Palmas weiße Restaurant-Ikone am Paseo Marítimo verschwindet. Die Stadtverwaltung von Palma de Mallorca hat am Dienstag, dem 6. Oktober 2026, den Abriss des freistehenden Gebäudes an der Uferpromenade genehmigt. Dort war früher das Restaurant „Can Blanc“ untergebracht, das viele deutsche Mallorca-Freunde kennen dürften.

Der Beschluss erfolgte nach positiven technischen Gutachten. Das bestehende Gebäude an der Dársena de Sant Magí soll vollständig abgetragen und durch ein neues Bar-Café-Restaurant ersetzt werden. Verantwortlich für Abriss und Neubau ist Diloreto Consulting beziehungsweise Di Loreto Consulting. Das Unternehmen betreibt auch „Mar de Nudos“ am Moll Vell und „Anima Beach“ nahe dem Kongresspalast.

Neubau nach dem Vorbild eines Llaüt

Mit dem bisherigen Can Blanc soll der Neubau gestalterisch kaum noch etwas gemeinsam haben. Das Projekt orientiert sich an der neu angelegten Strandpromenade und an den Formen eines traditionellen mallorquinischen „Llaüt“-Boots. Eine Holzpergola und Sonnensegel beziehungsweise maritime Markisen im nautischen Stil sollen Innenbereich und Außenterrasse optisch miteinander verbinden.

Für das neue Gebäude sind 2.029.580 Euro vorgesehen – also mehr als zwei Millionen Euro. Die Konzession umfasst insgesamt 741,70 Quadratmeter: Rund 220 Quadratmeter entfallen auf das Gebäude, weitere 520,40 Quadratmeter auf die Terrasse. Die neue Einrichtung soll moderner und barrierefreier werden und das Gastronomie- und Freizeitangebot am Paseo Marítimo erweitern.

Konzession für höchstens 18 Jahre

Hinter dem Vorhaben steht eine im April von der Balearischen Hafenbehörde, kurz APB, vergebene Konzession an Di Loreto Consulting. Sie erlaubt den Betrieb eines Bar-Cafés-Restaurants an diesem Abschnitt der erneuerten Uferpromenade für 16 Jahre. Die Stadtverwaltung nennt für die Nutzung höchstens 18 Jahre.

Die beauftragte Firma muss die Kosten für Abriss und Wiederaufbau selbst tragen und den Neubau an die neue Gestaltung der Strandpromenade anpassen. Die jährliche Nutzungsgebühr beträgt 31.000 Euro. Zusätzlich können Kosten für Verbesserungsmaßnahmen hinzukommen.

Energie, Wasser und Abfall im neuen Betrieb

Auch bei Energie- und Ressourceneffizienz ist einiges vorgesehen. Geplant sind 56 Photovoltaikmodule, Aerothermie-Systeme und LED-Beleuchtung. Vorrichtungen zur Wassereinsparung sowie Systeme zur Abfallbewirtschaftung gehören ebenfalls zum Projekt.

Der Neubau ist Teil der umfassenden Umgestaltung der Uferpromenade von Palma. Er soll einen der Betriebe am Wasserbecken von Sant Magí erneuern. Wo bislang das vertraute weiße Gebäude stand, wird künftig also ein Restaurant mit Bootsformen, Holz, Sonnensegeln und deutlich mehr Technik für einen sparsameren Betrieb entstehen.