523 zwischen der Anschlussstelle Dortmund-Eichlinghofen und Witten-Zentrum stehen wegen des Breitbandausbaus abschnittsweise halbseitige Sperrungen der Fahrbahn an.

Los geht es um 7:00 Uhr. Die Einschränkungen sollen bis 20. November 2026, 23:59 Uhr, dauern. Autofahrer müssen mit erhöhtem Verkehrsaufkommen und zeitweisen Staus rechnen – gerade im Berufsverkehr kann das mühsam werden.

30 km/h und nur 3,50 Meter Durchfahrtsbreite

Die Baustelle ist etwa 0,51 Kilometer lang. Im betroffenen Abschnitt gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Außerdem darf die Durchfahrtsbreite höchstens 3,50 Meter betragen. Für Schwertransporte ist je Fahrtrichtung in Richtung Witten-Zentrum ebenfalls eine maximale Fahrbahnbreite von 3,50 Metern vorgesehen.

Auftraggeber ist die Deutsche InfraBau GmbH. Die Arbeiten übernimmt die Haagenbau Straßen- und Tiefbau GmbH aus Dortmund. Wer vor der Fahrt noch etwas klären muss oder mitten im stockenden Verkehr eine Auskunft braucht, erreicht die Baustellenhotline der Stadt Witten unter 02302 581-4444.

Mehrere L523-Abschnitte in den Daten

Ein Blick auf das Baustellen-Radar zeigt, dass die L523 derzeit nicht nur an dieser Stelle Aufmerksamkeit verlangt: Aktuell sind 11 Baustellen und Verkehrseinschränkungen gemeldet. Fünf Abschnitte sind Vollsperrungen und damit nicht befahrbar. Betroffen sind vor allem Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.

Die Übersicht führt drei Meldungen zu Bauarbeiten, fünf zu Verkehrsraumeinschränkungen, eine Meldung zu einer Sperrung und zwei Meldungen zu Vollsperrungen. Die längste einzelne Baustelle ist dort mit 0,5 Kilometern angegeben und betrifft eine Sperrung.

Ein kleiner, aber wichtiger Haken steckt in der Bezeichnung: Landesstraßennummern sind bundesweit nicht eindeutig. Unter „L523“ werden zwei räumlich getrennte Straßen gleichen Namens geführt, die auf der Karte getrennt dargestellt werden. Das Streckenband ordnet die gemeldeten Abschnitte von Nord nach Süd: eine Sperrung mit einer Vollsperrung und 0,5 Kilometern, drei Bauarbeiten mit zusammen 0,5 Kilometern, zwei Verkehrsraumeinschränkungen, ein weiterer Abschnitt mit Verkehrsraumeinschränkung und einer Vollsperrung sowie vier Verkehrsraumeinschränkungen mit drei Vollsperrungen.

Nach Kalenderwochen verändert sich die Zahl der gleichzeitig aktiven Baustellen ebenfalls. In KW 42 sind 11 aktiv, davon beginnt eine neu. In den KW 43 bis 45 werden jeweils 10 aktive Baustellen geführt, ohne neue Meldung. Für die KW 46 bis 53 sind jeweils 9 aktive Baustellen angegeben, ebenfalls ohne neue.

Die Angaben des Baustellen-Radars stammen aus amtlichen offenen Daten und werden automatisch aktualisiert. Vor Ort gilt trotzdem die Beschilderung. Die Übersicht stellt keine Verkehrsprognose dar und ist ohne Gewähr.

Verkehrsdruck auf vielen Wegen

Die Stockumer Baustelle trifft auf ein Land mit dicht genutztem Verkehrsnetz. In Nordrhein-Westfalen gab es zum Stichtag 1. Januar 2025 insgesamt 29.511 Kilometer Straßen des überörtlichen Verkehrs. Zum 1. Januar 2026 kamen 711 Fahrzeuge auf 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner; der Bevölkerungsstand dafür stammt vom 31. Dezember 2025. Die Motorisierungsquote lag bei 593 Pkw je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

2025 wurden 38 fabrikneue Kraftfahrzeuge je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner zugelassen. Polizeilich erfasst wurden 81.687 Straßenverkehrsunfälle, jeweils ohne Bagatellunfälle. Bei 65.232 Unfällen entstand Personenschaden, 479 Menschen starben im Straßenverkehr.

Auch abseits der Straße läuft der Verkehr kräftig weiter: Die Binnenschifffahrt verzeichnete 2025 einen Güterempfang von 65,317 Millionen Tonnen und einen Güterversand von 32,577 Millionen Tonnen. Beim Containerverkehr wurden 458.961 TEU empfangen und 497.826 TEU versandt.

Über die sechs großen Flughäfen Nordrhein-Westfalens reisten 2025 außerdem 38,513 Millionen Fluggäste. Dazu kamen 866.900 Tonnen Luftfracht. Für die nächsten Wochen bleibt auf der L523 in Witten-Stockum aber erst einmal der schmale Korridor an Passmannstraße und Himmelohstraße das Nadelöhr.