CDU-Beschluss „Was jetzt passieren muss“: Weniger Bürokratie und mehr Tempo für Wohnungsbau und Stromkosten
Deutschland steht wirtschaftlich unter Druck. Die Lebenshaltungskosten sind hoch, viele Menschen sorgen sich um ihren Arbeitsplatz und um die Zukunft ihrer Kinder. Gleichzeitig erleben Bürger und Unternehmen den Staat häufig als kompliziert, langsam und teuer. Formulare ausfüllen, Unterlagen mehrfach einreichen, auf Entscheidungen warten – von der viel beschworenen Digitalisierung ist im Alltag oft noch wenig zu spüren.
Genau hier setzt der Beschluss „Was jetzt passieren muss“ an, den die CDU Deutschlands am 12. Oktober 2026 vorgelegt hat. Das Papier enthält Vorschläge zu Stromkosten, Wohnungsbau, Bürokratie, Familien, Arbeit, Gesundheit, Sicherheit und Integration. Der Titel klingt nach Tatendrang. Jetzt muss sich zeigen, ob daraus tatsächlich etwas wird.
Wohnungsbau und Stromkosten: weniger Hürden, mehr Tempo
Beim Wohnungsbau fordert die CDU weniger Vorschriften, einfachere Baustandards und schnellere Genehmigungen. Bezahlbarer Wohnraum wird zwar seit Jahren versprochen, doch Bauen bleibt teuer und aufwendig. Für Kommunen, Bauherren und Wohnungssuchende ist das keine Kleinigkeit, sondern eine tägliche Geduldsprobe.
Auch bei den Stromkosten liegt ein konkreter Vorschlag auf dem Tisch: Die Stromsteuer soll für alle gesenkt werden, sofern finanzielle Spielräume bestehen. Als mögliche Folge nennt der Beschluss sinkende Stromrechnungen. Das wäre für private Haushalte ebenso spürbar wie für Betriebe, bei denen hohe Energiekosten Investitionen bremsen können.
Ein weiterer erwarteter Effekt: bessere Investitionsbedingungen für Unternehmen und mehr Wohnungsbau. Dafür reichen Ankündigungen freilich nicht. Genehmigungen müssen schneller erteilt werden, und Verfahren dürfen nicht jahrelang durch komplizierte Regeln oder langwierige juristische Auseinandersetzungen ausgebremst werden.
Der Staat soll einfacher und digitaler werden
Überflüssige Berichtspflichten und Vorschriften sollen abgeschafft werden. Vorgesehen ist eine schlankere, digitalere Verwaltung, in der Bürgerinnen und Bürger Anträge und andere Behördengänge möglichst vollständig online erledigen können. Wichtige persönliche Dokumente sollen künftig gesichert auf dem Smartphone gespeichert werden können.
Viele dieser Probleme sind allerdings nicht neu. Bürokratieabbau wurde wiederholt angekündigt, während komplizierte Verfahren fortbestanden. Die CDU trägt als Regierungspartei Verantwortung dafür, dass ihre Forderungen nicht in einer weiteren Runde aus Konzepten, Arbeitsgruppen und Ankündigungen stecken bleiben.
In einem Beitrag vom 21. Juli 2025 hatte die CDU-geführte Bundesregierung den Bürokratieabbau bereits als Schwerpunkt ihrer Arbeit bezeichnet. In den ersten Regierungswochen seien überflüssige Posten gestrichen, veraltete Regeln überprüft und erste Entlastungen beschlossen worden. Für Unternehmen sollen unter anderem überzogene Berichtspflichten, komplizierte Meldewege und nationale Sonderregeln reduziert werden, die über europäische Vorgaben hinausgehen.
Davon sollen Handwerksbetriebe, mittelständische Unternehmen und Start-ups profitieren. Sie müssten dann weniger Zeit für Formalitäten aufwenden. Auf europäischer Ebene will die Bundesregierung zudem gegen zusätzliche nationale Verschärfungen von EU-Regeln vorgehen. Künftig sollen nur Regelungen umgesetzt werden, die als notwendig gelten.
Der Abbau bestehender bürokratischer Strukturen werde Zeit und weitere Maßnahmen erfordern, heißt es in diesem Zusammenhang. Das ist nüchtern formuliert – und wahrscheinlich der schwierigste Teil. Der angekündigte Politikwechsel soll einen einfacheren, klareren und schnelleren Staat für Bürger, Unternehmen und die Gesellschaft bringen.
Familien, Arbeit und medizinische Versorgung
Familien sollen nach dem CDU-Beschluss stärker unterstützt werden. Vorgesehen ist Elterngeld für mindestens zwölf Monate. Alleinerziehende sollen besondere Unterstützung erhalten, weil bei ihnen finanzielle Belastungen, Betreuung und Erwerbsarbeit oft ohne zweiten Elternteil zusammenkommen.
Auch die Frage, ob sich Arbeit lohnt, wird erneut aufgegriffen. Arbeit und Verantwortung sollen sich stärker auszahlen, zugleich sollen die Sozialversicherungssysteme langfristig finanzierbar bleiben. Eine stärkere finanzielle Anerkennung von Arbeit wird seit Jahren diskutiert. Der Beschluss stellt sie nun neben die dauerhafte Stabilität der sozialen Sicherung.
Bei der Gesundheitsversorgung geht es um zeitnahe Facharzttermine – unabhängig vom Versicherungsstatus. Wer krank ist, soll nicht erst lange herumtelefonieren müssen, um irgendwo einen Termin zu bekommen. Das klingt schlicht, ist im Alltag aber für viele Menschen ein ziemlich zäher Weg.
Sicherheit und Integration
Mehr Polizeipräsenz, konsequente Strafverfolgung und ein entschlossenes Vorgehen gegen Schwarzarbeit, Sozialleistungsmissbrauch und organisierte Kriminalität gehören ebenfalls zu den Vorschlägen. Als erwartete Verbesserung nennt der Artikel mehr staatliche Sicherheit.
Für Menschen, die dauerhaft in Deutschland leben möchten, formuliert die CDU klare Erwartungen: Sie sollen Deutsch lernen, Regeln akzeptieren und einen Beitrag leisten. Integration wird damit als Zusammenspiel von Unterstützung und eigener Verantwortung verstanden.
Der politische Anspruch ist breit. Reformen müssen finanziert, miteinander abgestimmt und rechtlich umgesetzt werden. Das darf nach Auffassung des Artikels jedoch keine dauerhafte Verzögerung begründen. Gerade bei Stromkosten, Wohnungsbau und Behördengängen warten die Menschen nicht auf die nächste große Erklärung, sondern auf etwas, das im Portemonnaie, auf der Baustelle oder am Schalter ankommt.
Das vollständige Papier des CDU-Präsidiums vom 12. Oktober 2026:
„Was jetzt passieren muss“ – Beschluss der CDU Deutschlands
Viele Ansätze sind darin enthalten. Entscheidend sind jetzt sichtbare Ergebnisse: niedrigere Stromrechnungen, einfachere Behördengänge, bessere Bedingungen für Investitionen, mehr Wohnungen, eine stärkere finanzielle Anerkennung von Arbeit und mehr Sicherheit. Sonst bleibt am Ende wieder nur Papier – und davon gibt es in deutschen Verwaltungen wahrlich genug.
