172 Unterschriften für die Rückkehr des Bahnübergangs in Aying
In Aying wächst der Unmut über den weiterhin geschlossenen Bahnübergang zwischen Göggenhofen und Neugöggenhofen. Bürger fordern, dass die Verbindung schnellstmöglich und dauerhaft wieder geöffnet wird. Johann Landerer aus Neugöggenhofen übergab Bürgermeister Peter Wagner (CSU) dafür eine Petition mit 172 Unterschriften.
Der Übergang ist seit längerer Zeit gesperrt. Für die Menschen vor Ort bedeutet das: längere Wege, mehr Aufwand und bei Einsätzen auch wertvolle Zeit, die verstreicht. Besonders Kinder, Fußgänger und Radfahrer müssen Umwege nehmen. In Neugöggenhofen leben nach Wagners Kenntnisstand rund 50 Menschen.
Versprochene Öffnung blieb aus
Nach Angaben des Bürgermeisters hatte die Deutsche Bahn der Gemeinde zugesichert, den Bahnübergang während eines Zeitraums ohne S-Bahn-Verkehr zwischen Kreuzstraße und Peiß vorübergehend zu öffnen. Vorgesehen waren laut Wagner elf Wochen. Doch die Öffnung blieb aus.
Als Grund für die dauerhafte Sperrung nennt die DB betriebliche Abläufe. Wagner bezeichnet die Kommunikation der Bahn dagegen als falsch. Mit einer Aufhebung der Sperrung bis zum Abschluss der Bauarbeiten am Bahnhof Großhelfendorf im November rechnet er nicht.
Ganz ohne Hoffnung ist die Sache aus seiner Sicht trotzdem nicht. Schriftlich sei festgehalten, dass der Bahnübergang wieder begeh- und befahrbar hergestellt wird. Grundlage dafür ist der Planfeststellungsbeschluss des Eisenbahn-Bundesamts vom 2. April 2025.
Auch Rettungskräfte müssen Umwege fahren
Wagner hält die Petition trotz dieser Zusage für sinnvoll und unterstützt die darin genannten Gründe. Denn nicht nur der Alltag der Anwohner wird komplizierter. Auch die Sicherheit ist betroffen: First Responder und andere Rettungskräfte müssen Umwege fahren, um Neugöggenhofen zu erreichen.
Der Bürgermeister will die Unterschriften an die zuständigen Stellen weiterleiten und sich erneut für eine Änderung der Situation einsetzen. Der Bahnübergang müsse wieder geöffnet werden, betont Wagner. Wann das tatsächlich passiert, liege allerdings nur teilweise in seiner Hand.
Für den Bahnbau und die Bewertung von Bahnübergängen verweist die genannte Unterlage des Eisenbahn-Bundesamts auf einen Leitfaden. Der bereitgestellte Inhalt liegt dort allerdings als rohe PDF-Daten mit komprimierten Binärstreams vor. Ein lesbarer Nachrichtenartikel oder verlässlich extrahierbarer Text ist darin nicht enthalten; weitere sachliche Angaben lassen sich daraus deshalb nicht ableiten.
